Tygers Of Pan Tang – Electrifyed (Review)

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Tygers Of Pan Tang – Electrifyed

🧿 Kurzfazit
Electrifyed ist klassischer britischer Heavy Metal mit kräftigerer Produktion, starken Gitarren und einer erstaunlich stabilen Songdichte. Tygers Of Pan Tang setzen auf Riffs, Melodien und eingängige Refrains, ohne sich mit künstlicher Modernisierung lächerlich zu machen. Der große neue Jahrhundert-Hit fehlt möglicherweise, doch als geschlossenes Album funktioniert das Ding ausgesprochen gut.

🎯 Für wen?
Für Hörer, die NWOBHM, klassischen Heavy Metal und melodischen Hard Rock mögen und keinen Beweis mehr brauchen, dass ein gutes Gitarrenriff auch 2026 noch ohne sieben Effektketten und mathematischen Unterbau funktioniert. Wer Saxon, Diamond Head, Praying Mantis, frühe Def Leppard oder natürlich die klassischen Tygers selbst mag, dürfte hier sehr schnell zuhause sein.

🎧 Vergleichbar mit
Am nächsten stehen weiterhin Saxon, Praying Mantis, Diamond Head und die melodischere Seite der klassischen NWOBHM. Dazu kommen Hard-Rock-Anteile, die stellenweise an späte Siebziger und frühe Achtziger erinnern. Die Tygers wirken dabei weniger rau als einige ihrer damaligen Weggefährten und setzen stärker auf melodische Gitarrenarbeit und klare Refrains.

🎼 Highlights
Rise Up!, Dark Divinity, Electrifyed, The Nail

⛔ Für wen eher weniger geeignet?
Wer nur dann von „relevant“ spricht, wenn eine Band ihr komplettes Klangbild zerlegt, wird hier wenig finden. Electrifyed ist absolut traditionsbewusst. Die Stärke liegt in der Ausführung und in der Dichte guter Songs, nicht in stilistischen Überraschungsmanövern.

Albumcover von Tygers Of Pan Tang – Electrifyed: Dunkle Gewitterlandschaft mit zahlreichen Blitzen. Fünf riesige Tigerköpfe erscheinen in den Wolken, während ein einzelner Tiger auf einem Felsen im Vordergrund steht. Bandlogo und Albumtitel leuchten hellblau vor dem dunklen Himmel.

Tygers Of Pan Tang – Electrifyed: Alte Kabel, höhere Spannung

Fünf Tigerköpfe brechen aus schwarzen Gewitterwolken, Blitze zucken durch den Himmel, und unten steht ein einzelner Tiger auf einem Felsen, als hätte jemand beschlossen, sämtliche denkbaren Bedeutungen des Wortes „elektrisiert“ gleichzeitig auf ein Albumcover zu packen. Nee, nee … subtil ist das nicht. Aber bei den Tygers Of Pan Tang wäre subtile Bildsprache ungefähr so passend wie ein elegant geschwungener Jazzbesen im Intro zu Gangland.

Das Entscheidende an Electrifyed liegt ohnehin nicht im Blitzgewitter. Wir finden es eher in der Tatsache, dass eine Band, die seit Ende der Siebziger existiert, 2026 noch einmal ausdrücklich härter klingen will. Das selbst gesetzte Motto beim Schreiben und Aufnehmen lautete sinngemäß: je härter, desto besser. Gleichzeitig sollte die melodische Seite erhalten bleiben, die den Tygers-Sound seit Jahrzehnten prägt. Genau diese Spannung trägt das Album.

Das könnte fürchterlich nach Alterswerk aus dem Katalog der üblichen Verdächtigen klingen: alte Helden, neuer Produzent, ein bisschen mehr Druck auf den Gitarren, anschließend zehnmal die Versicherung, dass hier niemand seiner Vergangenheit hinterherläuft. Da fehlt dann nur noch das bekannte Das ist garantiert jetzt bestimmt die letzte Tour, wirschwörens!

Electrifyed ist in dieser Hinsicht dann doch sehr viel interessanter. Die Platte versucht erst gar nicht, Jugend zu simulieren. Sie nimmt das eigene Vokabular ernst: schwere Riffs, Twin-Gitarren, klare Refrains, melodischer Hard Rock, NWOBHM-DNA und diese typisch britische Mischung aus Härte und Eleganz. Gleichzeitig klingt vieles kompakter und muskulöser als zuletzt. Mit John Foottit steht erstmals ein neuer Gitarrist neben Gründungsmitglied Robb Weir auf einem Studioalbum, und genau diese neue Achse gibt der Platte einen erheblichen Teil ihrer Energie.

Die Tygers müssen also nichts revolutionieren. Sie müssen nur beweisen, dass man die Spannung auch in alten Leitungen duurchaus ziemlich krass hochdrehen kann. Nun denn, Schalter umgelegt und ab geht’s.

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🎧 Was erwartet dich?

Genre(s): Heavy Metal, NWOBHM, Hard Rock

Musikalische Einordnung: Electrifyed steht mit beiden Füßen in jener Musik, die Tygers Of Pan Tang einst selbst mitgeprägt haben. Die späten Siebziger stecken in den Hard-Rock-Wurzeln, die frühen Achtziger in den Gitarrenharmonien, der Direktheit und dieser britischen Mischung aus Schärfe und Melodie. Robb Weir beschreibt das Album selbst als Heavy Metal, der in den späten Siebzigern getränkt, mit den Achtzigern gewürzt und für die Gegenwart gedacht sei. Das trifft den Charakter doch ziemlich gut.

Die Platte wirkt dabei etwas härter und kompakter als bloße Retro-Pflege das verlangen würde. Rise Up! setzt gleich zu Beginn auf einen energischen Vorwärtsdrang, Dark Divinity zieht dunklere Farben hinein, The Nail arbeitet schwerer und grooviger, während The Fight Goes On wieder deutlich eingängiger und offener klingt. Genau diese kleinen Verschiebungen verhindern, dass die zehn Songs ineinanderlaufen.

Wichtig ist die neue Gitarrenpartnerschaft. John Foottit spielt auf Electrifyed erstmals auf einem Tygers-Studioalbum und ergänzt Weir erstaunlich selbstverständlich. Die Twin-Guitar-Arbeit trägt viele der stärksten Momente der Platte, ohne sich in Solo-Schaulaufen zu verlieren. Leads, Harmonien und Riffs dienen meist dem Song. Das klingt banal, ist aber bei klassischem Heavy Metal fast die wichtigste Disziplin überhaupt.

Klangbild: Produzent Marco Angioni gibt der Platte einen kräftigen, modernen Sound, ohne ihr die historische Herkunft auszutreiben. Die Gitarren stehen breit und druckvoll, Bass und Schlagzeug bekommen genug Gewicht, und Jack Meilles Stimme sitzt klar über dem Geschehen. Gerade die härteren Stücke profitieren davon, weil der Sound ordentlich schiebt, ohne in künstliche Überkompression zu kippen.

Meille bleibt dabei einer der großen Pluspunkte. Seine Stimme hat genug Kraft für die härteren Nummern, aber auch genügend Melodie und Wärme für Stücke wie Forevermore. Er muss den Songs nichts aufzwingen. Gerade diese Unaufgeregtheit passt zur ganzen Platte: Electrifyed will definitiv kraftvoll klingen, aber eben nicht zwanghaft jung. Das ist ein ziemlich wichtiger Unterschied.

🎬 Offizielles Video

Offizielles Video zu Electrifyed – der Titeltrack von Tygers Of Pan Tangs neuem Album Electrifyed, mit kräftigem NWOBHM-Riffing, Twin-Gitarren und einem Refrain, der sehr genau zeigt, wie die Band 2026 klingen möchte. Bereitgestellt vom offiziellen Mighty Music-Kanal auf YouTube:

⚡ Vier Entladungen aus dem Verstärkerraum

Rise Up!

Schon der Opener macht klar, dass das Album nicht mit dem üblichen freundlichen Händedruck einer verdienten Altband beginnt. Rise Up! geht direkt auf Zug, die Gitarren sitzen breit, Craig Ellis treibt ordentlich nach vorne, und Jack Meille klingt vom ersten Refrain an so, als habe hier niemand vor, sich nett gemütlich einzurichten.

Der Song funktioniert gerade deshalb, weil er nichts beweisen will. Kein künstliches Tempo, kein hektisches Modernitätsabzeichen, kein verzweifelter Versuch, nach 25 zu klingen. Stattdessen spielt die Band klassischen Heavy Metal mit Überzeugung und genügend Schub, dass die Altersfrage nach wenigen Minuten komplett uninteressant wird. Genau das sollte Opening-Track leisten. Tür auf. Strom an. Ab die Post!.

Dark Divinity

Dark Divinity bringt eine andere Farbe hinein. Das Stück wirkt schwerer, dunkler und etwas breiter gebaut als die geradlinigeren Nummern. Vor allem die Gitarren bekommen hier mehr Raum, und das Zusammenspiel von Weir und Foottit zeigt, weshalb die neue Besetzung so gut funktioniert.Die Riffs tragen Gewicht, die Melodien bleiben klar, und das Solo wirkt nicht wie eine nachträglich angeheftete Pflichtübung. Der Song besitzt dadurch mehr Atmosphäre als viele der klassischeren Heavy-Metal-Stücke auf dem Album.

Gerade solche Nummern sind wichtig, weil sie zeigen, dass Electrifyed nicht nur durch Geschwindigkeit und Refrains lebt. Die Tygers können immer noch dunkel werden, ohne dafür plötzlich auf Doom-Metal-Hände zu machen.

Electrifyed

Der Titeltrack ist das offensichtliche Zentrum der Platte und gleichzeitig ein schönes Beispiel dafür, wie sehr Tygers Of Pan Tang auf ihre Kernkompetenzen vertrauen. Das Hauptriff stammt von Robb Weir, und schon nach wenigen Sekunden versteht man, weshalb der Song zum Albumtitel wurde. Er besitzt diesen unmittelbaren Vorwärtsdrang, den klassischer Heavy Metal braucht, damit ein Refrain später überhaupt Wirkung entfalten kann. Die Gitarren greifen sauber ineinander, Meille legt eine klare Melodie darüber, und die Rhythmusgruppe sorgt dafür, dass das Stück nie zu glatt wirkt. Der Song wurde bereits im Mai als erste Single veröffentlicht.

Inhaltlich dreht sich alles um Elektrizität, Todesstrafe und den Moment zwischen Leben und endgültigem Abschalten. Das gibt dem Titel eine deutlich düsterere Ebene, als das Blitzgewitter auf dem Cover zunächst vermuten lässt. Der Song funktioniert also nicht bloß als hübsches Wortspiel mit Gitarrenstrom. Da hängt jemand tatsächlich am Kabel.

The Nail

The Nail ist für mich einer der interessantesten Songs der Platte, weil er sich etwas Zeit nimmt. Das Tempo sinkt, die Riffs werden schwerer, und plötzlich klingt die Band fast so, als hätte jemand die NWOBHM-Maschine in einen niedrigeren Gang gezwungen. Gerade dadurch bekommt das Stück Gewicht. Die Gitarren wirken massiver, das Schlagzeug drückt, und das Solo fügt sich erstaunlich gut in die düstere Grundstimmung ein. Kein Spektakel, kein hektisches Herumturnen auf dem Griffbrett. Das Stück zeigt sehr schön, dass Härte nicht automatisch Geschwindigkeit braucht. Manchmal reicht es, wenn ein Riff lang genug stehenbleibt.

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🎨 Artwork

Das Cover von Electrifyed verzichtet natürlich vollständig auf Zurückhaltung. Über einem felsigen Hügel tobt ein Gewitter. Fünf Tigerköpfe brechen aus den Wolken, Blitze verbinden Himmel und Erde, während unten ein einzelner Tiger auf einer Anhöhe steht und in die elektrische Apokalypse blickt. Das Bandlogo leuchtet hell über der Szene, der Albumtitel sitzt darunter wie eine Warnanzeige.

Das Artwork stammt erneut von Andy Pilkington / Very Metal Art, der bereits für frühere Tygers-Veröffentlichungen gearbeitet hat. Interessant ist, wie direkt das Bild die gesamte Bandidentität zusammensetzt. Tiger, Elektrizität, dramatischer Himmel, klassische Metal-Ästhetik, hier gibt es keine ironische Distanz. Das Cover meint das alles ernst und darum passt es eben auch perfekt. Es sieht aus wie ein Motiv, das 1982 genauso hätte funktionieren können, nur mit moderner digitaler Wucht.

Der kleine Tiger im Vordergrund ist dabei fast die schönste Idee. Über ihm erscheinen fünf riesige Köpfe wie eine elektrische Ahnenversammlung. Man kann das durchaus als Bild für die Band selbst lesen: unten steht die heutige Inkarnation, darüber tobt die ganze Geschichte mit. Vielleicht ist das mehr Symbolik, als das Artwork beabsichtigt. Aber bei fünf Gewittertigern darf man ja auch ruhig mal großzügig sein.

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🪦 Besondere Momente

Die neue Gitarrenachse funktioniert

John Foottit spielt auf Electrifyed erstmals auf einem Tygers-Studioalbum. Gerade deshalb war die Frage spannend, ob seine Zusammenarbeit mit Robb Weir nur funktioniert oder dem Sound tatsächlich neue Energie gibt. Die Antwort fällt positiv aus. Beide Gitarren ergänzen sich gut, und besonders in den dunkleren oder melodischeren Nummern entsteht eine erstaunlich geschlossene Twin-Guitar-Arbeit.

Härter werden, ohne das Gespür für Melodien zu verlieren

Klar, das Schreibmotto „je härter, desto besser“ hätte leicht schiefgehen können. Eine Band mit solcher Geschichte braucht keinen künstlichen Härtegrad, um relevant zu wirken. Entscheidend ist, dass die Tygers ihre melodische Seite behalten. Genau daraus entsteht der Reiz des Albums: mehr Druck, aber weiterhin sofort erkennbare Refrains und Gitarrenharmonien.

Kein einzelner Song muss das ganze Album retten

Electrifyed lebt stark von seiner Konstanz. Das ist vielleicht weniger spektakulär als ein einzelner Überhit, aber auf Albumlänge enorm wertvoll. Die Platte fällt selten deutlich ab und funktioniert deshalb erstaunlich geschlossen. Gerade bei einer Band mit jahrzehntelangem Katalog ist das alles andere als selbstverständlich.

Vergangenheit als Werkzeug, nicht als Museum

Die Tygers machen aus ihrer NWOBHM-Herkunft keinen nostalgischen Schaukasten. Sie benutzen sie weiter. Das ist wahrscheinlich der wichtigste Unterschied zwischen einer lebendigen Traditionsband und einer Gruppe, die nur noch ihre eigene Vergangenheit aufführt. Electrifyed klingt vertraut, aber nie wie eine historische Vorführung.

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📜 Hintergrund: Fast fünf Jahrzehnte und immer noch unter Strom

Tygers Of Pan Tang entstanden 1978 in Whitley Bay im Nordosten Englands und gehören zu jener frühen Generation britischer Heavy-Metal-Bands, aus der später der Begriff New Wave Of British Heavy Metal hervorging. Robb Weir ist bis heute die Konstante der Band, während sich die Besetzung über die Jahrzehnte mehrfach verändert hat.

Mit Jack Meille am Gesang, Craig Ellis am Schlagzeug, Huw Holding am Bass und nun John Foottit an der zweiten Gitarre hat sich längst eine eigene moderne Phase der Tygers entwickelt. Bloodlines erschien 2023, 2024 folgte das Livealbum Live Blood, nun kommt mit Electrifyed der nächste reguläre Studiolangspieler. Die Band veröffentlicht weiterhin über Mighty Music.

Für das neue Album arbeitete die Gruppe erneut mit Marco Angioni zusammen, der den kraftvolleren, zeitgemäßen Sound umsetzte. Die Platte erscheint am 11. September 2026 auf CD, digital sowie auf mehreren Vinylvarianten, darunter schwarzes Vinyl sowie blaue und orangefarbene Splatter-Ausgaben.

Ach so … ja, das natürlich noch zum Thema, warum wir gar keine andere Wahl hatten, als das Album zu reviewen: Der Name Tygers Of Pan Tang führt uns nämlich direkt in die Fantasy. Er stammt aus Michael Moorcocks Elric-Zyklus. Pan Tang ist dort ein düsteres Inselreich, dessen Zauberer Tiger halten. Ausgerechnet eine der klassischen NWOBHM-Bands trägt also seit Ende der Siebziger einen Namen, der tief im Sword-&-Sorcery-Kosmos verwurzelt ist. Alles klar, oder?

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🌩️ Was bleibt, wenn sich die Gewitter verzogen haben?

Electrifyed ist ein gutes Beispiel dafür, wie schwer es geworden ist, klassische Heavy-Metal-Alben fair zu beurteilen. Wenn eine junge Band genau so klingt, heißt es schnell Retro. Wenn eine alte Band genau so klingt, wie sie schon immer klang, heißt es schnell Stillstand.

Tygers Of Pan Tang umgehen dieses Problem, indem sie die ganze Debatte weitgehend ignorieren. Sie schreiben Riffs, bauen Refrains darum, setzen zwei Gitarren gegeneinander und sorgen dafür, dass die Produktion genügend Druck besitzt. Das klingt banal, funktioniert aber deshalb, weil die Band ihre Sprache verdammt gut kennt.

Der große Vorteil von Electrifyed liegt in der Songdichte. Rise Up! eröffnet stark, Dark Divinity bringt Schatten hinein, der Titeltrack liefert den offensichtlichen Stromstoß, The Nail verlangsamt das Ganze geschickt, und auch Stücke wie The Fight Goes On oder Dark Skies halten den Fluss stabil. Die Platte hat allerdings auch eine Grenze. Ihr fehlt womöglich jener eine Song, bei dem sofort klar ist, dass er künftig neben Wild Cat, Hellbound oder Gangland im historischen Regal stehen muss. Viele Stücke sind stark, manche sogar wirklich gut, aber der eine neue Klassiker springt nicht zwingend sofort heraus.

Das schmälert das Album weniger, als man zunächst denkt. Klingt blöd? Mhm, ja, vielleicht, aber wohl nur, weil man den falschen Maßstab anlegt. Eine Band, die seit fast fünf Jahrzehnten existiert, muss nicht mit jeder neuen Platte ihre eigene Vergangenheit besiegen. Warum sollte sie so dumm sein? Sie muss einfach nur einen Grund liefern, warum man heute noch zuhören sollte.

Electrifyed liefert diesen Grund. Die Tygers spielen Heavy Metal mit Energie, Haltung und einem bemerkenswert guten Gespür dafür, was an ihrem alten Stil zeitlos und was bloß alt wäre. Sie verzichten auf kosmetische Modernisierung und setzen lieber dort an, wo diese Musik immer funktioniert hat: bei Gitarren, Melodien und Songs.

Die Kabel mögen alt sein. Die Spannung halten sie aber trotzdem sowas von locker.

Albumcover von Tygers Of Pan Tang – Electrifyed: Dunkle Gewitterlandschaft mit zahlreichen Blitzen. Fünf riesige Tigerköpfe erscheinen in den Wolken, während ein einzelner Tiger auf einem Felsen im Vordergrund steht. Bandlogo und Albumtitel leuchten hellblau vor dem dunklen Himmel.

Künstler:

Tygers Of Pan Tang

Albumtitel:

Electrifyed

Erscheinungsdatum:

11. September 2026

Genre:

Heavy Metal / NWOBHM / Hard Rock

Label:

Mighty Music

Spielzeit:

ca. 47 Minuten

🎼 Trackliste:

Rise Up!
Forevermore
The Powers That Be
Dark Divinity
Electrifyed
A Shadow On Fire
The Nail
The Fight Goes On
Dark Skies
Revenge Is Sweet

👥 Besetzung:

Robb Weir – Gitarre
John Foottit – Gitarre
Jack Meille – Gesang
Huw Holding – Bass
Craig Ellis – Schlagzeug

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