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Ein Portal mit Verspätung
📰 Was ist los?
Narnia: The Magician’s Nephew startet am 12. Februar 2027 weltweit im Kino und läuft ab 2. April 2027 auf Netflix.
🐛 Was denken wir?
Schade für alle, die schon 2026 Schnee im Kleiderschrank erwartet haben – aber ein großer Kinostart ist für Narnia eindeutig die bessere Tür.
🦁 Netflix verschiebt Narnia: Der Kleiderschrank bleibt bis 2027 abgeschlossen
Manche Portale öffnen sich einfach nicht, wenn man einfach nur davorsteht. Man kann noch so hoffnungsvoll am Kleiderschrank rütteln, an die Rückwand klopfen und leise „Aslan?“ murmeln – manchmal antwortet eben nur Netflix mit einem neuen Starttermin.
Narnia: The Magician’s Nephew kommt später als zunächst erwartet. Greta Gerwigs große Rückkehr in die Welt von C. S. Lewis startet nicht mehr 2026, sondern erst 2027. Für Fantasy-Fans ist das erst einmal die Sorte Nachricht, bei der man kurz enttäuscht in den Wintermantel seufzt. Gleichzeitig steckt in der Verschiebung auch eine ziemlich interessante Wendung: Netflix macht aus Narnia keinen reinen Streaming-Happen, sondern schickt den Film groß ins Kino – inklusive IMAX.
🧙 Warum Das Wunder von Narnia der richtige Einstieg ist
Gerwig beginnt nicht mit dem bekanntesten Narnia-Abenteuer um Lucy, Edmund, Susan und Peter, sondern mit Das Wunder von Narnia. Das ist klug. Der Roman erzählt die Entstehung Narnias, führt Digory und Polly ein, zeigt die ersten Reisen zwischen den Welten und bringt mit Jadis eine der großen dunklen Figuren dieser Mythologie ins Spiel.
Das ist weniger Wiederholung und mehr Ursprungsgeschichte. Keine weitere Runde „Kinder finden Schrank, Löwe brüllt, Hexe friert alles ein“, sondern die Frage: Wie entsteht diese Welt überhaupt? Für eine neue Filmreihe ist das vermutlich der sauberere Zaubertrick.
🎬 Netflix will auch Kino können
Der spannendste Teil der Meldung ist nicht einmal die Verschiebung. Es ist der Kinostart. Netflix behandelt Narnia offenbar nicht wie einen sehr teuren Streamingfilm, der nach drei Tagen im Algorithmus-Nebel verschwindet, sondern wie ein echtes Kinoereignis.

Das ist bei einem Fantasyprojekt dieser Größe auch dringend nötig. Narnia braucht Weite, Licht, Klang, Kreaturen, Wunder und diese besondere Mischung aus Kinderstaunen und religiös-mythologischem Unterbau. Auf dem Tablet zwischen zwei Lieferdienst-Werbungen verpufft so etwas schneller als ein schlecht gelaunter Winterzauber.
💰 200 Millionen Dollar und sehr viel Erwartungsdruck
Über das Budget wird im Bereich von rund 200 Millionen Dollar berichtet. Ob am Ende exakt diese Zahl auf der Abrechnung steht, ist für uns weniger wichtig als die Richtung: Das hier ist kein Nebenprojekt mit etwas CGI-Schnee und sprechendem Waldrand. Netflix und Gerwig wollen offenbar groß denken.
Das macht die Sache reizvoll, aber auch riskant. Narnia ist kein beliebiger Fantasy-Baukasten. Zu viel Kitsch, und es wirkt wie Sonntagsmärchen mit Luxusfilter. Zu viel moderne Ironie, und der Zauber bricht. Zu viel Prestige, und plötzlich steht der Löwe im Kunstnebel und niemand traut sich mehr, einfach Wunder zu zeigen.
🪓 Unser Fazit: Lieber später durch die richtige Tür
Die Verschiebung von Narnia: The Magician’s Nephew ist für Fantasy-Fans natürlich erst einmal ärgerlich. Aber wenn der Preis dafür ein echter weltweiter Kinostart ist, kann man damit leben. Narnia gehört auf die große Leinwand, nicht nur in die Streaming-Leiste zwischen True Crime, Kochshow und irgendeiner Serie, die nach zwei Staffeln kommentarlos verschwindet.
Greta Gerwig ist eine spannende Wahl, weil sie große Gefühle, Popkultur und klare Bilder kann. Ob sie auch Lewis’ eigentümliche Mischung aus Märchen, Theologie, Abenteuer und britischer Kinderzimmer-Melancholie trifft, wird die große Frage.
Bis Februar 2027 bleibt der Kleiderschrank also geschlossen. Aber immerhin sieht es so aus, als würde dahinter nicht nur ein weiteres Netflix-Projekt warten, sondern vielleicht tatsächlich wieder Narnia.



