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Wenn der Dichterfürst plötzlich zum Beweismittel wird
📰 Was ist los?
In the Hand of Dante startet am 24. Juni bei Netflix. Der Film erzählt zwei verbundene Handlungsstränge: einen modernen Autor, der in einen gefährlichen Manuskript-Deal gerät, und Dante selbst während der Entstehung seines berühmtesten Werkes.
🐛 Was denken wir?
Füruns ist das tatsächlich nur ein Randtreffer, aber ein verdammt hübscher. Nicht wegen klassischer Genre-Zutaten, sondern wegen Dante, Jenseitsmotiv, Zeitspiegelung und literarischem Größenwahn. Außerdem wirkt die Kombination aus Hochkultur und Verbrecherwelt so, als hätte jemand den Deutsch-Leistungskurs versehentlich in einen Mafia-Thriller geschubst.
📜 In the Hand of Dante: Netflix schickt die Göttliche Komödie in den Mafia-Nebel
Netflix zeigt den Trailer zu In the Hand of Dante. Der Film verbindet einen New Yorker Autor im 21. Jahrhundert mit Dante im 14. Jahrhundert — und macht aus der Göttlichen Komödie ein Manuskript, für das offenbar auch sehr weltliche Herren Interesse anmelden.
Dante Alighieri hat schon einiges hinter sich. Hölle, Fegefeuer, Paradies, Beatrice, Theologie, Literaturseminare und ungefähr siebenhundert Jahre Menschen, die so tun, als hätten sie die Göttliche Komödie vollständig verstanden. Und jetzt kommt auch noch Netflix dazu. Holy shit.

In the Hand of Dante startet am 24. Juni und erzählt von einem angeblichen Originalmanuskript der Göttlichen Komödie, das in der Gegenwart zum Objekt krimineller Begierde wird. Ein New Yorker Autor gerät in einen gefährlichen Auftrag rund um das Werk, während parallel Dante im 14. Jahrhundert um Inspiration, Liebe, Schönheit und göttliche Erkenntnis ringt.
Das ist keine klassische Fantasy mit Drachen, Zaubern und Kapuzenmännern vor glühenden Portalen. Eher ein Literaturthriller mit mystischem Seitenwind, historischen Echos und jenem feierlichen Größenwahn, der entsteht, wenn Dante, Mafia und Netflix gemeinsam in einen Raum gesperrt werden.
🎬 Offizieller Trailer
Der Trailer zu In the Hand of Dante zeigt Oscar Isaac zwischen New York, Dante Alighieri, Mafia-Auftrag und einem Manuskript der Göttlichen Komödie, das eindeutig zu viele weltliche Begehrlichkeiten weckt.
🕯️ Ein Manuskript mit schlechter Gesellschaft
Der Reiz liegt hier weniger im Plot allein als im Kontrast. Auf der einen Seite Dante, göttliche Ordnung, große Literatur und metaphysischer Ernst. Auf der anderen Seite New York, Gewalt, Besitzgier und Menschen, die ein unersetzliches Manuskript offenbar behandeln wie eine besonders teure Schmuggelware.
Das kann natürlich furchtbar wichtig tun. Es kann aber auch genau die Sorte wilder Literaturkino-Unfug werden, die man sich wenigstens einmal anschaut, weil niemand mit normaler Temperatur so etwas dreht.
Für uns bleibt In the Hand of Dante deshalb kein Hauptgericht, aber ein interessanter Teller am Rand des Buffets: Dante, Mafia, Manuskript, Netflix. Die Göttliche Komödie bekommt weltliche Probleme und irgendwo seufzt Vergil vernehmlich.




