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Arnie holt Conan aus dem Altersheim
📰 Was ist los?
Arnold Schwarzenegger hat beim Arnold Sports Festival erklärt, dass „King Conan“ aktuell entwickelt werde. Laut den zitierten Aussagen sei Christopher McQuarrie als Autor und Regisseur vorgesehen, und die Geschichte handle von einem gealterten Conan, der nach 40 Jahren als König gestürzt wird und in ein Reich aus Gewalt, Magie und Kreaturen zurückkehrt. Offiziell vom Studio bestätigt ist das Projekt bislang nicht.
🐛 Was denken wir?
Das ist entweder der würdige Spätwerk-Barbar, auf den das Genre nie zu hoffen wagte, oder der nächste Museumsbesuch mit CGI-Felllappen. Aber ein altersgerechter Conan ist als Idee deutlich interessanter als der hundertste glattgebügelte Franchise-Zombie.
👴 Conan im Spätherbst: Wenn das Seniorenschwert ruft
Hollywood hat mal wieder tief in die Truhe mit Altmetall gegriffen und dabei tatsächlich einen Barbarenkönig herausgezogen. Arnold Schwarzenegger erklärte am Wochenende, dass „King Conan“ wieder in Bewegung sei und sogar schon ein prominenter Filmemacher an Bord sein soll. Laut den von mehreren Branchenmedien zitierten Aussagen soll Christopher McQuarrie schreiben und inszenieren. Eine offizielle Bestätigung von 20th Century Studios gibt es bisher allerdings nicht. Genau deshalb riecht die Sache zugleich nach Verheißung und nach dem vertrauten Mief jahrzehntealter Entwicklungshölle.
🏛️ Ein König, ein Exil, ein sehr altes Bizeps-Versprechen
Der spannendste Teil an Arnolds Aussagen ist gar nicht der Nostalgie-Faktor, sondern der Ansatz. Schwarzenegger sagt ausdrücklich, man schreibe die Rolle nicht so, als wäre er vierzig, sondern altersgerecht. Das passt, denn Dark Horizons verweist in seiner Berichterstattung auch darauf, dass Schwarzenegger inzwischen 78 Jahre alt ist. Der Film soll also offenbar nicht so tun, als könne die Zeit einfach mit ein paar schicken Fellstiefeln kaschiert werden. Das ist für Hollywood fast schon ein Akt der Reife.
Auch die Story, die Arnold anreißt, ist zumindest brauchbar: Conan war vierzig Jahre König, wird dann aus seinem Reich gedrängt und muss sich noch einmal zurückkämpfen. Das ist keine dumme Prämisse. Im Gegenteil. Wenn man daraus keine peinliche Rentner-Action macht, sondern eine melancholische Spätfantasy über Macht, Alter und Rückkehr, könnte das tatsächlich mehr werden als nur ein weiterer Achtziger-Aufguss mit digitalem Muskelöl.
🗡️ 42 Jahre später ist der Barbar immer noch nicht tot
Der Zeitabstand allein ist schon herrlich absurd. „Conan the Barbarian“ kam 1982 in die Kinos, „Conan the Destroyer“ folgte 1984. Seitdem geistert die Idee eines dritten Arnold-Conan immer wieder durch die Wüste der gescheiterten Projekte. Dark Horizons erinnert daran, dass es bereits in den frühen 2000ern einen Anlauf für „King Conan: Crown of Iron“ gab, der nie zustande kam. Das hier wäre also nicht einfach eine späte Fortsetzung, sondern die x-te Wiederbelebung eines Mythos, der Hollywood seit Jahrzehnten nicht loslässt.
Gerade deshalb sollte man den Met mit etwas Vorsicht trinken. Im Moment beruht die ganze Sache auf Arnolds Aussagen, die über TheArnoldFans in Umlauf kamen und dann von Seiten wie ComicBook, Dark Horizons und Moviepilot weitergetragen wurden. Das ist mehr als bloß irgendein Forumsgemurmel, aber eben noch keine offizielle Studio-Ansage mit Logo, Termin und Hochglanzposter. Wer also schon das Schlachtross sattelt, sollte zumindest wissen, dass das Tor zur Produktionswirklichkeit noch nicht offen steht.
🎬 McQuarrie wäre die eigentliche Überraschung
Falls die McQuarrie-Personalie stimmt, ist das die eigentliche Nachricht. Der Mann hat zuletzt vor allem die großen Mission: Impossible-Filme mit Tom Cruise geprägt und steht nicht gerade im Ruf, beiläufig irgendeinen Fantasy-Friedhof auszugraben. Gerade deshalb wirkt der Name so seltsam passend. Ein gealterter Conan braucht keinen Regisseur für sterile Superheldengymnastik, sondern jemanden, der Pathos, Tempo und Gravitas zusammenhalten kann. Ob McQuarrie das hier wirklich macht, bleibt offen. Aber als Signal wäre es deutlich interessanter als das übliche „Wir bringen die Legende zurück“.
🪓 Unser Fazit: Bitte kein Barbaren-Museum
Die Witzfassung der Meldung schreibt sich natürlich fast von selbst: Opa Conan schultert noch einmal das Seniorenschwert, sortiert die Bandscheiben und haut ein paar Dämonen kurz vor dem Mittagsschlaf entzwei. Aber ehrlich gesagt steckt in der Sache mehr als nur Klamauk. Ein alter Conan ist als Figur potenziell stärker als ein junger. Weniger Muskelmärchen, mehr Schicksal. Weniger Poser-Poster, mehr König im Verfall.
Genau deshalb wäre es schade, wenn Hollywood daraus bloß den nächsten Nostalgie-Zombie schnitzt. Wenn „King Conan“ kommt, dann bitte nicht als Museumstour durch das eigene Franchise, sondern als richtige Spätwerk-Fantasy mit Würde, Wut und ein paar Falten im Stahl. Sonst bleibt am Ende nur ein Mythos, der noch einmal aus dem Grab gezerrt wurde, damit das Studio schauen kann, ob er sich an der Kasse noch bewegt.



