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Dresdner Donner mit Fantasy-Kante
📰 Was ist los?
Die Dresdner Band Argorok kündigt ihre neue EP Omen für den 12. Juni 2026 an.
🐛 Was denken wir?
EPs reviewen wir zwar nicht regulär, aber Epic Death Metal mit deutschen Texten, düsteren Geschichten, Folk-Färbung und Aello von Harpyie passt gut genug in unseren Klangwald, um kurz mal die Raben aufzuscheuchen.
🐦 Argorok: Omen ruft aus Dresden – Epic Death Metal mit Harpyie-Flügelschlag
Es gibt ja diese Promo-Mails, die klingen nach Tabellenkalkulation mit MP3-Anhang. Davon bekommen wir jeden Tag reichlich. Das ist auch nicht schlimm, meist informativ, oft aber zumindest aufschlussreich. Und dann gibt es Mails, in denen eine Dresdner Epic-Death-Metal-Band höflich anklopft und praktisch sagt: Wir haben Riffs, Nebel, deutsche Texte und ein Harpyie-Feature. Dürfen wir kurz euren Opferkreis betreten?
Dürfen sie.
Argorok veröffentlichen am 12. Juni 2026 ihre neue EP Omen. Die Band kommt aus Dresden, wurde 2020 gegründet und bewegt sich irgendwo zwischen Melodic Death Metal, Epic Death Metal, Folk-Anklängen, Industrial-Druck und dunkler Metal-Wucht. Also ziemlich genau dort, wo ein Schlachtfeld noch nicht weiß, ob es gleich lichterloh brennt oder erst mal nur dramatisch ausgeleuchtet wird.
Nach den Alben Usurpator und Obscurum ist Omen der dritte Release der Band. Besonders spannend: Auf der EP ist Aello von Harpyie als Gast dabei. Das ist natürlich kein kleines Detail, sondern eher der Moment, in dem etwas Großes im Nebel ziemlich heftig mit den Flügeln schlägt.
🧨 Warum das in den Kosmos passt
Argorok sind keine klassische Fantasy-Band, die mit Elbenchroniken, Zwergenbier und Drachenverwaltungsrecht hausieren geht. Da sind die eigenen Statements schon sehr glaubwürdig. Aber ihr Sound trägt genug dramatische Rüstung, um hier nicht wie ein Fremdkörper herumzustehen.

Die Band arbeitet mit symphonischen und folkloristischen Elementen, setzt auf deutsche Texte und verpackt ernste Themen gern in Geschichten aus Gaming- oder Fantasywelten. Das ist kein reiner Tavernen-Folk, sondern eher Musik für den Moment, in dem die Taverne bereits brennt und draußen jemand nach seinem sehr großen Kriegshammer sucht.
Für Fans von Amon Amarth, Varg, Nachtblut, Septicflesh, Equilibrium und Robse dürfte Omen deshalb durchaus interessant werden. Und das gewiss nicht, weil Argorok einfach nach diesen Bands klingen müssen, sondern weil sie dieselbe Grundsehnsucht bedienen: Wucht, Pathos, Dunkelheit, Choräle und das sichere Gefühl, dass gleich jemand „Schicksal“ sagt und danach ein Riff einsetzt.
🐺 Von Usurpator zu Omen
Gegründet wurde Argorok 2020 zunächst als Studioprojekt von Bassist Bill. Schon das Debüt Usurpator verband Death Metal mit Industrial-, Gothic-, Folk- und Epic-Metal-Einflüssen. Ende 2021 wurde daraus eine vollständige Live-Band, 2024 folgte mit Obscurum das zweite Album.
Mit Omen geht es nun weiter. Der Titel ist natürlich dankbar. Ein Omen kann alles sein: Warnung, Versprechen, schlechtes Bauchgefühl oder der Moment, in dem der Rabe auf dem Cover sehr genau weiß, was gleich passiert, aber nichts sagt, weil Raben ja in solchen Dingen keinerlei Fanservice liefern.
Das Artwork macht jedenfalls sofort klar, wohin die Reise geht: düster, kalt, neblig, mit schwarzem Vogel und einer Stimmung zwischen Prophezeiung und heftigem Wetterumschwung. Sehr Fantasykosmos-kompatibel, ohne sich als Fantasy verkleiden zu müssen.
🎧 Die Songs auf Omen
Omen umfasst vier Tracks und setzt schon bei den Titeln nicht gerade auf Blumenwiese und Kräutertee:
01 Ambrosia
02 Enklave feat. Aello
03 Stadt der Tränen
04 Götterdämmerung
🎬 Video zu Argorok: Götterdämmerung
Wer schon einmal prüfen möchte, wie viel Donner da aus Dresden kommt: Argorok liefern mit Götterdämmerung genau jene Mischung aus Epic Death Metal, düsterem Pathos und martialischer Wucht, die erklärt, warum die Band in unseren Klangwald passt.
🪓 Unser Fazit: Keine Review, aber ein klares Lebenszeichen
Omen bekommt bei uns keine klassische EP-Review, weil wir das Format ja bekanntlich bewusst enger halten. Aber als News ist das Ding absolut jede Zeile wert. Eine Band schreibt direkt, liefert stimmiges Material, bringt ein Harpyie-Feature mit und bewegt sich musikalisch in einer Zone, in der Death Metal und dunkle Fantasy-Atmosphäre ohnehin gern dieselbe Fackel tragen.
Ob Omen am Ende eher finsterer Schlachtgesang, mehr Nebelmaschine oder in erster Linie melodischer Abriss wird, hören wir dann im Juni. Bis dahin gilt: Dresden schickt ein Zeichen. Der Rabe sitzt schon auf dem Cover. Und irgendwo im Hintergrund zieht wahrscheinlich jemand sehr langsam ein rostiges Tor auf.
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