Wolfskull – Midnite Masters (Review)

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🌑 Wolfskull – Midnite Masters: Ein nächtliches Gelöbnis aus Groove, Schatten und SDA‑Ritualen

Was wie Hard Rock beginnt, entpuppt sich schnell als archaisches Kultalbum – hart, hypnotisch, voll verfluchter Nächte.

Wolfskull aus Essen liefern mit Midnite Masters ihren zweiten Langspieler ab – und was für einen. Das Album ist keine Sammlung von Songs, sondern ein vollständiges nächtliches Ritual zwischen Heavy Rock, Vertreter‑Gesten von Danzig/Volbeat und doomiger Groove‑Extase. Die Band hat sich in den letzten Jahren enorm hochgearbeitet, vom Debüt‑EP Hexum über Ave Goddess bis zum heutigen Output – und diese Scheibe fühlt sich an wie der Moment, in dem der Thron endlich erklommen wird.

🎧 Was erwartet dich?

Genre(s): Dark Rock, Heavy Metal mit Blues‑Groove, Alt- und Neurituelle
Vergleichbar mit: Danzig meets Volbeat, begleitet von einer Black Sabbath‑Sumpf-Spur
Klangfarbe: dunkler Groove, crunchige Riffs, eine Stimme wie Glenn Danzig nach einer durchgegrölten Nacht – rau, wuchtig, charismatisch.

✨ Highlights:

Midnite Masters – Ein Titeltrack, der dich sofort packt: bassige Riffs wie schwere Vorhänge, ein mitreißender Refrain – ein Ritual, kein Song.
Holler In The Hollow – hypnotischer Folk-Rock mit dunklem Schattenwald‑Feeling. Wie ein Tanz mit persönlichen Dämonen im Nebel.
Jaguarette – Besonders eingängig: Die Ladies-Hommage mit Punk‑Anleihen und lautmalerischen Hooklines – Rock’n’Roll pur.
Mustang Baby – Schwenk in die Rock’n’Roll-Spirale: Bewegung, Energie, pure Freude am Groove.

🪓 Besondere Momente:

  • Tracklänge kompakt – außer beim tiefen Ritual „Call of the Wayward Ones“, gibt’s hauptsächlich vierminütige Suppen – fokussiert, keine Längen.
  • Die Stimme von Pete 9 klingt rau, dunkel, fast sardonisch – und ist live wie im Studio praktisch der Hauptcharakter des Projekts.
  • Artwork und Artwork-Story: Artwork von Simon Berndt aus Südafrika, famos stimmig zu einem Album, das klingt, als hätte man es unter einem Blutmond erschaffen.

🌿 Fazit:

Midnite Masters ist kein fluffiges Rockalbum. Es ist ein Pakt – unterschrieben im Asphaltstaub, im Schatten alter Diesel‑Tanker und nächtlicher Freiheit. Wolfskull integrieren Blues, Doom, Groove und eine gehörige Prise Ruhrgebiet‑Melancholie zu einem Sound, der dich packt und nicht mehr loslässt. Langsam tanzt es sich dann durch neblige Wälder – was bleibt, ist Gänsehaut.

Für Fans von Hard Rock mit Schwermut, Metal mit Groove und Songs, die sich wie Rituale anfühlen: Dieses Album ist ein heimlicher Thronantritt. Chapeau!

Zwei schwarzhaarige Frauen schweben nackt vor einem riesigen, grünlich schimmernden Vollmond über einer kargen Felsenlandschaft; das Artwork wirkt surreal, retro und okkult – eine psychedelische Szene zwischen Stoner-Ritual und Hexensabbat.
Künstler:Wolfskull
Albumtitel:Midnite Masters
Erscheinungsdatum:25. Juli 2025
Genre:Dark Heavy Rock / Groove Metal
Label:Metalapolis Records / Napalm Records
Spielzeit:ca. 41 Minuten
  1. Midnite Masters
  2. Son Of Light
  3. Holler In The Hollow
  4. Destyna
  5. Jaguarette
  6. Call Of The Wayward Ones
  7. Mustang Baby
  8. Netherworld In Flames
  9. (I Wish It Could Be) Night All Day
  10. Tyger Of Fate

🎶 Album-Opener

Offizielles Musikvideo zu „Midnite Masters“ vom neuen Wolfskull-Album Midnite Masters (2025) – bereitgestellt von Metalapolis Records auf YouTube:

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