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🏰 Feuerschwanz – Knightclub: Mittelalter-Party mit viel ESC-Glitzer
Ein Jahr nach Warriors und des vergeblichen ESC-Anlaufs hat die Erlanger Folk-Metal-Truppe wieder ein Album am Start. Knightclub macht keine Gefangenen, zumindest nicht dann, wenn du dich prinzipiell zur Dark-Ballermann-Avantgarde zählen würdest. Hier riecht es stark nach Dudelsack, Bier und Pogo – und es klingt wie Dauer-Festival-Hymne mit sehr viel Pop-Appeal.
🎧 Was erwartet dich?
Genre(s): Folk Metal, Mittelalter-Rock
Vergleichbar mit: Warkings auf Mallorca, Subway To Sally nach drei Sangria-Eimern
Klangfarbe: Dudelsack mit Stadionrefrains, Power-Metal-Gitarren, ESC-Feuerwerk im Sound
✨ Highlights:
- Knightclub – Der Titeltrack zwischen Festival-Hit, Partymacher und ESC-Glücksrittertum (feat. Dag von SDP).
- Valhalla – Mit Doro als Gastsängerin: ein heroisches Duett zwischen Folk-Metal und braver Power-Arena.
- Gangnam Style – K-Pop trifft Dudelsack. Absurdität hat selten so gebangt.
- Lords Of Fyre – Bombastisches Finale mit Lord Of The Lost. Klaro: Das wird live alles wegfegen, bei der Zielgruppe.
🏰 Besondere Momente
- Der katastrophale ESC-Flirt: Wer diese peinliche Nummer nicht mitbekommen hat: Mit dem Song „Knightclub“ bewarb sich die Band tatsächlich für „Chefsache“. Hinter dem dödeligen Titel verbarg sich der letztlich noch dödeligere Vorentscheid für den deutschen Beitrag zum ESC in Basel. Der „Chef“ war Comedy-Rentner Stefan Raab, der in diesem Jahr mit allerlei Blödsinn und frisch-geweißter Zahnprothese seinen (erfolglosen) Comeback-Versuch forcieren wollte.
Vor der Finalrunde wurden Feuerschwanz allerdings von der Jury aussortiert. Dazu war, dem Vernehmen nach, extra an den Regeln rumgeschraubt worden. Wäre ja nun auch blöd gewesen, wenn ausgerechnet der Chef bei der „Chefsache“ nicht seinen Willen bekommen hätte. Lohn solch manipulativer Spielchen: Ein überragender 15. Platz für Cheffes talentfreies Sanges-Pärchen.
Unerfreulich, unappetitlich und richtig „rubbish“, um hier ein Wortspielchen zu wagen. Es bleibt zu hoffen, dass die Feuerschwanzlinge etwas aus solcher Anbiederei an deutsches „Musikexpertentum“ gelernt haben. - Simon Michael (Subway To Sally) sorgt als Produzent für den typischen Bombast-Sound.
- Doro, Dag SDP und Lord Of The Lost im Feature-Trio – vom Lagerfeuer bis zur Glam-Showbühne. Ja, es ist schon auch für Abwechslung gesorgt.
🪓 Fazit:
Feuerschwanz sind vom Spaßprojekt zur ernsthaften Chartmacht gewachsen. Seit Das Elfte Gebot (2020) rücken Power-Metal-Elemente stärker in den Vordergrund. Und ja: Knightclub ist irgendwie die logische Fortsetzung dieser Entwicklung.
Knightclub ist kein neues Kapitel, sondern eine ausgelassene Verlängerung der Feuerschwanz-Party. Puh… für Puristen vielleicht zu viel Pop-Crossover – uff… für alle Festivalmeuten aber genau das richtige Maß an Bier, Glitzer und Ohrwürmern. Man kann sich das gewiss geben, wenn man einfach einen draufmachen will. Und ja, statt Kettenhemd geht hier auch Jogginghose klar.

| Künstler: | Feuerschwanz |
| Albumtitel: | Knightclub |
| Erscheinungsdatum: | 22. August 2025 |
| Genre: | Folk Metal / Mittelalter-Rock |
| Label: | Napalm Records |
| Spielzeit: | ca. 40 Minuten |
- Knightclub (feat. Dag SDP)
- Valhalla (feat. Doro)
- Gangnam Style
- Name Der Rose
- Testament
- The Tale Of Sam
- Sam The Brave
- Drunken Dragon
- Eisenfaust
- Avalon
- Tanz Der Teufel
- Lords Of Fyre (feat. Lord Of The Lost)
🎥 Feature-Highlight
Offizielles Musikvideo zu „Knightclub“ – FEUERSCHWANZ schwingen das Türsteher-Riff, lassen den Bass wie eine Hüpfburg wummern und servieren Crossover-Kirmes mit Schwert & Spaßhelm. Bereitgestellt vom offiziellen Napalm-Records-Channel auf YouTube:
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