Elden Ring Film: George R. R. Martin gibt sich hoffnungsfroh

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Die Zwischenlande rufen

📰 Was ist los?
Elden Ring kommt als Live-Action-Film von A24 ins Kino, Alex Garland schreibt und inszeniert, George R. R. Martin zeigt sich öffentlich hoffnungsvoll.

🐛 Was denken wir?
Das ist genau die Art Fantasy-Projekt, bei der Euphorie und Angst gemeinsam auf einem sehr großen, sehr kaputten Thron sitzen.

🕯️ Elden Ring Film: George R. R. Martin gibt sich hoffnungsfroh

Es gibt Fantasy-Projekte, bei denen man sofort weiß: Das wird schwierig. Und dann gibt es Elden Ring als Film.

Ein Spiel, das seine Geschichte lieber in Ruinen, Item-Beschreibungen, Bossnamen, Albtraumbildern und göttlich zerschlagenem Familienelend versteckt, soll nun ins Kino. Nicht als kleine Fanübung, sondern als großes A24-Projekt unter der Regie von Alex Garland. Und weil die Welt offenbar noch nicht genug nervöse Erwartung kennt, meldet sich nun auch George R. R. Martin mit vorsichtigem Optimismus zu Wort.

Der Mann hat schließlich an der mythologischen Grundierung des Spiels mitgearbeitet. Wenn also jemand ungefähr weiß, wie viel Wahnsinn, Blutlinie, Halbgott-Groll und kosmischer Schaden in diesem Stoff steckt, dann er.

⚔️ A24 greift nach dem Elden Ring

A24 ist für viele Kinofans das Studio für seltsame, mutige, kunstvolle und oft angenehm verstörende Filme. Also im Grunde kein völlig falscher Ort für ein Spiel, in dem man nach zehn Minuten vor einem Reiterboss stirbt und danach von einem sprechenden Fingerkonzept über kosmische Ordnung nachdenkt.

Trotzdem ist Elden Ring eine andere Größenordnung. Hier geht es nicht um ein kleines Indie-Drama mit kaputter Familie und starkem Lichtkonzept. Hier geht es um riesige Ruinen, Halbgötter, Monster, Verfall, Magie, Wahnsinn und eine Fangemeinde, die jede falsch gesetzte Rüstungsschnalle in ein dreistündiges Analysevideo verwandeln kann.

Dass A24 dafür offenbar sehr viel Geld in die Hand nimmt, zeigt: Das soll kein Nebenprojekt werden. Das ist ein Griff nach dem großen Fantasy-Kino.

🧠 Alex Garland ist die spannendste Wahl

Mit Alex Garland wird die Sache interessant. Garland ist kein Regisseur für gemütliche Heldenreisen mit sauberem Lernbogen und freundlicher Mentorfigur. Seine Filme interessieren sich für Systeme, Kontrollverlust, Körper, Gewalt, Bewusstsein und Menschen, die zu spät merken, dass sie längst Teil eines Experiments sind.

Düstere Fantasy-Szene mit zerbrochenen goldenen Ringen, Ruinenthron, Filmkamera und einem alten Autor an einem Schreibtisch.

Das passt besser zu Elden Ring, als es auf den ersten Blick klingt. Denn dieses Spiel ist keine klassische „Held rettet Welt“-Geschichte. Es ist eher ein Marsch durch eine zerbrochene Ordnung, in der jeder Sieg nach Krankheit riecht und jede Wahrheit aussieht, als hätte sie Jahrhunderte im Schlamm gelegen.

Wenn Garland also nicht versucht, aus Elden Ring ein normales Fantasy-Abenteuer zu pressen, sondern den Albtraum ernst nimmt, kann das funktionieren.

🐉 George R. R. Martin sagt wenig – aber genau das Richtige

Martin hat sich nicht in große Versprechen geflüchtet. Kein „größter Fantasyfilm aller Zeiten“, kein Trommelwirbel, keine Drachenfanfare mit Marketing-Lack. Er lobt A24, lobt Garland und nennt seine Stimmung hoffnungsvoll.

Das ist knapp. Aber gerade deshalb wertvoll.

Denn bei Elden Ring wäre zu viel Selbstgewissheit fast verdächtig. Wer diesen Stoff verfilmt, sollte Respekt vor ihm haben. Die Zwischenlande sind kein Ort, den man einfach mit ein paar Schlachtszenen und einem düsteren Filter erledigt. Man muss seine Leerstellen, seine Fremdheit und seine kaputte Erhabenheit verstehen.

Martins vorsichtiger Optimismus klingt darum besser als jedes laute Studio-Versprechen.

💀 Das eigentliche Risiko: Elden Ring erklärt sich nicht gern

Die große Frage bleibt: Wie erzählt man Elden Ring im Kino?

Das Spiel lebt davon, dass man sich Bedeutung erarbeitet. Man findet Fragmente. Man scheitert. Man irrt durch Landschaften, die mehr über die Welt erzählen als jeder Dialog. Man kämpft gegen Wesen, deren Tragik oft erst nach dem Tod richtig sichtbar wird.

Ein Film hat dafür deutlich weniger Zeit. Er braucht Figuren, Rhythmus, Bilder, emotionale Führung. Gleichzeitig darf er nicht alles erklären, sonst verliert Elden Ring genau jene mystische Kälte, die es so besonders macht.

Das wird die eigentliche Kunst: genug Geschichte, damit Kinozuschauer nicht verloren gehen – aber genug Dunkelheit, damit die Zwischenlande nicht plötzlich wie ein sauber sortierter Fantasy-Reiseführer wirken.

🪓 Unser Fazit: Hoffnungsvoll, aber mit gezücktem Runenbogen

Elden Ring als Film ist eines der spannendsten Fantasy-Risiken der nächsten Jahre. A24 bringt Prestige mit, Alex Garland bringt die richtige Portion Verstörung mit, und George R. R. Martin bringt zumindest den Segen eines Mannes mit, der das Fundament dieses Wahnsinns mit angerührt hat.

Das kann grandios werden. Es kann aber auch an der schieren Größe des Stoffes scheitern. Denn Elden Ring ist nicht einfach eine Welt, die man abfilmt. Es ist ein Zustand. Eine Ruine mit Götterproblem. Ein Mythos, der absichtlich Lücken lässt.

Wenn Garland diese Lücken respektiert, könnte daraus tatsächlich ein Fantasyfilm entstehen, der nicht bloß nach Game-Adaption riecht, sondern nach Kino mit Blut, Gold, Nebel und echter Fremdheit.

Bis dahin bleiben wir wachsam. Hoffnungsvoll, ja. Aber nicht naiv. In den Zwischenlanden überlebt schließlich niemand lange, der einem leuchtenden Versprechen einfach hinterherläuft.

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