Suno presst KI-Musik auf Vinyl – jetzt frisst der Algorithmus sein letztes Heiligtum
Schallplatte als Rückzugsort, KI als nächster Eindringling: Warum Sunos Vinyl-Pläne viel über unsere überfütterte Content-Gegenwart verraten.
Schallplatte als Rückzugsort, KI als nächster Eindringling: Warum Sunos Vinyl-Pläne viel über unsere überfütterte Content-Gegenwart verraten.
Vom Waldlager in die Kommentarspalte: LARPer bezeichnet längst nicht mehr nur Live Action Role-Playing, sondern immer öfter Menschen mit auffällig gespielter Identität.
Der israelische Regisseur Nadav Lapid kritisiert seine eigene Regierung seit Jahren scharf und wird dennoch im Festivalstreit auf seinen Pass reduziert. Ein Feuilleton über Herkunft, Boykott, Kunst und die neue Kulturprüfung.
Der israelische Regisseur Nadav Lapid kritisiert seine eigene Regierung seit Jahren scharf und wird dennoch im Festivalstreit auf seinen Pass reduziert. Ein Feuilleton über Herkunft, Boykott, Kunst und die neue Kulturprüfung.
Milo Rau wollte mit politischem Theater die Welt vorladen. Nach der Causa Peter Thiel bei den Wiener Festwochen steht plötzlich die eigene Urteilskraft im Licht. Ein scharfer Feuilleton-Blick auf Tribunal-Theater, Moralzauber und die Anklagebank der Zwischenreiche.
Die Musiker sagen ab, der Präsident rückt nach und erklärt sich kurzerhand für publikumsstärker als Elvis. Ein Feuilleton über America 250, politische Selbstinszenierung und die Republik als Dauerbühne ihrer eigenen Übertreibung.
Mit I Hear a New World öffnet Alan Moore erneut die falsche Tür nach Long London. Unser Feuilleton-Blick auf Magie, Nachkriegsnebel, Stadtgeschichte und eine Fantasy, die nicht tröstet, sondern seziert.
Noch bevor Christopher Nolans The Odyssey im Kino anlegt, brennt Troja bereits in den Kommentarspalten. Ein Feuilleton über Lupita Nyong’o als Helena, die Verwechslung von Mythos mit Besitzurkunde und die Frage, seit wann antike Sagen eine Passkontrolle brauchen.
Westworld kehrt zurück, und plötzlich wirkt die alte Roboterangst fast altmodisch. Denn die eigentliche Gefahr unserer Gegenwart ist womöglich nicht die aufständische Maschine, sondern die künstliche Welt, die uns so passgenau bedient, dass wir freiwillig bleiben.
Ulf Poschardt verlässt den Herausgeberthron und spukt künftig als „freiester Mitarbeiter“ durch Springers Kanäle. Ein sarkastischer Feuilleton-Blick auf Medienmacht, Markenwerdung und den Journalisten als Dauererscheinung.