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Taktik mit Pesthauch und neuem Publisher
📰 Was ist los?
Prelude Dark Pain, ein Dark-Fantasy-Taktik-RPG des spanischen Studios Quickfire Games, hat einen Publishing-Deal mit Firesquid unterschrieben. Gleichzeitig wurde der Titel bei den Pucela Game Awards 2025 für die beste Art Direction nominiert, nachdem er bereits mehrere Indie-Preise in Spanien gewonnen hat. Early Access auf Steam ist für 2026 geplant, inklusive geplanter Switch-Version.
🐛 Was denken wir?
Das hier wirkt weniger wie ein weiterer „edgy“ Taktik-Versuch, sondern eher wie Darkest Dungeon nach mehreren Jahren Welterfahrung. Wenn Firesquid das Studio in Ruhe arbeiten lässt und der Spagat aus komplexem Squadbau, Citadel-Management und apokalyptischer Comic-Optik gelingt, könnte Prelude Dark Pain eines der spannendsten Taktik-RPGs der nächsten Jahre werden. Wer für rundenbasierte Schmerzen empfänglich ist, sollte den Titel jetzt auf die Watchlist setzen.
⚔️ Prelude Dark Pain findet Verlag und reichlich Lob
Ein Kickstarter-Liebling mit Pesthauch und Mignola-Look sammelt weiter Auszeichnungen ein und landet jetzt bei einem Publisher, der Taktik ernst nimmt.
🎯 Dark-Fantasy-Taktik mit neuem Rückhalt
Quickfire Games hat für sein Dark-Fantasy-Taktik-RPG Prelude Dark Pain einen neuen Partner gefunden. Firesquid, ein auf Strategie fokussiertes Label aus Frankreich und Schweden, übernimmt die Veröffentlichung und passt damit erstaunlich gut zu diesem Mix aus brutaler Rundenplanung, Comic-Book-Optik und Apokalypse in Etappen.
Parallel gibt es frisches Schulterklopfen: Beim Pucela Game Awards 2025 steht Prelude Dark Pain in der Kategorie „Best Art Direction“ auf der Liste. Zuvor gab es bereits „Best Strategy Game“ beim Indie Dev Day 2023 und „Best Indie Game“ auf der Dreamhack Valencia. Kein Hype-Gewitter, aber eine auffällige Spur kleinerer Preise, die zeigt, dass hier mehr steckt als der nächste düstere Steam-Eintrag mit Schädelcover.
🩸 Welt im Zerfall, Held am Amboss
Inhaltlich geht Prelude Dark Pain nicht auf Subtilität, sondern auf Konsequenz. Statera ist eine Welt, die im Krieg, in Seuchen und im Einfluss einer Wesenheit namens Dark Pain langsam auseinanderbricht. Risse im „Schleier“ lassen Kreaturen des Schmerzes durch, religiöse Fanatiker ziehen die Schlinge zu, und mittendrin steht Soren, ein ehemaliger Krieger, der sich eigentlich als Dorfschmied zur Ruhe setzen wollte.
Dass ausgerechnet so eine Figur wieder in den Aufstand gezogen wird, ist vertrautes Genre-Terrain. Der Reiz liegt hier im Versprechen, die zersplitterte Realität auszuspielen. Parallelkulturen, überlappende Zeitebenen, Entscheidungen mit echtem Echo im Weltgefüge. Wenn Quickfire das einlöst, kann Statera mehr sein als Kulisse für den nächsten Grimdark-Schinken.
🛡️ Squad, Skills, Schmerzverwaltung
Mechanisch zielt Prelude Dark Pain auf die Sorte Spieler, die in Rundenkämpfen lieber vorausdenken als die stärkste Fähigkeit zu spammen. Bis zu fünf Heldinnen und Helden gleichzeitig, acht Klassen mit bekannten Rollen von Damage-Dealer bis Support, dazu mehr als 20 spielbare Charaktere, jeweils mit zwei Talentzweigen und einem ordentlichen Pool an freischaltbaren Fertigkeiten.
Entscheidend ist dabei weniger die Zahl der Optionen als die Versprechen dahinter. Wenn fast jede Figur zu einem wandelbaren Baukasten wird, kann aus Klassikern wie „Tank plus Heiler plus Assassine“ ein echtes Taktiklabor entstehen. Externe Previews loben bereits jetzt, dass selbst frühe Kämpfe Vorausplanung verlangen und Fehler hart bestrafen. Wer hier ohne Plan in die Frontline stolpert, darf den Spielstand offenbar häufiger neu laden.
🏰 Citadel, Weltkarte und 70 Arten von Ärger
Zwischen den Schlachten verwaltet man eine Zitadelle, die als Kommandozentrale und wirtschaftliche Schaltstelle dient. Hier werden Waffen und Rüstungen geschmiedet, kleine Einsatzgruppen auf Missionen geschickt, Dörfer befreit, Ressourcen gesammelt oder diplomatische Manöver gefahren. Der Haken liegt auf der Hand: Wer die Top-Leute auf Spezialaufträge schickt, hat sie in den regulären Kämpfen erst einmal nicht zur Verfügung.
Statera selbst präsentiert sich als Flickenteppich aus mehr als zwanzig Kulturen und Fraktionen. Quickfire spricht von über 70 Gegnertypen, verteilt auf menschliche Truppen, Bestien und verschiedenste Inkarnationen des Dark Pain, dazu Bosskämpfe, die an zentrale Storypunkte und Weltereignisse gebunden sind.
Dazu kommen sogenannte World Missions, die zusätzliche Lore freischalten und oft neue Rekruten hinter Entscheidungsketten verstecken. Einige Charaktere sollen nur auftauchen, wenn man vorher bestimmte Nebenwege beschreitet und die „richtigen“ Antworten gibt. Die Botschaft ist klar: Ein Durchlauf reicht nicht, um alles zu sehen.
🎬 Offizieller Trailer
Der Gameplay-Alpha-Trailer zu Prelude Dark Pain – veröffentlicht im Rahmen der Kickstarter-Kampagne. Bereitgestellt vom offiziellen Prelude Dark Pain-Channel auf YouTube:
🎹 Kumi Tanioka trifft Kriegsruinen
Beim Soundtrack zieht Quickfire eine interessante Karte. Komponist Isaac Montes arbeitet gemeinsam mit Kumi Tanioka, deren Vita von Final Fantasy XI über Crystal Chronicles bis zu Hyrule Warriors: Age of Calamity reicht. Die Musik orientiert sich an einem kriegsmüden, sakralen Ton, der die schwere, panelartige Optik unterstreichen soll.
Die bisher veröffentlichen Ausschnitte setzen auf Chorfragmente und markante Percussion, was gut zu einem langsamen, schmerzbewussten Rundenkampf passt. Wenn das Leveldesign und die Inszenierung mitziehen, kann hier ein seltenes Zusammenspiel aus Bild, Taktik und Ton entstehen und die Darkest-Dungeon-Anleihen in eine eigene Richtung schieben.
🔥 Kickstarter-Geschichte und Fahrplan
Die Kickstarter-Kampagne zu Prelude Dark Pain hat die Marke von 100 000 Euro geknackt und damit unter anderem einen erweiterten Kartenmodus freigeschaltet. Weitere Stretch Goals drehen sich um eine zusätzliche Dämonenjäger-Storyline und einen Hardcore-Modus für Leute, die Helm und Nerven gleichermaßen testen wollen.
Act 1 gilt laut Studio als komplett spielbar. Cinematics werden gezeichnet und koloriert, die Musik wächst mit, und ein neuer öffentlicher Demo-Auftritt ist für eine kommende Steam-Next-Fest-Ausgabe geplant. Ziel ist eine Early-Access-Veröffentlichung auf PC im Jahr 2026, dazu eine Nintendo-Switch-Version, sobald die Grundlagen stehen.



