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Greta Gerwig bringt Narnia zu Netflix, mit IMAX-Vorspiel
📰 Was ist los?
Narnia: The Magician’s Nephew startet am 26. November 2026 exklusiv in IMAX-Kinos und läuft ab 25. Dezember 2026 bei Netflix. Gerwig adaptiert nicht den bekannten Kleiderschrank-Band, sondern den Schöpfungs-Prolog der Reihe. Mit dabei: Emma Mackey als Weiße Hexe, Daniel Craig als Onkel Andrew, dazu mehrere weitere Hochkaräter.
🐛 Was denken wir?
Mutiger Startpunkt, dicker Cast, riskanter Ton. Das kann entweder das erste wirklich eigenständige Narnia seit Jahrzehnten werden, oder der teuerste „Vielleicht hätten wir doch mit dem Kleiderschrank anfangen sollen“-Moment der Streaming-Geschichte. Wir sitzen auf jeden Fall in der ersten Reihe.
🦁 Narnia kommt an Weihnachten: Greta Gerwig verlegt den Kleiderschrank ins IMAX
Netflix hat sein 2026-Line-up sortiert – und damit steht jetzt auch fest, wann wir zum ersten Mal Greta Gerwigs Version von Narnia zu sehen bekommen: Narnia: The Magician’s Nephew soll am 26. November 2026 exklusiv im IMAX anlaufen und ab 25. Dezember 2026 weltweit bei Netflix streamen. Nach Barbie also direkt weiter in den Kleiderschrank, nur diesmal mit 35-mm-Film, Großleinwand und Löwengebrüll.
📽️ Warum dieser Startzeitraum perfekt – und gefährlich – ist
Weihnachten und Narnia waren schon immer ein gutes Match: Die alte Disney-Verfilmung von Der König von Narnia lief ebenfalls im Dezember, Wintermärchen plus Festtage sind quasi eingebauter Stimmungsvorteil. Ein exklusives IMAX-Fenster vor dem Netflix-Start ist für den Streamer zudem ein Statement: „Ja, wir machen Blockbuster und zeigen sie notfalls auch im Kino, bevor ihr auf dem Sofa einschlaft.“
Gefahr dabei: Wer Narnia vor allem als gemütliche Sofafantasie aus Kindheitstagen kennt, könnte sich von der IMAX-Rhetorik eher erschlagen fühlen als verzaubert. Das riecht nach „Eventkino“, muss aber auch erzählerisch liefern. sonst wirkt es wie ein sehr teurer Weihnachtspulli.
📚 Nicht der Kleiderschrank: Gerwig fängt bei der Schöpfung an
Statt noch einmal Der König von Narnia aufzuwärmen, beginnt Gerwig mit „The Magician’s Nephew“, also dem Schöpfungsmythos der Welt: Wie Narnia überhaupt entsteht, woher die Weiße Hexe kommt, warum ein Laternenpfahl im Wald steht. Chronologisch korrekt, erzählerisch riskant: Weniger Nostalgie, mehr Kosmologie.
Aus Fantasy-Sicht ist das aber die spannendere Wahl. Statt „Schon wieder Wardrobe“ bekommen wir eine Origin-Story von Welt, nicht nur von Kindern, die zufällig reinschneien. Wenn das klappt, kann Netflix sich seine eigene, in sich saubere Narnia-Timeline bauen, ohne ständig an die Walden-Trilogie erinnert zu werden.
🧑🎤 Prestige-Cast zwischen Löwe, Hexe und Onkel Andrew
Beim Cast fährt man alles auf, was auf Plakat und Oscar-Shortlist gleichermaßen funktioniert:
- Emma Mackey als Jadis, die Weiße Hexe
- David McKenna als Digory, Beatrice Campbell als Polly
- Carey Mulligan als Digorys Mutter Mabel
- Daniel Craig als windiger Onkel Andrew Ketterley
- und – laut diversen Berichten – Meryl Streep als Stimme von Aslan.
Das ist weniger „Kinderbuchverfilmung“ und mehr „Prestige-Fantasy, bitte ernst nehmen“. Ob das am Ende warm und magisch wirkt oder wie ein sehr teures Literaturseminar, hängt stark davon ab, wie viel von Gerwigs „Rock’n’Roll-Narnia“ tatsächlich im Film steckt, angekündigt ist ein wilderer, modernerer Ton.
🦁 Was bedeutet das für Fantasy-Fans?
Für die Fantasy-Landschaft 2026 ist das Ding ein dicker Brocken: 200-Millionen-Budget, IMAX-Start, große Namen, klassische Vorlage. Wenn das funktioniert, steht Netflix mit einem neuen Groß-Franchise da, das sich stilistisch von Mittelerde und Westeros absetzt und im Idealfall nicht wie „Barbie, aber mit Löwen“ wirkt.
Wenn es scheitert, haben wir immerhin ein spektakuläres Beispiel dafür, was passiert, wenn man einen hochliterarischen Stoff durch Marketing-Buzzwords wie „rockig“, „modern“ und „Eventkino“ schiebt. Für uns im Fantasykosmos ist klar: Narnia an Weihnachten 2026 ist Pflichtprogramm, schon allein, um mitzureden, wenn der Löwe endlich aus dem Streaming-Schrank springt.



