Mystic Circle – Hexenbrand 1486 (Review)

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🔥 Mystic Circle – Hexenbrand 1486: Wenn der Scheiterhaufen wieder Stimmung macht

Nur wenige Bands schaffen es, Geschichte, Hysterie und Blastbeats so genüsslich zu verquirlen wie Mystic Circle. Drei Jahre nach ihrer überraschenden Rückkehr aus der Gruft legen Beelzebub & Blackwar mit Hexenbrand 1486 ein Konzeptalbum vor, das klingt, als hätte jemand den Hexenhammer zum Schwarzmetall-Musical umgeschrieben und anschließend mit dem Domchor aufgenommen.

🎧 Was erwartet dich?

  • Genre: Melodic Black Metal / Death Metal
  • Vergleichbar mit: Cradle of Filth bei der Lateinprüfung, Dimmu Borgir auf dem Kirchentag
  • Klangfarbe: Weihrauch, Wahnsinn und Wall of Sound, pompös, finster, hymnisch, mit erstaunlich viel Frauenstimme zwischen all dem Dämonengeschrei.

Highlights:

  • Luciferian – Der Einmarsch des Satans persönlich: Orgel, Donner, Geschrei, dann Tremolo-Gitarren wie glühende Klingen. Ein infernalischer Auftakt, der jede Sakristei erschüttert.
  • The Scarlet Queen of Harlots – Schwarze Messe mit Doublebass-Dauerfeuer und Chorgesang aus der Hölle. Wer hier nicht den Kopf schüttelt, ist vermutlich schon längst im Höllenfeuer gelandet.
  • In the Sign of the Goat – Der Ziegenmarsch in Moll. Langsamer, bedrohlicher, fast schon rituell. Die weiblichen Vocals verleihen dem Ganzen eine sakrale Beklemmung, irgendwo zwischen Gothic-Ekstase und Klostertrauma.
  • The Bible of Witch Chase – Ironischerweise der fröhlichste Song, der je über Hexenjagden geschrieben wurde. Mittelalterliche Melodik trifft auf Teufelsvertrag, so tanzbar wie ein Hexensabbat bei Vollmond.

🪦 Besondere Momente

  • Sarah Jezebel Deva als Dämonenchorleiterin – die Cradle-of-Filth-Veteranin klingt, als würde sie in einem verfluchten Nonnenkloster dirigieren.
  • Lateinische Flüsterpassagen – perfekt, um Nachbarn oder Theologen zu irritieren.
  • Institoris (Heinrich Kramer) – das gesprochene Interlude, in dem die Band den echten Autor des Malleus Maleficarum beschwört, inklusive Predigt über Sünde und Sadismus.
  • Synthesizer statt Weihwasser – Sounddesign zwischen Kirchenfenster und Kirmeshölle, aber in bestem Sinne.

🪓 Fazit

Wer die Band nicht kennt: Mystic Circle gehören zu den langlebigsten Untoten des deutschen Black Metal. Nach jahrzehntelanger Pause haben Graf Beelzebub und A. Blackwar ihre infernale Allianz 2021 wiederbelebt, samt Gaststimmen von Sarah Jezebel Deva und Karo Hafke. Hexenbrand 1486 ist bereits ihr zweites Album 2025 und schlägt das Kapitel Inquisition mit barockem Pomp und erstaunlich klarem Sound auf. Ein Art historisch inspiriertes Konzeptalbum, das tatsächlich funktioniert.

Hexenbrand 1486 ist kein weiteres Blasphemie-Büffet, sondern eine teuflisch gut arrangierte Geschichtsstunde. Zwischen Sakralpathos, Ziegenmuff und Melodrama lodert hier ein echtes Feuer. Kein Album für den Kindergeburtstag, aber perfekt für dunkle Nächte mit Kerzen, Frost und ein bisschen Häresie.

Albumcover Mystic Circle – Hexenbrand 1486: grünhäutige Hexe mit Totenschädeln und brennend rotem Hintergrund, hält einen Stab über geisterhafte Gestalten – finsteres, okkultes Artwork im klassischen Black-Metal-Stil.
Künstler:Mystic Circle
Albumtitel:Hexenbrand 1486
Erscheinungsdatum:31. Oktober 2025
Genre:Melodic Black Metal / Death Metal
Label:ROAR
Spielzeit:ca. 46 Minuten

Luciferian
The Scarlet Queen of Harlots
Boogeyman
In the Sign of the Goat
Ghost of Whitechapel
Institoris (Heinrich Kramer)
The Bible of Witch Chase
Blutschande Unzucht Sodomie
Dance on the Wings of Black Magic
Zeugnis der Verachtung (Outro)

🎬 Offizielles Video

Offizielles Musikvideo zu „Ghost of Whitechapel“ – düsterer Straßenspuk mit Sakral-Groove und finsterem London-Flair, ein Highlight aus dem neuen MYSTIC CIRCLE-Album „Hexenbrand 1486“. Bereitgestellt vom offiziellen Reigning Phoenix Music-Channel auf YouTube:

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