
Drei Trilogien und kein kleiner Zettel
📰 Was ist los?
Jason Lewis arbeitet an einer Fantasy-Saga mit neun Büchern. Die Reihe ist als drei verbundene Trilogien gedacht und soll große moralische Themen mit spekulativen Theorie-Elementen verbinden.
🐛 Was denken wir?
Das ist natürlich herrlich ambitioniert. Andere fangen mit einem Dorf, einem Schwert und einem verschwundenen Onkel an, den eigentlich niemand vermisst. Lewis scheint direkt ein neunteiliges Weltmodell auf den Tisch zu legen und dabei freundlich zu nicken, als sei das eine überschaubare Wochenendidee.
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🧙♂️ Jason Lewis plant neunteilige Fantasy-Saga: Vom HBO-Star zum Weltenbauer mit Großauftrag
Jason Lewis arbeitet an einer Fantasy-Reihe mit neun Büchern. Der frühere Sex-and-the-City-Darsteller denkt dabei nicht gerade klein: drei Trilogien, große Themen, wissenschaftliche Theorie-Sprenkel und ein Weltenbau-Projekt, bei dem andere Autoren erst einmal nervös ihre Notizbücher zuklappen würden.
Manche Menschen schreiben nach einer längeren Pause ein Memoir.
Andere ersinnen ein kleines Kammerspiel.
Jason Lewis reichen solche Fingerübungen offenbar nicht.

Der Schauspieler, vielen noch als Jerry „Smith“ Jerrod aus Sex and the City bekannt, arbeitet an einer neunteiligen Fantasy-Saga. Nicht an einem Roman. Nicht an einer vorsichtigen Auftaktgeschichte mit Option auf Fortsetzung. Nein: gleich drei Trilogien. Wenn schon Weltenbau, dann offenbar mit Katasteramt, Sternenkarte und eigener geisteswissenschaftlicher Abteilung.
Das Projekt hat noch keinen Verlag, aber schon einen gewissen Größenwillen. Lewis beschreibt die Reihe als Fantasy mit Themen wie Idealismus, Korruption und Erlösung. Dazu sollen auch wissenschaftliche Ideen wie Quanten- und Stringtheorie einfließen. Ja, nee. Ist klar. Wenn das nicht nach nem ganz normalen Erstprojekt klingt.
🏰 Wenn der Weltenbau gleich mit Bauantrag kommt
Der schönste Teil an dieser Nachricht ist nicht einmal, dass ein ehemaliger HBO-Star Fantasy schreibt. Das passiert irgendwann vermutlich jedem Menschen, der lange genug über Sinn, Macht und verlorene Ideale nachdenkt.
Der schönste Teil ist die Größenordnung. Neun Bücher sind in der Fantasy kein unmögliches Ziel, aber als Startansage wirkt es schon, als würde jemand vor dem ersten Spatenstich erklären, dass hier nicht nur ein Haus entsteht, sondern eine Hauptstadt mit Kanalisation, Mythologie und emotionaler Infrastruktur.
Das kann natürlich grandios werden. Es kann aber auch jener Moment sein, in dem ein einzelner Autor plötzlich merkt, dass zwischen „Ich habe eine Welt im Kopf“ und „Band sieben ist dramaturgisch zwingend“ ungefähr vierzehn Jahre, fünfundneunzig Landkarten und Hektoliter von Kaffee liegen.
✨ Costa Rica, Quanten und ein bisschen Erlösung
Interessant bleibt das Projekt trotzdem. Lewis scheint das Ganze nicht als Promi-Laune zu betreiben, sondern mit echter Disziplin. Tägliches Schreiben, mehrere Entwürfe, große Themen, lange Planung — das klingt zumindest nicht nach „Ich diktiere mal eben einen Drachenroman zwischen zwei Presseterminen“.
Ob daraus irgendwann wirklich eine veröffentlichte Reihe wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber als Nachricht ist es wunderbar: Ein ehemaliger Serienstar zieht sich zurück, schreibt in Costa Rica an einem neunteiligen Fantasy-Epos und mischt Idealismus, Korruption, Erlösung und Wissenschaftstheorie in denselben Kessel.
Fantasy braucht manchmal keine Drachen. Manchmal reicht auch ein Schauspieler mit sehr großem Notizbuch.





