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Selbst der Weltuntergang braucht Buchhaltung
📰 Was ist los?
Die offizielle Warhammer-40.000-App wurde für die neue Edition erweitert. Das War Journal verwaltet Missionen und Siegpunkte, verbundene Spieler können gegenseitig Armeelisten und Regeln einsehen, während Battle Forge neue Detachments und Punktwerte erhält.
🐛 Was denken wir?
Mehr Übersicht während einer Partie ist dringend willkommen. Im finsteren 41. Jahrtausend gibt es weiterhin nur Krieg, aber wenigstens muss niemand mehr den Spielstand auf der Rückseite einer Pizzakarte verwalten.
📱 Warhammer 40.000 verwaltet den Weltuntergang jetzt per App
Im finsteren 41. Jahrtausend gibt es nur Krieg. Krieg mit Würfeln, Maßbändern, Armeelisten, Sonderregeln, Punktwerten und gelegentlichen Diskussionen darüber, ob jener schwer bewaffnete Plastikmutant nun wirklich noch zwei Millimeter näher am Missionsziel steht.

Passend zur neuen Edition von Warhammer 40.000 wurde deshalb auch die offizielle App gründlich überarbeitet. Sie soll während einer Partie nicht länger bloß als digitales Regelregal dienen, sondern Missionen vorbereiten, Spielstände verwalten und sogar zeigen, welche taktische Gemeinheit der Gegner als Nächstes aus seiner Armeeliste ziehen könnte.
🎬 Die neue Warhammer-40.000-App
Das offizielle Video erklärt das War Journal, die Punkteverwaltung, verbundene Armeelisten und die neuen Funktionen für die aktuelle Edition.
📊 Das War Journal zählt den Untergang mit
Die größte Neuerung trägt den angenehm martialischen Namen War Journal. Dort lassen sich Missionen anhand der gewählten Force Dispositions erzeugen, Geländeaufstellungen und Aufmarschzonen auswählen sowie die erkämpften Siegpunkte während der Partie festhalten.
Das klingt zunächst weniger eindrucksvoll als ein orbitales Bombardement, dürfte am Spieltisch aber deutlich häufiger gebraucht werden. Gerade größere Schlachten erzeugen neben zerstörten Panzern schließlich auch einen beachtlichen Verwaltungsapparat aus Missionszielen, Sonderpunkten und handschriftlichen Notizen, die spätestens in Runde vier aussehen wie ein abgefangener Funkspruch der Orks.
Die App bündelt diese Aufgaben an einem Ort. Dadurch bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: Figuren verschieben, Würfel verfluchen und dem Gegner erklären, weshalb der eben vernichtete Trupp ohnehin nur Teil eines überlegenen strategischen Plans gewesen sei.
👁️ Der Feind steckt jetzt im eigenen Smartphone
Besonders praktisch ist die neue Verbindung zwischen den Geräten beider Spieler. Nach der Synchronisierung lassen sich die gegnerische Armeeliste, Einheitenprofile, Regeln und Stratagems auf dem eigenen Bildschirm einsehen.
Das könnte einige jener Überraschungen entschärfen, bei denen eine vermeintlich weit entfernte Einheit plötzlich vorrückt, angreift und eine sorgsam aufgebaute Verteidigung in dekoratives Schlachtfeldmaterial verwandelt. Der Gegner bleibt weiterhin gefährlich, muss seine Sonderregeln künftig aber weniger erfolgreich unter einem Stapel Datenblätter tarnen.
Natürlich beseitigt digitaler Zugriff nicht sämtliche Regeldiskussionen. Er verlagert sie lediglich auf einen besser beleuchteten Bildschirm. Im Imperium nennt man so etwas vermutlich Fortschritt.
⚙️ Battle Forge bekommt neue Marschbefehle
Auch der Armeebaukasten Battle Forge wurde für die neue Edition aktualisiert. Enthalten sind die neuen Detachments, Force Dispositions und die überarbeiteten Punktwerte aus dem Munitorum Field Manual. Bereits freigeschaltete Codex-Inhalte bleiben erhalten, sodass vorhandene Armeen nicht erneut aus dem Datenwarp geborgen werden müssen.
Zusätzlich ist die App mit Best Coast Pairings verbunden. Turnierspieler können ihre Armeelisten und Ergebnisse dadurch über ihr MyWarhammer-Konto direkt einreichen. Selbst der galaktische Vernichtungskrieg kommt inzwischen also nicht mehr ohne synchronisierte Benutzerkonten aus.
Das Munitorum Field Manual steht zugleich als laufend aktualisierte Online-Version bereit. App und Punktedaten sollen gemeinsam aktualisiert werden, damit zumindest alle nach denselben Zahlen verlieren.
🇩🇪 Grimdark spricht jetzt auch Deutsch
Erstmals erhält die App eigene Bereiche auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch. Zum Start sind allerdings nur die Grundregeln und die Inhalte für Combat Patrol übersetzt. Weitere Fraktionsregeln sollen mit den kommenden Codex-Veröffentlichungen folgen.
Für deutsche Spieler ist das trotzdem ein wichtiger Schritt. Warhammer-Regeln können bereits in der Muttersprache wirken, als seien sie von einem Verwaltungsausschuss des Adeptus Mechanicus nach dreitägiger Weihrauchvergiftung formuliert worden. Der ständige Wechsel zwischen deutschen Erklärungen und englischen Fachbegriffen hat die Sache bislang nicht unbedingt übersichtlicher gemacht.







