Ursula K. Le Guin Prize for Fiction: Shortlist 2026 veröffentlicht
Neun Bücher, große Ideen: Die Shortlist des Ursula K. Le Guin Prize for Fiction 2026 zeigt spekulative Literatur mit Haltung.
Neun Bücher, große Ideen: Die Shortlist des Ursula K. Le Guin Prize for Fiction 2026 zeigt spekulative Literatur mit Haltung.
Shannon K. Englishs Endless Blue Beneath verwandelt Meerjungfrauen in fleischhungrige Raubwesen und erzählt von Eppie, die unter Wasser eine neue, gefährliche Familie findet. Unsere Rezension zu queerer Fantasy zwischen Körperhorror, Sehnsucht und Monsterfrage.
Mit I Hear a New World öffnet Alan Moore erneut die falsche Tür nach Long London. Unser Feuilleton-Blick auf Magie, Nachkriegsnebel, Stadtgeschichte und eine Fantasy, die nicht tröstet, sondern seziert.
Dinners with My Darling bekommt eine Anime-Adaption. Die Fantasy-RomCom verbindet ehemaligen Monsterkönig, arrangierte Ehe und die offenbar heilende Macht guter Mahlzeiten.
Roger Sweet ist tot. Mit He-Man schuf er nicht einfach eine Actionfigur, sondern eine Kinderzimmer-Mythologie aus Zauberschwert, Muskelpose und erstaunlich haltbarer Fantasy-Sehnsucht. Ein Nachruf auf den Mann hinter einem Helden, der aus Kunststoff bestand und trotzdem ein ganzes Universum öffnete.
SERAPH 2026: Vier Kategorien, neue Jugendbuch-Sparte und 32.000 Euro Preisgeld. Das sind die Gewinner: Lyneham, Drachenseelensplitter, Eine Blume aus Gift und Eisen und Lichterloh – Stadt unter Ruß.
Katerina Poladjan erhält für Goldstrand den Belletristik-Preis in Leipzig. Und plötzlich zeigt ein Roman ohne Drachen, Magier und Runenschwerter, was Fantasy im höheren Sinn sein kann: eine Wirklichkeit, die an ihren Rändern wieder geheimnisvoll wird.
Zwischen Charta und Kassensturz entsteht ein Frieden, der sich teuer anfühlt und unerquicklich wirkt. Ein spöttischer Blick auf den „Friedensrat des Donald Trump“ und die Renaissance des Tributs als Weltpolitik.
Eine lange Tafel, viele leere Plätze, und das Jahr im Frack: Wir servieren den Jahresabschluss als kultiviertes Ritual. Ein wenig spöttisch vielleicht und mit genau so viel Fantastik, damit das Feuilleton kurz nervös am Weinglas nestelt.
Fantasy gilt noch immer als literarisches Hinterzimmer, dabei sitzt sie längst im Feuilleton und korrigiert die Fußnoten. Ein Jahresrückblick voller Hochkultur-Gestus, beißender Ironie und dem unverschämten Hinweis, dass wir den Prozess, die Meilensteine und die Fantastik dieses Jahr ziemlich elegant in neue Sphären geschoben haben.