Creation Of The Gods: Chinas „Herr der Ringe“ landet bei Prime

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Creation Of The Gods: Chinas Göttersaga bei Prime

📰 Was ist los?
Creation Of The Gods: Kingdom Of Storms, erster Teil einer groß angelegten chinesischen Fantasy-Trilogie, ist jetzt im Prime-Video-Abo verfügbar. Der Film basiert auf dem Klassiker Fengshen Yanyi, kostete ordentlich Geld und war in China ein großer Erfolg, international aber eher ein Achtungserfolg.

🐛 Was denken wir?
Kein neues Herr der Ringe, aber ein spannender Ausflug in eine andere Mythologie, der stellenweise beeindruckt und stellenweise überfordert. Wer Lust auf göttliche Palastintrigen mit CGI-Orkan hat, kann hier gut einen Abend versenken, alle anderen schauen neugierig rein und entscheiden nach der ersten Sturmfront.

⚡ Creation Of The Gods: Chinas „Herr der Ringe“ landet bei Prime

Die Marketing-Keule „neues Herr der Ringe“ ist mutig, aber immerhin passiert hier mal etwas außerhalb von Westeros und Mittelerde: Creation Of The Gods: Kingdom Of Storms ist jetzt im Prime-Abo gelandet und bringt chinesische Götterkriege, Fuchsdämonin und XXL-Budget-Fantasy ins Wohnzimmer. Kein Meisterwerk, aber als Blick in eine andere Mythenmaschine durchaus interessant.

🌩 Was „Creation Of The Gods“ eigentlich vorhat

Die Verfilmung basiert auf dem klassischen Roman Fengshen Yanyi, einer Mischung aus Historienstoff, Volksglaube und Götterkrieg, die in China ungefähr den Kulturstatus von Tolkien hat. Geplant ist eine komplette Trilogie mit Gesamtbudget um die 445 Millionen Dollar, Kingdom Of Storms ist Teil eins davon.

Im ersten Film prügelt sich eine vom Fluch bedrohte Dynastie durch Rebellion, Intrigen und Götterintrige, während ein dämonischer Fuchs in Menschenform an der Macht sägt. Optisch gibt es viel Digitalgewitter, Schlachten, fliegende Krieger und Riesengeister – also genau das, was man bekommt, wenn man in China „Gebt uns einen eigenen Fantasy-Blockbuster“ ruft.

🐉 Erfolg in China, Schulterzucken im Westen

Finanziell hat der Auftakt geliefert: rund 370 Millionen Dollar Einspiel weltweit, mehrere nationale Filmpreise und in China ein klarer Treffer im Mainstream.
International sieht es nüchterner aus: solide Kritiken, aber niemand spricht von einer neuen Genre-Offenbarung. Eher: „beeindruckend, wenn es wild wird, verwirrend, wenn die Vorlage durchschimmert“.

Während Teil eins jetzt bei Prime Video bequem nachholbar ist, läuft in China bereits Teil zwei (Creation Of The Gods II: Demon Force), der an den Kassen spürbar schwächer ist – Teil drei ist schon in Arbeit.

🎥 Creation of the Gods I: Kingdom of Storms – Deutscher Trailer

Der deutsche Trailer zu Creation of the Gods I: Kingdom of Storms – göttliche Palastintrigen, Sturmdrache und Fantasy-Blockbuster aus China.

🧙 HDR-Konkurrenz oder doch nur göttlich aufgeblasenes Popcorn?

Die große Frage: Muss man das sehen, wenn man Fantasy liebt?
Unsere Antwort: Wenn du neugierig auf chinesische High Fantasy mit riesigem Budget bist, ja. Wenn du wirklich glaubst, hier den neuen Messias des Genres zu finden, eher nein. Kingdom Of Storms wirkt, als hätten sich Marvel, klassische Wuxia-Filme und ein Götterbestenlisten-Roman im Green-Screen-Studio getroffen und dann gemerkt, dass keiner so richtig weiß, wer hier eigentlich die Hauptfigur ist.

Aber: Besser eine überladene, fremde Mythologie als die hundertste graue Streaming-Welt mit generischem Schicksals-Auserwählten. Und allein der Versuch, ein eigenes „Mythenkino-Universum“ aufzubauen, macht das Projekt für den Fantasykosmos interessanter als die PR-Schlagzeile „Herr-der-Ringe-Konkurrenz“.

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