Revenge of the Firstborn: Taktik-RPG mit Vampirjagd und 3.5-Regelwerk startet Patreon

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Alte Schule, neue Vampirakte

📰 Was ist los?
Revenge of the Firstborn hat nach seiner Steam-Demo einen offiziellen Patreon gestartet.

🐛 Was denken wir?
Ein taktisches Fantasy-RPG auf Basis des klassischen 3.5-Regelwerks mit Sechsergruppe, Vampirjagd und Lorekeepers klingt angenehm nach jener Sorte CRPG, bei der der Charakterbogen länger ist als manche moderne Hauptquest.

🧛 Revenge of the Firstborn: Taktik-RPG mit Vampirjagd und 3.5-Regelwerk startet Patreon

Manche Indie-RPGs wirken schon in der Ankündigung, als hätten sie drei Wertebögen, fünf Tabellen und eine sehr ernste Meinung zu Fackellicht im Dungeon. Revenge of the Firstborn gehört genau in diese Ecke, und das ist in diesem Fall durchaus als Kompliment gemeint.

Das taktische Fantasy-RPG von Sawtooth Games hat nach dem Start seiner spielbaren Demo nun einen offiziellen Patreon eröffnet. Dort können Fans die weitere Entwicklung unterstützen und sollen dafür Einblicke hinter die Kulissen, Entwicklungsupdates und zusätzliches Material zur Welt des Spiels bekommen.

Klingt trocken? Nur, bis man liest, worum es geht: uralte Flüche, verbotene Wahrheiten, eine geheime Gesellschaft namens Lorekeepers und ein Vampir, der Wissen hortet, als wäre sein Endgegner eine sehr schlecht belüftete Universitätsbibliothek.

Eine sechsköpfige Fantasy-Gruppe steht vor einem dunklen Mausoleum, während tief im Gewölbe ein Vampir verbotene Dokumente und leuchtende Tafeln bewacht.

📜 Warum das Spiel auffällt

Revenge of the Firstborn setzt nicht auf schnelle Effektfeuerwerke, sondern auf klassische CRPG-Tugenden: rundenbasierte Taktik, Party-Bau, Erkundung, Dialoge, Dungeon-Crawling und eine Welt, in der alte Wahrheiten grundsätzlich nie einfach in einem netten Museumsraum liegen. Der zentrale Mythos dreht sich um die Firstborn, unsterbliche Wesen, die einst erschaffen wurden, um das Universum zu führen. Nachdem sie gegen göttliche Grenzen verstießen, wurden sie weggesperrt und verschwanden in Legenden. Das Spiel stellt daraus die angenehm schwere Fantasy-Frage: Ist ihre Macht Rettung, Untergang oder genau jene schlechte Idee, die ein Magier trotzdem sofort ausprobieren möchte?

Besonders interessant ist die Grundlage: Das Spiel orientiert sich am 3.5 SRD-Regelwerk und versteht sich klar als Liebeserklärung an alte, regelstarke Rollenspielsysteme. Auf der offiziellen Seite werden Klassiker wie Baldur’s Gate, die alten Gold-Box-Spiele und Temple of Elemental Evil als Inspirationspunkte genannt. Wahrhaft gute Gesellschaft.

🧠 Sechs Helden, viele Regeln, sehr viele Möglichkeiten

Der Umfang wirkt für ein Indie-Projekt erstaunlich ambitioniert. Die offizielle Feature-Liste spricht von einer Sechsergruppe, zahlreichen Klassen, Multiclassing, über 150 Feats, mehr als 250 Zaubern, Crafting nach 3.5-Regeln, berittenem Kampf und einem Bestiarium mit über 125 Monstern. Dazu kommen interaktive Umgebungen, in denen Türen zerstört, Fackeln gelöscht oder magische Effekte beeinflusst werden können.

Ironisch-düstere Lifestyle-Werbung für ein fiktives Patchouli-Duschgel namens „BATTLE-AXE“: In einer dunklen, nebligen Wald-Spa-Atmosphäre steht eine fotorealistische schwarze Pumpflasche im Zentrum. Links daneben posiert ein grimmiger Krähen-Charakter im Hoodie mit verschränkten Flügeln, rechts ein erschrockener kleiner Goblin. Goldene Werbeschrift und rustikale Wellness-Details wie Handtücher, Flaschen und Blätter verstärken den satirischen Premium-Look.

Das klingt nach einem Spiel für Leute, die beim Wort „Build“ nicht an eine grobe Richtung denken, sondern an eine Lebensentscheidung mit Tabellenanhang. Genau diese Tiefe kann großartig sein, solange sie nicht zur Regelgrube wird, in der der Spaß leise nach Luft ringt. Aber die Stoßrichtung ist klar: Revenge of the Firstborn will kein weichgespültes Fantasy-Abenteuer sein, sondern ein taktisches CRPG für Spieler, die gern tüfteln, planen und im Zweifelsfall eine halbe Stunde über Zauberreichweite nachdenken.

🦇 Die Demo: Lorekeepers, Vampire und verbotene Dokumente

Die Demo ist nicht einfach nur ein abgeschnittener Anfang des Hauptspiels, sondern eine eigene kleine Geschichte innerhalb der Welt. Spieler starten mit einer Gruppe auf Level 5 und arbeiten mit den Lorekeepers zusammen, einer geheimen Gesellschaft, die auf der Jagd nach uraltem Wissen ist. Das Ziel: ein Vampir, der gefährliche Dokumente bewacht. Einige davon enthalten Hinweise auf die geheimnisvollen Firstborn. Auf dem Weg dorthin erkundet man ein offenes Gebiet mit Fluss, See und Bergen, bevor es tief in ein dunkles Verlies geht. Dort warten Fallen, Gegner, Dunkelheit und vermutlich genau jener Moment, in dem jemand merkt, dass „wir nehmen nur kurz die Unterlagen mit“ selten ein guter Plan ist.

🎬 Trailer zu Revenge of the Firstborn

Der Trailer zu Revenge of the Firstborn zeigt ein taktisches Fantasy-RPG mit Sechsergruppe, alter Regelwucht, Vampiren und genau jener Dungeon-Stimmung, bei der man automatisch prüft, ob noch genug Fackeln im Inventar liegen.

🪓 Unser Fazit: Ein Rollenspiel für Tabellenfreunde mit Vampirfetisch

Revenge of the Firstborn ist kein Spiel, das sich mit drei Schlagworten und einem hübschen Schwert erklären will. Es wirkt eher wie ein bewusst altmodisches, regelverliebtes CRPG, das seine Zielgruppe ziemlich genau kennt: Menschen, die Party-Bau, taktische Kämpfe, Charakteroptionen und düstere Fantasy-Lore nicht als Arbeit empfinden, sondern als Feierabendritual. Der neue Patreon passt dazu. Wer so ein Projekt verfolgt, will oft nicht nur am Ende ein Spiel kaufen, sondern den Weg dorthin sehen: Systeme, Klassen, Weltbau, Monster, Entscheidungen, kleine Fortschritte und große Baustellen.

Ob Revenge of the Firstborn am Ende wirklich die Tiefe seiner Vorbilder erreicht, bleibt abzuwarten. Aber die Demo, das Regelgerüst und die konsequente Oldschool-Ausrichtung machen neugierig. Und ein RPG, in dem eine geheime Gesellschaft einen Vampir jagt, um an verbotene Dokumente über uralte Wesen zu kommen, hat zumindest schon mal verstanden, wie man unsere Aufmerksamkeit bekommt.

Episches Fantasy-Banner im Stil von Gandalf: Ein weißbärtiger Zauberer blockiert mit erhobenem Stab den Weg und ruft ‚Du kannst nicht vorbei!‘. Darunter der Zusatz: ‚Es sei denn, du abonnierst unseren Newsletter!‘. Rechts unten ein glühender, magischer Button mit der Aufschrift: ‚Lass mich rein, du Narr!
Mystisches Banner mit Elyra, der Sternengöttin: Ihr leuchtendes Gesicht vor einem funkelnden Sternenhimmel, goldener Schriftzug ‚Dein Blick in die Zukunft?‘ und ein glänzender goldener Button ‚Direkt zum Sternenorakel‘.

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