🔍 Suche im Fantasykosmos
Spüre verborgene Pfade auf, entdecke neue Werke oder durchstöbere das Archiv uralter Artikel. Ein Wort genügt – und der Kosmos öffnet sich.
⚔️ The Blackfire Blade: Wenn Banken in Wirklichkeit Drachenhöhlen sind
Ein mächtiges Artefakt, eine kriminelle Stadt und ein Bankgeheimnis, das die halbe Welt verschlingen kann: James Logan beweist, dass Kapitalismus und Fantasy längst schon gemeinsame Sache machen.
🧭 Worum geht’s eigentlich?
Im zweiten Band seiner Reihe The Last Legacy schickt James Logan seinen Antihelden Lukan Gardova in die Stadt der Türme, Korslakov, ein brodelnder Stadtstaat, in dem Alchemie, Politik und organisierte Kriminalität gedeihlich koexistieren.
Lukan ist kein Auserwählter, sondern ein Betrüger mit Gewissen. Nach dem Verrat im Vorgänger (The Sword of Mercy and Wrath) sucht er nun nach dem letzten Erbe seines Vaters: dem mysteriösen Artefakt „Blackfire Blade“, das im Tresor der gleichnamigen Bank verborgen liegt.
Mit dabei: die gewitzte Diebin Flea, die Adelige Ashra, die ihn eher benutzt als liebt, und eine Menge Leute, die gern seine Organe als persönliches Pfand hätten.
Was folgt, ist ein Spiel aus Täuschung, Blut und Schuldscheinen, irgendwo zwischen Thief II, Renaissance-Noir und „Was wäre, wenn Tolkien bei Goldman Sachs gearbeitet hätte?“.
🔍 Stärken & Schwächen
🖋 Stil: Logan schreibt wie ein Spieler, der weiß, dass jede Entscheidung Lebenspunkte kosten kann. Klare, dynamische Prosa, filmisch, aber nie dumm. Die Action sitzt, die Dialoge sind kantig, und zwischen den Zeilen lauert mehr Zynismus, als in einem dreifach gesicherten Banktresor passt.
🧍♂️ Figuren: Lukan ist kein Held, sondern ein moralisch zwiespältiger Kleinganove mit einer eigenen Philosophie. Flea stiehlt die Show mit Straßenwitz und emotionaler Direktheit, Ashra bleibt das enigmatische Gegenstück, verführerisch und gefährlich.
🕒 Tempo: Rasch, episodisch, manchmal fast zu sehr auf Side-quests getrimmt. Einige Kapitel wirken wie optionale Missionen, aber sie halten das Spiel am Laufen.
✨ Atmosphäre: Die Stadt Korslakov ist das eigentliche Highlight, dampfend, gläsern, gefährlich. Eine Mischung aus Dishonored, Peaky Blinders und alchemistischer Hochfinanz.
📜 Fazit:
The Blackfire Blade ist keine High-Fantasy-Ballade, sondern ein düsterer Heist-Roman mit Feder und Dolch. James Logan kombiniert klassische Abenteuerstrukturen mit kapitalistischer Mythologie: Macht entsteht aus Besitz, und die Helden sind die, die auch ihre Schulden bezahlen können.
Sprachlich präzise, thematisch zeitgemäß, mit genug Biss, um Leserinnen und Leser zwischen Zynismus und Sucht zu halten. Kein perfektes Werk, aber ein verdammt solides Stück Fantasy-Crime, das sich einfach nebenbei weglesen lässt.
🌟 Bewertung
Varanthis-Skala: ★★★☆☆ – „Klauen gehört in dieser Stadt zum guten Ton. Zeit stiehlt einem Logans Roman aber gewiss nicht.“

Autor: James Logan
Titel: The Blackfire Blade
Reihe: The Last Legacy #2
Verlag: Arcadia
Übersetzung: Englische Originalausgabe
Seitenanzahl: 608 (Gebundene Ausgabe)
Erstveröffentlichung: 2025
ISBN: 978-1529432831
Mehr Buchempfehlungen für dich?
Dann besuche unbedingt unsere coolen Fantasy Roman Rezensionen. Noch mehr fantastischen Stoff für Augen oder Ohren bekommst du auf der Phantastik-Couch, die wir ebenfalls sehr empfehlen können.



