Troll 2: Netflix schickt Norwegens Monsterverse zurück in den Schnee

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☃︎‧ Troll 2: Netflix schickt Norwegens Monsterverse zurück in den Schnee

Der erste Troll war für Netflix ein Monstererfolg, also bekommt der Riese jetzt die unvermeidliche Fortsetzung. Troll 2 läuft seit dem 1. Dezember 2025 weltweit bei Netflix und hat sich direkt in die Toplisten geschoben – trotz deutlich gespaltenem Echo von Kritik und Publikum.

❄️ Worum es in Troll 2 geht

Regisseur Roar Uthaug kehrt zurück nach Norwegen und lässt erneut einen uralten Troll aufwachen, der einmal quer durchs Land trampelt. Wieder im Einsatz: Trollforscherin Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann), Verschwörungspolitberater Andreas Isaksen (Kim Falck) und Militärmann Major Kristoffer „Kris“ Holm (Mads Sjøgård Pettersen). Zusammen müssen sie ein neues Exemplar der Steinbestien stoppen, das noch größer, wütender und religiös aufgeladen ist als beim ersten Mal.

Die Spur führt sie in unterirdische Anlagen, in norwegische Kirchen und tief in die Folklore, wo christliche Symbolik, heiliges Wasser und alte Sagen plötzlich zur Massenvernichtungswaffe werden. Uthaug spielt offen mit Kaiju-Motiven, inklusive „wir benutzen einen Troll, um einen anderen Troll zu verprügeln“.

🎥 Monster, Budget und nordische Postkarten

Produziert wurde Troll 2 erneut von Motion Blur, gedreht wurde unter anderem in Trondheim, Jotunheimen und Budapest. Offiziell wird der Film als größte Produktion betitelt, die es in den nordischen Ländern bisher gab; das sieht man den Massenszenen und der VFX-Dichte auch an.

Optisch liefert der Film genau das, was der Algorithmus bestellt: verschneite Täler, Militärkolonnen vor schneidiger Bergkulisse, Trollschnauzen im Gegenlicht, dazu Explosionen und Helikopter. Parallel kursiert bereits ein Making-of, das zeigt, wie viel digitale Arbeit in Gestein, Schnee und Staub geflossen ist.

📊 Hype in den Charts, Delle bei den Scores

Beim Start sprintete Troll 2 direkt auf die oberen Plätze der Netflix-Charts, der Zuschauerhunger auf nordische Monster ist also noch nicht gestillt.

Auf der Bewertungsseite sieht es allerdings weniger heroisch aus. Während Troll noch sehr solide Kritikerwerte hatte, fällt der Nachfolger auf rund 58 Prozent in der Fachpresse und auf etwa 40 Prozent beim Publikum zurück. Kritiken loben die Schauwerte und den Versuch, dem Monster mehr Persönlichkeit zu geben, bemängeln aber eine dünne Story, ungleichmäßig dosierten Humor und Action, die nicht immer so druckvoll wirkt, wie die Bilder versprechen.

🎬 Offizieller Trailer

Der offizielle Trailer zu Troll 2 – direkt vom Netflix-Channel auf YouTube:

🧌 Trollverse oder nur Trollchen 2.0?

Spannend ist weniger die Frage, ob Troll 2 künstlerisch an den ersten Teil herankommt, sondern was Netflix damit vorhat. Uthaug spricht bereits öffentlich von Ideen für einen dritten Teil und von einem möglichen „Trollverse“, inklusive zahlreichen Anspielungen im Film, die genau darauf hindeuten. Ein Mid-Credit-Teaser mit weiterem Trollnachwuchs macht deutlich, dass man hier ungern bei zwei Filmen aufhören würde.

Ob die Reihe tatsächlich zur Monstertrilogie ausgebaut wird, dürfte am Ende weniger an Mythen und heiligem Wasser hängen als an den Streamingzahlen der nächsten Wochen.

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