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🏛️ The Daily Meme #080 – Alben, die Fantasy-Geschichte machten: The Dark Side of the Rune


Boneys Logbuch-Eintrag
Position: Runenstudio 3, Abtei der Akustik, Abteilung »Licht bewegt sich hier bitte ordentlich«.
Wetter: Draußen Nacht. Drinnen Dauerflimmern. Ein Prisma summt leise, als hätte es einen Steuerbescheid gefressen.
Lagebericht:
Es gibt Alben, die erklären dir die Welt.
Und es gibt Alben, die nehmen die Welt, halten sie gegen ein Prisma und zeigen: Alles zerfällt in Farben, sobald man mal genauer hinsieht.
The Dark Side of the Rune ist genau so ein Ding.
Ein einziger Lichtstrahl. Ein Runenprisma. Dann kommt hinten ein Regenbogen raus, der aussieht, als hätte jemand Zeit, Gold, Angst, Krieg und Kopfkino in einem Kessel aufgekocht.
Pynk Floy’d waren dabei keine Band, sondern eine akustische Behörde: streng, seltsam, großartig.
Man darf das Album nicht einfach hören. Man muss es durchstehen – und fühlt sich danach überraschend sauber durchleuchtet.
Studio-Trivia
Aufgenommen wurde im Kloster Strahlenschein, weil dort der seit Jahrhunderten Dauernebel als Nebenprodukt zu viel Weihrauch herrschte.
Produzent: Bruder Prismatius, ein Tonmagier, der jeden Take mit dem Satz beendete: „Noch einmal, aber diesmal mit weniger Seele.“
Fun Fact: Das Prisma im Cover soll aus dem Glas eines zerbrochenen Sternenauges geschliffen sein. Es trägt Runen, die offiziell »dekorativ« sind und inoffiziell deine Gedanken sortieren wie Besteck.
Bandmitglieder (Zwischenreich-Edition):
Gylmor der Saitenlichtner (Gitarre, Blick in Abgründe)
Watrik Trommelfels (Schlagwerk, Herzschlagverwaltung)
Rykus Silberbart (Bass, tiefe Wahrheit)
Syd der Nebelpoet (früher dabei, später in einer verrückt aussehenden Wolke verschwunden)
Trackliste
1) »Sprich zu mir, Prisma«
2) »Atme, du Welt«
3) »Renn (die Amtsstube kommt)«
4) »Zeit, du Räuber«
5) »Die große Kasse«
6) »Wir und der Rest«
7) »Jeder hat sein kleines Messer«
8) »Hirnrisse in Mondlicht«
9) »Der Mond ist nur ein Deckel«
10) »Eklipse: Alles gleichzeitig«
Boneys Urteil
The Dark Side of the Rune ist das Album, das man auflegt, wenn man herausfinden will, ob man überhaupt noch ein funktionierendes Innenleben hat.
Ein Prisma. Ein Strahl. Ein Spektrum. Und irgendwo darin steht plötzlich: Wir sind alle nur ein Lichtstrahl, der bei der ersten Berührung in Probleme zerfällt.
Abschließende Notiz an musikgeschichtlich komplett ahnungsloses Poser-Volk
Wenn dir jemand erzählt, Minimalismus sei langweilig:
Zeig dieses Prisma, lass ihn durchsehen.
Und sag: „Ein Strahl reicht. Der Rest passiert von ganz allein.“
Morgen wiederkommen.
Dann würdigen wir vielleicht „Rumours of the Root“ – jenes Werk, bei dem selbst Waldgeflüster klingt, als hätte es heimlich Intrigen studiert und noch einen Kräuterlikör drübergekippt.



