The Medea Project – Kharon: Forbearance (Review)

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

The Medea Project – Kharon: Forbearance

🧿 Kurzfazit
Kharon: Forbearance legt die rohe Vorform von Kharon frei und zeigt The Medea Project schmutziger, unmittelbarer und stellenweise fast klaustrophobisch. Die sieben Stücke wirken weniger wie polierte Kompositionen als wie emotionale Zustände, die gerade erst eine musikalische Form bekommen. Genau das ist zugleich Stärke und Risiko dieser Veröffentlichung.

🎯 Für wen?
Ideal für offene Hörer, die Doom Metal nicht als sauber errichtete Riffarchitektur brauchen, sondern gerne hören, wie Musik an den Rändern ausfranst. Wer Celtic Frost, frühen Tiamat, Darkthrone, Death Doom, Gothic Doom und schlammige Underground-Produktionen zusammen denken kann, findet hier einiges zum Ausgraben.

🎧 Vergleichbar mit
Celtic Frost liefern die vielleicht wichtigste Koordinate: diese Mischung aus primitiver Wucht, Dunkelheit und dem Gefühl, dass ein Song jederzeit aus seiner vorgesehenen Form ausbrechen könnte. Dazu kommen die morbide Frühphase von Tiamat, der rohe Minimalismus älterer Darkthrone und eine Portion Death Doom, Sludge und Gothic-Düsternis.

🎼 Highlights
Absence, Stygian Surf, The End

⛔ Für wen eher weniger geeignet?
Wer Demoaufnahmen hauptsächlich deshalb hört, um anschließend festzustellen, weshalb später noch einmal aufgenommen wurde, könnte hier schnell an Grenzen stoßen. Kharon: Forbearance will weder klangliche Eleganz noch perfekte Balance. Die Platte lebt von Reibung, Rohheit und unfertiger Energie. Wer saubere Trennlinien braucht, fährt besser mit dem regulären Kharon.

Albumcover von The Medea Project – Kharon: Forbearance: Stark verfremdete schwarzweiße Szene in grobem, beschädigt wirkendem Raster. Links steht eine dunkle Gestalt mit langem Stab im Wasser, darüber erhebt sich eine nur teilweise erkennbare massive Form. Große schwarze Flächen und ausgefranste Bildränder erzeugen den Eindruck einer alten, stark beschädigten Fotografie. Unten rechts stehen Bandname und Albumtitel.

⚰️ The Medea ProjectKharon: Forbearance: Die Toten wollen ihre Demos zurück

Der Fährmann steht bereits im Wasser. Oder zumindest etwas, das wie einer aussehen will. Auf dem Cover von Kharon: Forbearance ist kaum noch etwas eindeutig zu erkennen. Schwarz frisst Weiß, Konturen zerfallen im groben Raster, am linken Bildrand steht eine dunkle Gestalt mit langem Stab im Wasser, während sich über ihr eine riesige, nur teilweise sichtbare Form durch das Bild schiebt. Vielleicht ein Körper. Vielleicht ein Boot. Vielleicht eine Erinnerung daran, wie ein Körper oder ein Boot einmal ausgesehen hat.

Das gesamte Motiv wirkt, als hätte jemand das ursprüngliche Artwork von Kharon durch einen defekten Fotokopierer geschickt, anschließend nass werden lassen und danach beschlossen, dass es nun wesentlich besser zur Musik passt.

Das tut es tatsächlich. Denn Kharon: Forbearance ist kein reguläres drittes Album von The Medea Project. Es ist auch keine gewöhnliche Sammlung zusätzlicher Demos, die man aus Vollständigkeitsgründen hinten an eine Deluxe Edition hängt.

Hier kehren die frühen Inkarnationen jener Stücke zurück, aus denen 2025 Kharon entstand. Rohfassungen. Proberaumzustände. Ungeglättete Ideen. Songs, bevor sie geordnet, ausgearbeitet und in ihre endgültige Form gebracht wurden.

Normalerweise führt der Weg einer Produktion genau andersherum. Man nimmt das unfertige Material, entfernt Fehler, schafft Klarheit, verbessert Übergänge und veröffentlicht am Ende die Version, bei der möglichst wenig nach Baustelle aussieht.

The Medea Project haben offenbar irgendwann in den Keller geschaut und festgestellt, dass die Baustelle noch lebt, folglich haben sie die Tür wieder geöffnet. Knapp vierzig Minuten später weiß man zumindest eines: Manche Geister wollen überhaupt nicht erlöst werden.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎧 Was erwartet dich?

Genre(s): Dark Primal Gothic Doom, Death Doom, Gothic Doom, Sludge, Blackened Doom

Musikalische Einordnung: The Medea Project bewegen sich schon grundsätzlich nicht in einer besonders aufgeräumten Ecke des Doom Metal. Brett Minnies Gitarren und Stimme treffen auf Pauline Silvers Schlagzeug und Percussion, doch anstatt daraus möglichst monumentale Langsamkeit zu bauen, arbeitet das Duo stärker mit primitiver Gewalt, Atmosphäre und abrupten Spannungsverschiebungen. Kharon: Forbearance treibt diesen Ansatz noch weiter zurück an seinen Ausgangspunkt.

Die Songs besitzen eine deutliche Doom-Basis, ziehen jedoch immer wieder Elemente aus Death Metal, Sludge, Gothic und Black Metal hinein. Riffs können tonnenschwer einsetzen und plötzlich beinahe zerfallen. Das Schlagzeug wirkt stellenweise ritualistisch, dann wieder erstaunlich direkt und körperlich. Minnies Stimme bewegt sich zwischen dunkler Beschwörung, harscher Aggression und Momenten, in denen der Gesang eher aus dem Hintergrund zu kommen scheint als aus einem Studio.

Gerade weil diese Fassungen frühe Entwicklungsstadien dokumentieren, wirken die Genregrenzen noch weniger fest. Man hört Ideen, bevor jemand beschlossen hat, welches Namensschild an den Track gehört.

Klangbild: Das Wort „roh“ wird bei Underground-Metal gern so häufig benutzt, dass irgendwann selbst ein Kartoffelsalat als raw atmospheric funeral vegetable doom durchgehen könnte. Hier stimmt es tatsächlich.

Kharon: Forbearance klingt nicht nach absichtlich heruntergerechneter Nostalgieproduktion, sondern nach Musik, die aus einem unmittelbaren Arbeitsprozess kommt. Räume sind hörbar. Gitarren besitzen Schmutz und Widerhaken. Das Schlagzeug sitzt nicht steril hinter Glas, sondern wirkt physisch. Stimmen stehen teilweise eher im Nebel als im Vordergrund.

Gerade dadurch entsteht eine andere Nähe als auf einer regulären Studioproduktion. Man hört nicht nur das Ergebnis, sondern man hört vielmehr Musikern zu, die etwas suchen. Und gelegentlich hört man auch, wie diese Suche gegen eine Wand läuft. Das gehört hier dazu. Die Musik soll nicht makellos erscheinen. Sie soll jene ursprüngliche emotionale Temperatur zurückholen, aus der später Kharon hervorging.

🎧 Direkt bei Bandcamp anhören

The Medea Project – Kharon: Forbearance

Die Veröffentlichung findest du direkt auf der offiziellen Bandcamp-Seite der Band:

The Medea Project – Kharon: Forbearance bei Bandcamp

Gerade bei einer Veröffentlichung, deren Reiz wesentlich im unmittelbaren Klang dieser frühen Fassungen liegt, ist der direkte Stream sowieso die sinnvollste Kostprobe.

🩸 Drei Schatten vor ihrer endgültigen Form

Absence

Absence eröffnet das Album mit 6:14 Minuten und macht sofort deutlich, weshalb diese Veröffentlichung überhaupt existiert. Die spätere Welt von Kharon ist bereits vorhanden, aber ihre Konturen sind noch nicht vollständig geschlossen. Die Gitarren wirken massiver und gleichzeitig weniger kontrolliert, der Raum um die Instrumente dunkler, und die Stimme scheint nicht einfach über der Musik zu liegen, sondern aus ihr herauszukriechen. Das passt zum Thema.

Verlust wird hier nicht rückblickend betrachtet, sondern wirkt beinahe noch akut. Die Musik besitzt weniger Distanz zur Emotion und dadurch auch weniger Ordnung. Genau das kann anstrengend sein, gibt dem Stück jedoch eine Intensität, die eine ausgearbeitete Produktion zwangsläufig verändert. Absence klingt wie Trauer, bevor jemand ausreichend Zeit hatte, sie in vernünftige Sätze zu bringen. Dass daraus später etwas strukturierteres entstehen konnte, ist nachvollziehbar. Dass diese frühere Form trotzdem nicht sterben wollte, ebenso.

Stygian Surf

Bei Stygian Surf wird besonders deutlich, wie eigenartig The Medea Project mit Doom umgehen. Schon der Titel klingt, als hätte jemand einen Strandurlaub am Styx gebucht und erst nach der Anzahlung die Bewertungen gelesen. Musikalisch steckt darin eine überraschende Beweglichkeit. Das Stück besitzt eine unmittelbarere Energie als manche der schwereren Passagen des Albums und zeigt, dass „Doom“ bei diesem Duo keineswegs zwangsläufig Stillstand bedeutet.

Die mythologische Welt des Albums bleibt dabei eng mit der Musik verbunden. Styx, Unterwelt, verdammte Seelen und der Fährmann bilden keine dekorative Kulisse, sondern bestimmen den gesamten Zustand dieser Veröffentlichung: Bewegung ohne wirkliche Fluchtmöglichkeit. Gerade in dieser frühen Fassung wirkt Stygian Surf weniger kontrolliert und dadurch fast körperlicher. Es schwankt. Es drückt. Es schiebt. Und irgendwo wartet selbstverständlich jemand darauf, einen Obolus zu kassieren. Selbst im Totenreich funktioniert gute Infrastruktur nicht kostenlos.

The End

The End braucht 5:53 Minuten und trägt seinen Titel mit erstaunlicher Selbstsicherheit. Hier verdichtet sich vieles, was Forbearance ausmacht: schwerer Doom-Untergrund, eine fast militärische Wucht, dunkle Stimme und das Gefühl, dass die Musik nicht langsam voranschreitet, sondern etwas hinter sich herzieht. Das Stück besitzt dadurch eine besonders bedrohliche Präsenz.

Wo andere Songs stärker nach Suche klingen, steht The End bereits relativ fest auf seinen Beinen. Vielleicht wirkt die rohe Fassung deshalb so überzeugend. Ihre Kraft entsteht gerade aus jener mangelnden Feinzeichnung, die andernorts auch zum Problem werden kann. Der Song braucht nicht besonders viele Verzierungen. Das Ende ist schließlich selten für seine Detailarbeit bekannt.


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🎨 Artwork

Das Cover von Kharon: Forbearance nimmt das Konzept der Veröffentlichung ungewöhnlich konsequent auf. Statt für die Rohfassungen ein komplett neues Motiv zu entwerfen, wurde die Bildwelt von Kharon selbst beschädigt, verdunkelt und zurückgebaut. Das ursprüngliche Artwork von Daniele Serra erscheint nun in einer stark verfremdeten Schwarzweißfassung. Das Bild wirkt körnig, fleckig und beinahe halb zerstört. Eine dunkle Gestalt steht links im Wasser. In der Hand hält sie einen langen Stab – der Fährmann, der die Welt von Kharon ohnehin bestimmt. Darüber liegt eine kaum noch lesbare Struktur, die fast den gesamten oberen Bildbereich einnimmt. Der Kontrast ist brutal. Ganze Flächen verschwinden im Schwarz oder lösen sich im groben Raster auf.

Gerade dadurch bekommt das Motiv etwas Dokumentarisches. Es sieht weniger nach fertigem Albumcover aus als nach einem Fundstück. Wie eine Fotografie, die Jahrzehnte in einer Schublade lag. Oder wie das letzte Bild einer Person, über deren Rückkehr man nicht unbedingt glücklich sein sollte. Das funktioniert hervorragend, weil Forbearance musikalisch genau dasselbe tut. Es nimmt etwas Bekanntes und entfernt die fertige Oberfläche. Darunter kommen keine hübscheren Farben zum Vorschein. Nur ältere Narben.

Düsterer Fantasy-Werbebanner für den fiktiven Energydrink „BLACK RUNE“. Rechts sitzt ein muskulöser Orkkrieger in abgenutzter Leder- und Metallrüstung in einem rauchigen Kriegslager, hält eine schwarze Getränkedose mit Runenzeichen und stützt sich neben einer großen Streitaxt ab. Links steht in großer schwarzer und roter Serifenschrift der Slogan: „BLACK RUNE verleiht Schädel.“

🪦 Besondere Momente

Ein Album rückwärts entwickeln

Das Ungewöhnlichste an Kharon: Forbearance ist, dass dieses Album existiert. Normalerweise dienen Demos als Ausgangspunkt. Sie werden aufgenommen, überarbeitet und irgendwann ersetzt. Hier wird der Entwicklungsprozess rückwärts veröffentlicht. Nachdem Kharon längst existiert, erscheinen nun jene Zustände, die eigentlich hinter ihm verschwinden sollten. Dadurch lässt sich Musik nicht nur als fertiges Werk hören, sondern als Prozess. Und manchmal ist der Weg interessanter als die frisch gestrichene Haustür am Ende.

Fehler verlieren ihre eindeutige Bedeutung

In einer regulären Produktion ist relativ klar, was als Fehler gilt. Ein unsauberer Übergang. Ein zu grober Klang. Eine Stimme, die nicht perfekt sitzt. Bei diesen Fassungen funktioniert diese Bewertung weniger eindeutig. Manche Stellen besitzen gerade deshalb Kraft, weil sie nicht vollständig kontrolliert wirken. Andere zeigen wiederum ziemlich deutlich, weshalb später noch gearbeitet wurde. Dieser Widerspruch macht die Veröffentlichung spannend. Nicht alles, was roh ist, ist automatisch besser. Aber manches lebt gerade davon.

Zwei Musiker können erstaunlich viel Dunkelheit verursachen

The Medea Project bestehen lediglich aus Brett Minnie und Pauline Silver. Das klingt auf dem Papier fast übersichtlich. Musikalisch ist davon allerdings wenig zu spüren. Gerade diese frühen Fassungen machen deutlich, wie viel Gewicht aus dem Zusammenspiel von Gitarre, Stimme, Schlagzeug und Percussion entstehen kann. Es braucht keine Wand aus fünf Gitarren, drei Keyboards und den Chor der verdammten Bergarbeiter von Tartarus. Manchmal reichen zwei Personen. Und ein offenbar spärlich ausgeleuchteter Proberaum.

Das Artwork altert gemeinsam mit der Musik

Die Entscheidung, Daniele Serras ursprüngliches Motiv nicht durch ein neues Bild zu ersetzen, sondern es optisch zu beschädigen, gehört zu den stärksten Details des gesamten Projekts. Musik und Bild folgen dadurch derselben Idee. Forbearance ist nicht das nächste Kapitel nach Kharon. Es ist dessen Geist in seiner reinsten Form.

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📜 Hintergrund: Der Fährmann kehrt noch einmal zurück

The Medea Project entstanden ursprünglich an der Ostküste Südafrikas und fanden später ihren Weg nach Großbritannien. Heute arbeitet das Duo von Nottingham aus. Im Zentrum stehen Brett Minnie an Gitarre und Gesang sowie Pauline Silver an Schlagzeug und Percussion.

Das zweite reguläre Album Kharon erschien im Juni 2025 und führte tief in eine mythologisch geprägte Welt aus Styx, Hades, Tod, Verlust und Übergang. Danach folgten weitere Veröffentlichungen, doch offenbar ließen die frühen Versionen des Materials die Band nicht vollständig los. Genau daraus entstand Kharon: Forbearance.

Die sieben Stücke sind keine neuen Kompositionen im klassischen Sinn. Sie dokumentieren frühe Demos, Proben und Arbeitszustände des Materials, das später zu Kharon wurde. Daher unterscheiden sich teilweise auch Titel und Strukturen.

Absence führt zurück zu Absence, In Loss, aus Stygian Surf entwickelte sich später Upon Your Bones (Stygian Surf), und andere Stücke zeigen noch weiter entfernte Vorstufen jener Ideen, die auf Kharon schließlich ihre endgültige Gestalt bekamen. Das Album erscheint am 7. September 2026 über BDB Studios als limitierte CD und digital.

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🌑 Was muss sich manifestieren, bevor ein Song fertig wird?

Kharon: Forbearance ist eine merkwürdige Veröffentlichung. Das ist durchaus als ehrliches Kompliment gemeint. Diese Platte möchte Kharon weder ersetzen noch übertreffen. Sie öffnet vielmehr eine Seitentür und lässt uns in einen Zustand zurückkehren, den Musiker normalerweise irgendwann löschen, archivieren oder nur noch Freunden vorspielen.

Dadurch verändert sich auch die Art, wie man zuhört. Man bewertet nicht ausschließlich, welcher Song die bessere Version besitzt. Interessanter ist, welche Eigenschaften während der späteren Produktion verschwunden oder entstanden sind. Die Rohfassungen besitzen mehr unmittelbare Gewalt, aber sie verlieren teilweise an Orientierung.

Sie wirken emotional näher, aber gelegentlich auch unfertiger. Sie haben Schmutz, Raum und spontane Energie, doch nicht jede Unebenheit ist deshalb automatisch ein verborgener Schatz. Gerade darin liegt der Wert dieser Veröffentlichung.

The Medea Project romantisieren ihre Vergangenheit nicht vollkommen. Man hört durchaus, weshalb diese Stücke weiterentwickelt wurden. Gleichzeitig hört man aber auch, dass eine saubere Endfassung niemals jede Eigenschaft ihrer Vorläufer bewahren kann. Beim Produzieren gewinnt Musik Kontur. Manchmal verliert sie dabei aber Zähne. Kharon: Forbearance sammelt diese Zähne wieder ein.

Das funktioniert besonders dort, wo Emotion wichtiger ist als Architektur: bei Absence, im treibenden Stygian Surf, in der schweren Direktheit von The End. An anderen Stellen muss man bereit sein, Ideen beim Entstehen zuzuhören und nicht jeden Umweg als fertige Komposition zu verlangen. Als Einstieg in The Medea Project würde ich deshalb weiterhin zuerst zum eigentlichen Kharon greifen.

Wer diese Welt bereits kennt, bekommt hier allerdings etwas wesentlich Interessanteres als eine Bonus-CD voller Produktionsreste. Man hört den Fährmann, bevor das Boot fertig war. Und offenbar hat er damals schon Leute mitgenommen.

Albumcover von Castle – Carrie Chains: Vor intensiv rotem Hintergrund hält eine Hand mehrere schwere silberne Kettenglieder fest. Schmuckringe sitzen an den Fingern, an einem Ring bricht helles Licht sternförmig auf. Rechts ist ein Teil eines nackten Arms zu sehen. Oben steht das cremefarbene Castle-Logo, unten der Albumtitel Carrie Chains.

Künstler:

The Medea Project

Albumtitel:

Kharon: Forbearance

Erscheinungsdatum:

7. September 2026

Genre:

Dark Primal Gothic Doom / Death Doom / Gothic Doom

Label:

BDB Studios

Spielzeit:

ca. 39 Minuten

🎼 Trackliste:

Absence – 6:14
The Cave Song – 6:39
Purgatory Trapped – 5:43
Stygian Surf – 4:50
Tartarus Waltz – 5:05
The End – 5:53
Dying Sun – 5:08

👥 Besetzung:

Brett Minnie – Gitarre / Gesang
Pauline Silver – Schlagzeug / Percussion

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