Eternal Evil – Forever Feared (Review)

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Eternal Evil – Forever Feared

🧿 Kurzfazit
Forever Feared ist ein starkes, druckvolles Thrash-Metal-Album mit Bay-Area-Schlagseite, dieser speziellen schwedischen Galligkeit und deutlich gereifter Songstruktur. Eternal Evil sind nicht immer originell, aber fast immer gefährlich in Bewegung: schnelle Riffs, trockenes Schlagzeug, scharfes Tempo, genug Atmosphäre und drei bis vier Songs, die live vermutlich sehr schnell zu Nackenschäden mit Erinnerungslächeln führen.

🎯 Für wen?
Für eingefleischte Banger, die bei Thrash Metal nicht zuerst nach Innovation fragen, sondern nach Spannung, Biss, Riffhandwerk und echter Energie. Wer Exodus, Evildead, frühe Kreator, Slayer, Dark Angel und schwedisch angehauchten Blackened-Thrash-Dreck mag, findet hier reichlich Futter.

🎧 Wie klingt das?
Wie eine junge Band, die alte Thrash-Waffen aus der Ahnenhalle holt und sie nicht poliert, sondern nachschärft. Forever Feared ist schnell, kantig und muskulös, aber nicht stumpf. Die Gitarren reißen enge Kurven, der Bass gibt dem Ganzen Boden, und Felix Wahlunds Schlagzeug treibt die Songs mit trockenem, präzisem Druck nach vorn. Die Produktion hat genug Fett auf den Rippen, ohne die Attacke zu verwischen. Das klingt nicht nach muffigem Demo-Kult und auch nicht nach klinischer Hochglanzkeule. Eher nach Proberaumabriss mit brauchbarer Statik.

🎼 Highlights
Forever Feared, Eyes Of Wrath, I Know, The Fire Burns Inside

⛔ Nichts für dich, wenn…
du Thrash Metal nur dann spannend findest, wenn er völlig neue Formen sucht. Forever Feared kennt seine Vorbilder sehr genau, manchmal fast zu genau. Wer bei deutlichen Bay-Area-Spuren sofort die Kutte zuknöpft und „schon gehört“ murmelt, wird hier nicht in jeder Minute bekehrt.

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⚔️ Eternal Evil – Forever Feared: Stockholm schärft die Bay-Area-Axt

Eternal Evil klingen auf Forever Feared nicht wie eine Band, die lange überlegt, ob Thrash Metal im Jahr 2026 noch eine Existenzberechtigung hat. Sie klingen eher wie vier junge Schweden, die diese Frage mit einem Plektrum, drei rostigen Verstärkern und einem sehr ungesunden Vertrauen in die eigene Halswirbelsäule beantworten. Das dritte Album der Stockholmer tritt nicht höflich ein. Es kommt durch die Tür, bevor jemand sie geöffnet hat.

Früher trug diese Band noch mehr schwarzen Ruß im Gesicht: Blackened Thrash, giftige Kälte, Kellerfeuer, frühe Kreator-Wut, ein wenig Slayer-Wahnsinn, dazu diese nordische Härte, die nie ganz nach Kalifornien riecht, selbst wenn sie Bay-Area-Riffs spielt. Auf Forever Feared haben Eternal Evil ihren Fokus verschoben. Der Schmutz ist nicht weg, aber besser kanalisiert. Die Songs sind klarer, die Thrash-Kante klassischer, der Angriff kontrollierter.

Das klingt immer noch nicht brav, aber es klingt dafür verdammt gezielt. Und genau deshalb funktioniert die Platte so gut: Forever Feared ist kein Retro-Museum mit Bierflecken zerkratztem Vinyl. Es ist ein junger, bissiger Thrash-Bastard, der seine Ahnen kennt, aber genug jugendliches Feuer im Blut hat, um nicht wie ein Verwaltungsakt im Kuttenformat zu wirken.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎧 Was erwartet dich?

Genre(s): Thrash Metal, Old School Thrash Metal, Blackened Thrash.

Vergleichbar mit: einem jungen schwedischen Abrisskommando, das im Bay-Area-Tempel die Kerzen ausbläst, den Exodus-Hammer klaut und ihn anschließend in Stockholm mit schwarzer Farbe überzieht.

Klangfarbe: Forever Feared klingt trocken, scharf und direkt, aber an keiner Stelle dünn. Die Riffs haben nötigen Metallstaub an den Kanten, die Drums schlagen kurz und hart zu, und die Songs bleiben oft gerade lange genug in Bewegung, um nicht als bloße Nostalgieübung durchzugehen. Der alte Blackened-Thrash-Hintergrund liegt noch wie Ruß im Gebälk, doch der Hauptschlag kommt klar aus der klassischen Thrash-Schule.

🔥 Highlights

Forever Feared ist der natürliche Mittelpunkt des Albums. Der Titeltrack bringt genau das zusammen, was Eternal Evil auf dieser Platte stark macht: Tempo, dunklere Melodik, Riffdruck und diesen leichten Hauch von Wahnsinn, der Thrash Metal erst wirklich gefährlich macht. Der Song wirkt wie eine Visitenkarte mit Blutfleck. Nicht revolutionär, aber sehr wirksam. Die Band zeigt hier, dass sie ihren alten Blackened-Thrash-Instinkt nicht verloren hat, ihn aber stärker in klassisches Songwriting einbindet. Das Ergebnis hat Griff, Schub und genügend Nackenbrecherpotenzial, um nicht nur als Albumtrack durchzurutschen.

Eyes Of Wrath ist die direkte Kelle. Kürzer, bissiger, mehr Faust als Architektur. Wenn Forever Feared das zentrale Statement ist, dann ist Eyes Of Wrath der Moment, in dem die Band den Sicherungsriegel entfernt und einfach losrennt. Der Song braucht keine große Erklärung. Er funktioniert über Druck, Geschwindigkeit und dieses herrlich unfeine Gefühl, dass gleich jemand im Pit sein Getränk verliert und danach trotzdem glücklich aussieht. Solche Nummern sind wichtig, weil sie das Album erden. Hier wird nicht lange über Thrash philosophiert. Hier wird gearbeitet.

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I Know, The Fire Burns Inside setzt am Ende noch einmal einen starken Akzent. Der Song hat Länge, Schwung und eine leicht hymnische Energie, ohne in kitschige Heldenpose zu kippen. Gerade als später Albumtrack zeigt er, dass Eternal Evil nicht nur auf kurze Schläge setzen können, sondern auch längere Spannungsbögen tragen. Live dürfte das Ding besonders gut funktionieren. Man hört förmlich, wie sich der Refrain in einem verschwitzten Clubraum nach vorne frisst, während die Gitarren noch einmal alles aus dem alten Maschinenraum holen. Ein starker Abschluss, weil er nicht nur ausrastet, sondern brennt.

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🎨 Artwork

Das Cover von Forever Feared ist herrlich direkt und überragender Eighties-Symbolismus in Thrash: rotes Eternal Evil-Logo, dunkler Hintergrund, Leder, Metall, Nieten, eine würgende Hand, dazu Schlangen als Symbol für Bedrohung, Verrat und innere Gegenwehr. Das ist kein subtiles Bild. Aber Thrash Metal war auch selten die Kunstform für halb angedeutete Gardinenbewegungen.

Das Artwork passt zur Platte, weil es dieselbe Sprache spricht: Kampf, Druck, Enge, Reaktion. Hier wird nicht gejammert, hier wird festgehalten, gepackt, gewürgt, durchgebissen. Der Titel Forever Feared wirkt dadurch weniger wie leere Drohkulisse und mehr wie eine Trotzformel. Man sieht kein großes Konzeptgemälde, keine epische Szenerie, keine philosophische Bildmetapher. Man sieht eine Hand an der Kehle. Und manchmal ist das alles, was nötig ist.


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🪦 Besondere Momente

Der Blackened-Ruß bleibt im Gebälk

Eternal Evil haben ihre frühere Schwärze nicht komplett abgelegt. Sie steht nicht mehr im Mittelpunkt, aber sie färbt die Ränder. Genau das tut dem Album gut. Forever Feared ist klassischer Thrash, aber mit dunklerem Atem.

Die neue Kontrolle schadet nicht

Wo junge Thrash-Bands gern nur Geschwindigkeit mit Überzeugung verwechseln, wirken Eternal Evil hier gereifter. Die Songs haben mehr Struktur, mehr Tempowechsel, mehr innere Führung. Das macht sie nicht zahmer. Es macht sie gefährlicher.

Die rechte Hand kennt keine Gnade

Die Gitarrenarbeit ist der Motor des Albums. Adrian Tobar und Tobias Lindström jagen die Riffs mit viel Energie durch die Songs, ohne nur stumpf auf Dauerfeuer zu setzen. Gerade die kleinen melodischen Widerhaken geben dem Album Farbe.

Nicht jeder Haken bleibt stecken

Die wichtigste Einschränkung: Forever Feared hat noch nicht durchgehend diesen unverwechselbaren Songkern, der aus guten Thrash-Songs sofort Klassiker macht. Manche Riffs glänzen doch ein wenig wie aus der Ahnenhalle. Das ist nicht schlimm, aber hörbar.

Mehr Club als Couch

Diese Platte will nicht im Ledersessel analysiert werden. Sie will in einen engen Raum, auf eine Bühne, vor schwitzende Menschen. Viele Songs wirken bereits auf Platte stark, schreien aber nach Live-Eskalation.

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📜 Hintergrund

Eternal Evil stammen aus Stockholm und gehören zu jener jungen Thrash-Metal-Generation, die den alten Sound nicht neu erfinden will, sondern ihn mit frischem Blut, schnellen Händen und dunklerer Kante wieder anschiebt. Seit ihrer Gründung 2019 hat sich die Band vom stärker blackened geprägten Thrash hin zu einem klassischeren, Bay-Area-näheren Sound entwickelt, ohne die ursprüngliche Giftigkeit völlig zu verlieren.

Forever Feared ist das dritte Album von Eternal Evil und erscheint am 29. Mai 2026 über Listenable Records. Die Platte umfasst neun Songs und kommt auf eine Spielzeit von knapp 40 Minuten.

Die aktuelle Besetzung besteht aus Adrian Tobar an Gitarre und Gesang, Tobias Lindström an der Gitarre, Adam Sjö am Bass und Felix Wahlund am Schlagzeug. Gerade diese Formation wirkt auf Forever Feared hörbar gefestigt: Die Band spielt wilder als viele etablierte Kollegen, aber nicht planlos. Der Angriff hat stets Richtung. Stilistisch bewegt sich das Album zwischen klassischem Thrash Metal, Bay-Area-Schub, früher Teutonen-Schärfe und Resten der alten Blackened-Thrash-Finsternis. Das Ergebnis ist nicht völlig neu, aber verdammt lebendig.

🪓 Fazit: Alte Klingen in jungen Händen

Forever Feared ist kein Album, das seine Vorbilder versteckt. Warum sollte es auch? Eternal Evil tragen ihre Thrash-DNA schließlich ziemlich offen vor sich her. Man hört Exodus, man hört frühe deutsche Schärfe, man hört die alte Schule, man sieht die Poster im Proberaum. Aber entscheidend ist: Die Band klingt nicht wie eine kraftlose Kopie. Sie klingt wie eine junge Truppe, die die alten Regeln verstanden hat und gerade genug eigene Wut mitbringt, um sie nicht nur nachzuspielen.

Das Album hat Druck, Tempo und eine gute innere Dramaturgie. Forever Feared setzt das Zentrum, Eyes Of Wrath tritt direkt in die Rippen, und I Know, The Fire Burns Inside zeigt zum Schluss, dass diese Band mehr kann als kurze Abrissbirnen-Übungen. Dazu kommen starke Nebenmomente wie Triumph Through Pain oder The Mountain’s Gaze, die dem Album zusätzliche Farbe geben.

Ganz oben im Thrash-Olymp stehen Eternal Evil damit noch nicht. Dafür fehlen an einigen Stellen noch die wirklich unausweichlichen Hooks, jene Riffs, die sofort ein eigenes Denkmal aus Bierdosen und Nackenschmerzen bekommen. Aber als drittes Album ist Forever Feared verdammt stark: reifer, fokussierter, druckvoller und abwechslungsreicher, als man es von vielen jungen Retro-Thrash-Bands erwarten darf.

Der entscheidende Unterschied ist simpel: Das hier verwaltet keine Vergangenheit. Es tritt gegen sie an. Und wenn man in Stockholm weiter so entschlossen die Bay-Area-Axt schärft, sollten ein paar alte Helden vorsorglich prüfen, ob ihre Rüstung noch sitzt.

Albumcover von Eternal Evil – Forever Feared: Dunkles Thrash-Metal-Cover mit rotem Eternal Evil-Logo am oberen Rand. Im Zentrum ist eine schwarz behandschuhte Hand mit Nieten und Leder zu sehen, die eine Kehle oder einen Hals packt. Im Hintergrund deuten sich Schlangen und rote Schatten an. Unten steht der Albumtitel Forever Feared.
Künstler:Eternal Evil
Albumtitel:Forever Feared
Erscheinungsdatum:29. Mai 2026
Genre:Thrash Metal
Label:Listenable Records
Spielzeit:ca. 39 Minuten

📺 Offizielles Lyric-Video

📺 Offizielles Lyric-Video

Offizielles Lyric-Video zu „Eyes Of Wrath“Eternal Evil zeigen auf Forever Feared die direkte Abrissseite des Albums: kurzer Anlauf, scharfe Riffs, schwedische Galligkeit und Thrash Metal ohne Sicherheitsabstand.

🎼 Trackliste:

Prelude
The Darkened Sphere
A Soul To Cope
Forever Feared
Eyes Of Wrath
Triumph Through Pain
Stain Of Roses
The Mountain’s Gaze
I Know, The Fire Burns Inside

👥 Besetzung:

Adrian Tobar: Gitarre / Gesang
Tobias Lindström: Gitarre
Adam Sjö: Bass
Felix Wahlund: Schlagzeug

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