Verfluchte Platten: Type O Negative – World Coming Down
Auf World Coming Down zerbrach die schützende Ironie von Type O Negative. Trauer, Abhängigkeit und Selbsthass wurden 1999 zu einem monumentalen Gothic-Doom-Werk.
Auf World Coming Down zerbrach die schützende Ironie von Type O Negative. Trauer, Abhängigkeit und Selbsthass wurden 1999 zu einem monumentalen Gothic-Doom-Werk.
Master Massive öffnen auf White Shadows ein eigenwilliges Metalltheater aus Doom, Progressive Metal und klassischem Heavy Metal. Drei Sänger, atmende Tempi und große Songformen sorgen für starke Szenen, aber auch für reizvolle Reibung.
Shaytan liefern mit II Incarnate warmen, schweren Doom/Stoner Metal zwischen Saarland, Wüstenteufel, Sichelmond und Hammond-Nebel. Ein kompaktes Album, das riecht, als hätte jemand einen orangefarbenen Verstärker in ein okkultes Ritual eingebaut.
Warning kehren mit Rituals of Shame nach zwanzig Jahren zurück: fünf lange Doom-Songs voller Scham, Schwere, Liebe und jener langsamen Wunde, die Patrick Walker so unheimlich gut beherrscht.
Monolord verdichten auf Neverending ihren Stoner Doom zu einem wuchtigen, variablen und emotional starken Album zwischen Riffmasse, Melancholie und Sludge-Kante.
Reliquia liefern mit In Theory and Practice ein starkes Gothic-Metal-Debüt zwischen Doom-Schwere, Post-Punk-Puls und dunkler Melancholie. Sechs Stücke, 32 Minuten, schwarze Blüten im Kerzenschein.
Roher Black-Doom aus Mexiko: Eclipsed Realms lebt von Würgegriff-Atmosphäre, starker Stimme und finsterem Sog, bleibt kompositorisch jedoch nicht makellos. Kein Soundtrack für den finsteren Cocktail-Keller.
The Crawl liefern Death-Doom mit erweitertem Farbkasten: schwere Riffs, brennende Leads, Post-Punk-Schimmer und Jam-Raum-Luft. Langsam, giftig und für dieses Genre bemerkenswert lebendig.
Auf Not Here Not Gone verwandeln Blackwater Holylight ihren Doom-/Shoegaze-Mix in ein leuchtendes Dunkel: schwere Riffs, sirenenhafte Vocals und texanische Wüsten-Atmosphäre zwischen Trauer, Aufbruch und Neon-Melancholie.
URNE zünden mit Setting Fire To The Sky ein modernes Metal-Feuerwerk zwischen Sludge, Doom und Mastodon-Schule: wuchtig, emotional, stark produziert, beeindruckend groß gedacht, aber nicht in jedem Moment so eigen, wie es sein könnte.