Callous Faulter – Callous Faulter (Review)
Callous Faulter liefern ein düsteres Debüt aus Post-Black-Metal, Sludge und urbaner Erschöpfung. Zwei lange Stücke, grauer Beton, innere Kälte und ein Sound, der langsam die Luft aus dem Raum zieht.
Callous Faulter liefern ein düsteres Debüt aus Post-Black-Metal, Sludge und urbaner Erschöpfung. Zwei lange Stücke, grauer Beton, innere Kälte und ein Sound, der langsam die Luft aus dem Raum zieht.
Tyrannus liefern mit Mournhold ein starkes Zweitwerk zwischen Blackened Thrash, Death-Metal-Druck und violetter Fantasy-Apokalypse. Sieben Songs, vierzig Minuten, eine Festung aus Riffs.
Mit An Aberration of the Void liefern Silaera ein Debüt von erschreckender Reife: kosmischer Black Metal voller Schönheit, Schwere und jener Art von Weite, in der irgendwann etwas zurückblickt.
Möhrkvlth führen den Black Metal auf alte bretonische Feldwege, vorbei an kahlen Bäumen, Stein und Nebel. Gwenojennoù An Ankounac’h klingt wie eine Landschaft, die sich erinnert, obwohl die Menschen längst vergessen.
Winterfylleth verschärfen auf The Unyielding Season ihren Atmospheric Black Metal mit mehr Feuer, mehr Druck und einer schmerzhaft brennenden Gegenwartswut.
Sidera ist atmosphärischer Black Metal als fließende Komposition: Streicher, Gitarren und Drums formen Tragik in Bewegung. Schwer, irisierend und unglaublich lange nachleuchtend.
Auf Zerfall destilliert Ellende den eigenen melancholischen Black Metal zu einem geschlossenen Zyklus über Zerbrechen, Trauer und vorsichtigen Aufbruch, so konzentriert und unmittelbar wie selten zuvor.
Zerfaserter Ritualalbtraum statt durchkomponierter Tempeltrance: Tempelschlaf bietet starke Einzelmomente, verliert seinen Faden aber zu oft in der eigenen Klangkathedrale.
Epischer Symphonic-Black-Metal als Wintermarsch: fünf lange Kapitel, viel Weite, null Hektik. Zwischen Nebelpfad, Fanfaren-Schimmer und erzählerischem Scream baut Sickle of Dust eher Landschaften als Songs. Das ist kein schneller Kick, das ist Frost, der langsam in die Knochen zieht und dann bleibt.
Ein stilles Waldalbum: reich an Textur, arm an Kanten. Finnr’s Cane umarmt die Dämmerung, wandelt jedoch selten am Abgrund.