27 Jahre später zieht Saphire wieder das Schwert: The Ribbon Hero läuft jetzt bei Netflix

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

27 Jahre Pause sind für eine Prinzessin offenbar ausreichend

📰 Was ist los?
The Ribbon Hero ist jetzt weltweit bei Netflix verfügbar und erscheint in Deutschland direkt mit Synchronfassung. Der Fantasyfilm ist das erste neue Animeprojekt auf Basis von Osamu Tezukas Princess Knight seit 27 Jahren. Gleichzeitig hat Netflix mehrere große Fate-Titel in den deutschen Katalog aufgenommen.

🐛 Was denken wir?
Der eigentliche Reiz liegt weniger darin, dass Netflix einfach noch einen Anime veröffentlicht. Hier kehrt eine Figur zurück, die schon mit dem Schwert unterwegs war, bevor moderne Fantasy ihre heutigen Standardbauteile überhaupt sortiert hatte. Dass der Film dabei sichtbar versucht, eine eigene Form zu finden, macht den Neustart deutlich interessanter als reine Nostalgiepflege.

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🎀 27 Jahre später zieht Saphire wieder das Schwert: The Ribbon Hero läuft jetzt bei Netflix

Manche Fantasyhelden verschwinden für ein paar Staffeln, andere für ein ganzes Vierteljahrhundert. Saphire hat sich Zeit gelassen: The Ribbon Hero ist seit dem 8. August weltweit bei Netflix verfügbar und bringt Osamu Tezukas Princess Knight nach 27 Jahren ohne neues Animeprojekt zurück. Deutsche Zuschauer müssen dabei weder auf Untertitelpflicht noch auf eine spätere Synchronfassung warten – Netflix bietet den Film direkt auf Deutsch sowie im japanischen Original mit Untertiteln an.

Saphire springt mit entschlossenem Blick durch eine felsige Landschaft und hält eine große Waffe mit leuchtend blauem Element vor sich. Ihr roter Umhang flattert hinter ihr.
Saphire kehrt nach 27 Jahren zurück – und wirkt nicht so, als hätte sie die Zwischenzeit mit höflicher Zurückhaltung verbracht.
© Osamu Tezuka / Netflix / The Ribbon Hero Production Committee

Die Neuauflage ist dabei ausdrücklich keine bloße Restaurierung alter Abenteuer. Regisseur Yuki Igarashi und Studio OUTLINE nehmen Tezukas Manga von 1953 als Ausgangspunkt und bauen daraus einen neuen Fantasyfilm mit eigener Bildsprache, neuen Figuren und einer wesentlich moderneren Actioninszenierung. Netflix beschreibt die Geschichte als Neuinterpretation einer Heldin, die sich einem vorbestimmten Schicksal widersetzt.

⚔️ Saphire bekommt ihre Krone diesmal über Umwege zurück

Im Zentrum steht erneut Prinzessin Saphire. Ihre Heimat Silverland wird von einer monströsen Bedrohung verwüstet, woraufhin sie alles verliert und schließlich als Ribbon Hero neu erwacht. Ihr Weg führt sie in eine fremde Welt, in der sie nicht einfach nur einen Thron zurückfordern muss, sondern erst herausfinden soll, weshalb sie überhaupt noch kämpft.

Damit greift der Film zentrale Motive von Princess Knight auf, erzählt sie aber deutlich freier. Das klassische Werk war für seine Zeit ungewöhnlich, weil Tezuka eine weibliche Hauptfigur ins Zentrum einer großen Abenteuer- und Schwertgeschichte stellte. The Ribbon Hero übernimmt diesen Kern und übersetzt ihn in eine moderne Fantasyästhetik aus roten Bändern, Schwertern, riesigen Kreaturen und Bildern, die gelegentlich aussehen, als hätte ein Märchenbuch beschlossen, plötzlich sehr viel schneller zu werden.

Der neue Film muss sich deshalb auch gar nicht mit der Frage belasten, wie möglichst ehrfürchtig jeder alte Handlungsstrang nachgebaut werden kann. Nach 27 Jahren darf eine Figur durchaus erst einmal nachsehen, ob ihr Schwert noch scharf ist.

🎬 Saphire zieht nach 27 Jahren wieder das Schwert

Der finale Trailer zu The Ribbon Hero zeigt Saphires Verwandlung, die zerstörte Fantasywelt und jene wilden Farb- und Actionideen, mit denen Studio OUTLINE den Tezuka-Klassiker für eine neue Generation aufweckt.

🎨 OUTLINE macht aus dem Klassiker ein Farbengewitter

Visuell gehört The Ribbon Hero zu den auffälligeren Netflix-Animefilmen des Jahres. Igarashi kommt aus der Animation und arbeitete zuvor unter anderem an Produktionen wie Jujutsu Kaisen und Star Wars: Visions. Sein Langfilmdebüt setzt entsprechend stark auf Bewegung, grafische Übertreibung und wechselnde Stilrichtungen. Netflix hebt den Film selbst als visuell eigenständige Neuinterpretation hervor.

Das Charakterdesign stammt ursprünglich von Kei Mochizuki, unterstützt wurde die Konzeptarbeit von Mai Yoneyama; Issei Arakaki übertrug die Figuren in die Animation. Die Musik komponierten Satoru Kousaki und Ryuuichi Takada, während der Titelsong Reborn von Girls Archives kommt.

Gerade die kräftigen roten Bänder funktionieren dabei als mehr als bloße Dekoration. Sie ziehen sich durch Kämpfe, Verwandlungen und Bildkompositionen und geben dem Film einen eigenen visuellen Haken. Bei einer Figur namens Ribbon Hero wäre alles andere allerdings auch eine erstaunliche Materialverweigerung.

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👑 Princess Knight war schon Fantasy, bevor das Genre bequem wurde

Osamu Tezukas Ribbon no Kishi erschien ab 1953 und gilt als einer der frühen prägenden Shōjo-Manga. Die Geschichte wurde 1967 erstmals als 52-teilige Anime-Serie umgesetzt; in Deutschland lief sie ab 1995 als Choppy und die Prinzessin. Das bislang letzte Animeprojekt der Marke stammt aus dem Jahr 1999. Mit The Ribbon Hero endet damit eine Pause von 27 Jahren.

Das macht den Netflix-Start interessanter als eine gewöhnliche Katalogneuheit. Hier wird kein zwei Jahre alter Film lediglich in den nächsten Streamingdienst geschoben, sondern eine der historischen Fantasyfiguren des Manga bekommt nach langer Pause tatsächlich eine neue große Produktion.

Und sie muss sich 2026 in einer Animewelt behaupten, in der Dämonenkönige, Wiedergeburten und übermächtige Helden inzwischen im Wochentakt erscheinen. Für jemanden, der schon 1953 mit dem Schwert unterwegs war, dürfte mangelnde Genreerfahrung jedenfalls kein Problem sein.

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🪄 Netflix legt nebenbei noch ein halbes Fate-Regal dazu

Der 8. August bringt deutschen Anime-Zuschauern außerdem eine ungewöhnlich große Ladung älterer Fate-Produktionen zurück. Bereits seit dem 5. August stehen unter anderem Fate/Zero, Unlimited Blade Works, die komplette Heaven’s Feel-Trilogie sowie mehrere Fate/Grand Order-Filme und -Serien bei Netflix bereit – ebenfalls jeweils mit deutscher Synchronisation und japanischem Originalton.

Für Fantasyfans ist das ein ziemlich üppiges Wochenende: Wer mit Saphire nach knapp zwei Stunden noch nicht genug Schwerter gesehen hat, kann anschließend direkt in mehrere Heilige-Gral-Kriege wechseln.

Netflix hat damit zwei sehr unterschiedliche Formen von Anime-Fantasy gleichzeitig im Angebot: auf der einen Seite ein Werk, dessen Wurzeln bis 1953 zurückreichen, auf der anderen ein Franchise, bei dem selbst langjährige Zuschauer gelegentlich eine Grafik benötigen, um die richtige Reihenfolge herauszufinden.

The Ribbon Hero hat es da einfacher. Film auswählen, Play drücken, Saphire zieht das Schwert.

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