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Heilmagie, die leider Gefühle auslöst
📰 Was ist los?
Alice Winns Worship erscheint am 23. Februar 2027. Der Roman erzählt eine moderne Artus-Geschichte um Prinzessin Isode, Sir Palomides und Sir Tristam — mit magischer Heilkunst, gefährlicher Reise, Camelot und Bürgerkrieg.
🐛 Was denken wir?
Das klingt nach Artus-Stoff mit sauberem Chaospegel. Sobald Camelot, Liebe, Ritterehre und magische Nebenwirkungen im selben Raum stehen, braucht man eigentlich nur noch einen schlecht getimten Turniersieg, und schon beginnt die höfische Katastrophenverwaltung.
⚔️ Alice Winns Worship: Camelot bekommt wieder Liebeskummer mit Schwertbegleitung
Alice Winn veröffentlicht 2027 ihren neuen Roman Worship. Nach In Memoriam greift sie zur Artuslegende — mit Prinzessin Isode, Sir Palomides, Sir Tristam, magischen Heilkräften, Camelot und jener höfischen Romantik, bei der jedes Gefühl früher oder später ein Turnier auslöst.
Camelot ruht nie. Kaum denkt man, der alte Sagenapparat habe nach Artus, Lancelot, Guinevere, Tristan, Isolde, Mordred und ungefähr tausend literarischen Nachbeben endlich einmal den Helm abgelegt, kommt schon die nächste Neuerzählung um die Ecke. Diesmal heißt sie Worship und stammt von Alice Winn, die mit In Memoriam bereits gezeigt hat, dass sie große Gefühle nicht unbedingt in Watte packt. Ihr neuer Roman erscheint am 23. Februar 2027 und führt zurück in die Welt der Artuslegende. Allerdings offenbar mit modernerem Ton, Humor und einem sehr hübsch verkomplizierten Liebesdreieck.

Im Zentrum steht Prinzessin Isode, eine Heilerin aus dem mittelalterlichen Irland. Ihre Gabe hat einen kleinen Nebeneffekt: Ritter, die sie heilt, verlieben sich in sie. Das klingt praktisch, bis man kurz darüber nachdenkt. Isode will Sir Palomides heiraten, doch dann taucht Sir Tristam auf, gewinnt ein Turnier und hat selbst wiederum ganz andere Interessen. Aber: Camelot wäre gewiss enttäuscht, wenn irgendetwas daran einfach wäre.
🏰 Artus bleibt der beste Lieferant für edle Fehlentscheidungen
Der Reiz von Worship liegt darin, dass die Artuslegende hier nicht nur ehrfürchtig poliert wird. Winn scheint aus alten Motiven eine neue Konstellation zu bauen: Isode als Heilerin mit problematischer Gabe, Palomides als geplanter Ehemann, Tristam als Störfall mit Ritterglanz und eigenen Sehnsüchten.
Dazu kommt Camelot im Bürgerkrieg.
Also genau jene Sorte höfischer Gemengelage, bei der niemand nur einen Brief schreiben kann, ohne dass drei Familien, zwei Schwüre und ein Königreich beschädigt werden.
Das kann schnell zu verspielt werden, aber der Ansatz hat Charme. Artus-Stoffe funktionieren dann am besten, wenn sie nicht bloß Schwerter ins Gegenlicht halten, sondern zeigen, wie lächerlich gefährlich Ideale werden können, sobald Menschen sie ernst nehmen.
🕯️ Camelot mit moderner Miene
Worship könnte also eine jener Neuerzählungen werden, die nicht versuchen, die Legende neu zu erfinden, sondern sie leicht schräg ins Licht drehen. Liebe als politisches Problem, Heilung als Fluch, Rittertum als Bühne für sehr private Missverständnisse.
Was lernen wr draus? Camelot macht wieder Camelot-Sachen.
Am Ende läuft es vermutlich wie immer.
Jemand liebt falsch.
Jemand schwört zu viel.
Jemand zieht ein Schwert.
Und wir nennen es Tradition.




