Elden Ring im Kino: A24 schickt die Befleckten 2028 ins IMAX

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Ring im Riesenkino

📰 Was ist los?
Die Elden Ring-Verfilmung von Alex Garland hat einen offiziellen US-Kinostart: 3. März 2028. Der Film entsteht bei A24 zusammen mit Bandai Namco und wird für IMAX gedreht. Die Handlung bleibt geheim. Klar ist nur: Die Vorlage führt in die Lands Between, eine zerbrochene Fantasywelt voller Halbgötter, Ruinen, Flüche, Drachen, Grabkeller, grotesker Bosse und sehr viel würdevoller Verzweiflung.

🐛 Was denken wir?
Das ist groß. Und gefährlich. Elden Ring ist nicht einfach ein Spiel mit viel Lore. Es ist ein Trümmerdom aus Mythos, Schmerz, Andeutung und sehr langen Wegen zu sehr gemeinen Gegnern. Daraus einen Film zu machen, ist ungefähr so, als wolle man eine Kathedrale in eine Laterne füllen. Wenn jemand aus diesem Material kein weichgekochtes Heldenmärchen macht, dann eher Alex Garland als irgendein Franchise-Verwalter. Garland kann Atmosphäre. Garland kann Körperhorror. Garland kann Welten, in denen das Schöne schon anfängt zu faulen.

🜏 Elden Ring im Kino: A24 schickt die Befleckten 2028 ins IMAX

Elden Ring bekommt seinen Kinotermin. Alex Garlands Verfilmung des FromSoftware-Epos soll am 3. März 2028 in den US-Kinos starten und wird für IMAX gedreht. Damit ist klar: A24 behandelt die Sache nicht wie eine kleine Prestige-Kuriosität mit Nebelmaschine, sondern wie einen großen dunklen Fantasy-Aufmarsch. Wenn das nicht gut klingt?

Und der Cast wächst weiter: Neben Kit Connor und Ben Whishaw sind nun unter anderem Cailee Spaeny, Tom Burke, Havana Rose Liu, Sonoya Mizuno, Jonathan Pryce, Ruby Cruz, Nick Offerman, Emma Laird und Peter Serafinowicz dabei. Wer wen spielt, bleibt allerdings unter Verschluss. Wahrscheinlich, damit das Netz noch zwei Jahre lang durch die Theorie-Katakomben rollen kann.

🜃 A24 greift nach dem ganz großen Fantasy-Knochen

Für A24 ist Elden Ring ein bemerkenswerter Schritt. Das Studio steht eher für eigenwillige, oft kantige Filme als für klassische Blockbuster-Ware. Mit Elden Ring liegt nun aber ein Stoff auf dem Tisch, der nach gewaltigen Bildern verlangt: goldene Bäume, verfallene Burgen, Albtraumritter, Sumpf, Blut, Sternenmagie und Gegner, die aussehen, als habe ein mittelalterlicher Illuminator drei Wochen nicht geschlafen.

Der IMAX-Hinweis ist deshalb mehr als Marketing. Elden Ring lebt von Größe. Nicht nur von geografischer Größe, sondern von metaphysischer Einschüchterung. Diese Welt muss den Zuschauer klein machen. Wenn Leyndell, Caelid oder der Erdenbaum irgendwann auf der Leinwand auftauchen, darf das nicht wie Kulisse wirken. Es muss wirken wie ein religiöser Fehler mit mächtigem Budget.

🧙 Der Cast: stark, aber noch völlig rätselhaft

Der neue Cast macht neugierig, gerade weil noch niemand weiß, wer welche Rolle übernimmt. Nick Offerman allein reicht schon, um das Fan-Hirn in gefährliche Richtungen zu schicken. Turtle Pope? Godfrey? Ein müder Händler mit kosmischem Augenrollen? Alles möglich. Nichts bestätigt.

Elden Ring als düsteres Fantasy-Epos mit einsamem Krieger, goldenem Weltenbaum, Ruinen und mythischem Verfall.

Ben Whishaw bringt diese fragile, nervöse Tiefe mit, die hervorragend in eine Welt passt, in der jede zweite Figur klingt, als hätte sie gerade einen Fluch geerbt. Cailee Spaeny und Sonoya Mizuno wiederum passen stark zu Garlands Kino: kühl, intensiv, leicht entrückt. Das ist kein Cast, der nach generischer Schlachtenplatte riecht. Eher nach Prestige-Fantasy mit sehr schlechten Aussichten für fast alle Beteiligten.

🐉 Das eigentliche Problem: Elden Ring erzählt nicht normal

Die größte Herausforderung ist nicht das Monsterdesign. Nicht einmal das Budget. Die größte Herausforderung ist die Erzählweise.

Elden Ring erklärt seine Welt nicht brav. Es streut Namen, Ruinen, Gegenstände und Albträume aus und lässt Spieler die Geschichte aus Bruchstücken zusammensetzen. Ein Film kann das nicht eins zu eins übernehmen. Aber er darf es auch nicht völlig glätten.

Wenn Garland daraus eine klassische Quest macht – Held kommt, Ring kaputt, Boss tot, Welt gerettet –, wäre viel verloren. Elden Ring braucht Leerstellen. Es braucht Unklarheit. Es braucht diese leicht fiebrige Ahnung, dass jede Figur früher einmal wichtig war und jetzt nur noch als Echo durch eine kaputte Welt zieht.

Genau darin liegt die Chance. Fantasy im Kino ist oft zu sauber erzählt. Elden Ring darf schmutziger sein. Rätselhafter. Monumentaler. Weniger Erklärbär, mehr Grabinschrift.

🪓 Unser Fazit: Bitte keine Heldenreise mit Baumdeko

Die Elden Ring-Verfilmung wird langsam real: Kinostart 2028, IMAX, A24, Alex Garland, großer Cast. Das ist genug Stoff für ehrliche Vorfreude und berechtigte Nervosität.

Denn diese Vorlage ist kein normales Fantasy-Abenteuer. Sie ist ein Trauermarsch durch eine zerbrochene Götterwelt. Wenn der Film das ernst nimmt, könnte daraus eine der spannendsten Game-Adaptionen überhaupt werden. Wenn nicht, bekommen wir zwei Stunden hübsche Rüstungen, düstere Musik und einen sehr teuren Erdenbaum als animierte Fototapete.

Noch ist alles offen. Aber fürs Erste klingt diese Verfilmung erstaunlich vielversprechend. A24 greift nach dem Ring. Garland steht am Abgrund. Und irgendwo poliert Nick Offerman hoffentlich schon eine Schildkrötenmütze.

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