Oktoberfest 2026: In Knattermoor beginnen die Wiesn traditionell vor der Sicherheitsprüfung

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München eröffnet am Samstag, 19. September, sein 191. Oktoberfest. Um Punkt 12 Uhr wird das erste Fass angezapft, anschließend darf bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese getrunken, gegessen und in Fahrgeschäfte gestiegen werden, bei denen man grundsätzlich davon ausgehen darf, dass vorher jemand eine Schraube kontrolliert hat.

Fast zeitgleich beginnt auch in der Koboldrepublik Knattermoor die traditionelle Knatterwiesn.

Dort ist der Ablauf ähnlich. Nur die Sache mit den Schrauben wird dort nicht so genau genommen.

Auf einem fantastischen Oktoberfest feiern Menschen, Zwerge, Orks, Trolle und Elfen um eine riesige dampfbetriebene Bierfass-Anlage aus Holz und Messing. Bier schäumt aus Rohren und einem großen Krug, während die Besucher mit Maßkrügen anstoßen.
Orange ist wieder frei. Das Farbamt der Zwischenreiche bittet darum, vorerst trotzdem nichts Unüberlegtes anzustreichen.

🔧 Seit 412 Jahren erst Betrieb, dann Prüfung

Die Knatterwiesn gilt als größtes Volksfest der südwestlichen Zwischenreiche und zugleich als wichtigster Feldversuch der koboldischen Unterhaltungsindustrie. Rund 70 Prozent aller technischen Neuerungen Knattermoors werden dort erstmals an Menschen ausprobiert.

Der Veranstalter weist allerdings darauf hin, dass das Wort „Menschen“ in der Betriebsgenehmigung auch Kobolde, Goblins, Zwerge, zwei bekannte Trolle und „sonstige ausreichend befestigte Fahrgäste“ umfasst.

Das bewährte Sicherheitskonzept lautet seit 1614:

Wenn es den ersten Abend übersteht, bekommt es am Sonntag eine Plakette.

Im vergangenen Jahr erhielten 83 Prozent der Fahrgeschäfte eine. Die übrigen 17 Prozent befinden sich inzwischen überwiegend in Muränien.

🍻 Der Anstich erfolgt mit 14 Bar

In München gilt es als sportliche Leistung, das erste Fass mit möglichst wenigen Schlägen anzuzapfen. In Knattermoor hat man das Verfahren 1898 modernisiert und den Hammer durch eine dampfunterstützte Hochdruckzapfanlage ersetzt.

Das spart Zeit. Der Bürgermeister verbindet das Fass mit einem Messingkessel, öffnet drei Ventile und spricht die traditionellen Worte:

„Wird schon.“

Danach gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder fließt Bier, oder der Zapfhahn verlässt das Festzelt mit etwa 160 Stundenkilometern. Beides gilt als erfolgreicher Anstich.

Der Rekord für den weitesten Zapfhahnflug liegt bei 214 Metern. Er wurde 1973 aufgestellt und wird bis heute nicht anerkannt, weil der Hahn anschließend auf einem fahrenden Riesenrad landete und damit technisch gesehen das Festgelände nie verlassen hat.

🎡 Fünf Attraktionen, wegen denen München plötzlich vernünftig wirkt

⚙️ Das Ungewissheitsrad

Andere Volksfeste besitzen ein Riesenrad. Knattermoor besitzt ein Ungewissheitsrad. Es sieht einem normalen Riesenrad sehr ähnlich, allerdings wurden die Gondeln absichtlich unterschiedlich groß montiert, weil ein Ingenieur überzeugt war, dadurch „dynamische Spannung“ zu erzeugen. Einige hängen innen, andere außen, eine wurde versehentlich horizontal eingebaut und besitzt seitdem einen kleinen Getränkeausschank.

Eine Runde dauert zwischen sieben Minuten und drei Stunden. Das hängt davon ab, ob oben jemand aussteigt. Die Aussicht ist spektakulär. Vor allem auf die Monteure, die während der Fahrt unten noch weiterbauen.

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🐗 Der Kampfeber-Scooter

Autoscooter gelten in Knattermoor als unnötig kompliziert. Man braucht Fahrzeuge, Strom, eine Halle und jemanden, der am Ende des Abends 46 verbogene Metallkisten wieder sortiert. Kampfeber benötigen lediglich Futter.

Beim Eber-Scooter besteigen Besucher gepolsterte Kampfschweine und versuchen, sich gegenseitig aus einer kreisförmigen Arena zu drängen. Gesteuert wird mit einer Möhre an einem Stock. Bremsen gibt es nicht. Wer die Arena verlassen möchte, muss den Eber davon überzeugen. Das kann dauern. Seit 2024 gibt es immerhin Sicherheitsgurte. Allerdings nur für den Eber.

🍺 Der bodenlose Maßkrug

Die gastronomische Sensation der diesjährigen Knatterwiesn kommt aus Pumpenhain: ein Bierkrug, der sich über eine unterirdische Leitung automatisch nachfüllt. Damit entfällt der lästige Gang zum Ausschank vollständig. Die Technik funktioniert hervorragend.

Problematisch ist lediglich, dass bisher niemand herausgefunden hat, wie man sie abstellt. Beim Probelauf am Mittwoch wurden aus einem einzigen Krug 1.840 Liter Bier abgepumpt. Das Festzelt musste anschließend um sechs Zentimeter angehoben werden, damit die Flüssigkeit Richtung Ausgang läuft. Besucher dürfen das Modell trotzdem benutzen. Es gibt schließlich einen Ablauf. Allerdings erst am Sonntag.

🔥 Die Phoenix-Hendlbraterei

Hendl gehören zum Oktoberfest. Knattermoor wollte das Konzept nachhaltiger machen. Das Ergebnis ist das Phoenix-Hendl. Die Vögel werden knusprig gebraten, serviert und erstehen etwa 20 Minuten später aus den Resten wieder auf. Theoretisch lässt sich dasselbe Hendl deshalb während einer einzigen Wiesn mehrere Hundert Mal verkaufen.

Das Umweltministerium bezeichnet das als nahezu geschlossenen Fleischkreislauf. Gäste sollten lediglich darauf achten, den Teller rechtzeitig zurückzugeben. Im Vorjahr regenerierte sich ein halbes Hendl während des Essens. Es war verständlicherweise ungehalten.

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🌀 Der „Fliegende Festzeltboden“

Niemand weiß mehr genau, weshalb diese Attraktion gebaut wurde. Man betritt ein gewöhnliches Bierzelt, setzt sich auf eine Bank und bestellt eine Maß. Irgendwann zwischen 18 und 22 Uhr beginnt der komplette Boden langsam zu rotieren.

Zunächst fällt das kaum auf. Nach der dritten Maß schon gar nicht mehr. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit werden die Tische durch Fliehkraft an die Zeltwand gedrückt, während die Blaskapelle in der Mitte verbleibt und unbeirrt weiterspielt. Gewonnen hat, wer am Ende noch weiß, an welchem Tisch er ursprünglich saß. Es gibt keinen Preis. Nur diese Information.

🥨 Auch kulinarisch wird nichts dem Zufall überlassen

Neben Phoenix-Hendl und gewöhnlichem Bier bietet die Knatterwiesn traditionell Dampfbrezn an. Sie werden unter Druck gebacken und dürfen erst geöffnet werden, nachdem sie aufgehört haben zu pfeifen. Wer zu früh hineinbeißt, erhält kostenlos ein zweites Exemplar und einen Termin beim Zahnarzt.

Neu ist außerdem die Riesenweißwurst. Sie ist 1,80 Meter lang, wird gemeinschaftlich an einem Tisch serviert und muss vor zwölf Uhr vollständig gegessen werden. Danach gilt sie laut alter Vorschrift als eigenständiges Nutztier und darf das Zelt verlassen.

Im vergangenen Jahr erreichten sieben den Parkplatz. Eine lebt inzwischen bei Regensburg.

🚑 Die Sicherheitsbehörden sind vorbereitet

Natürlich hat Knattermoor aus früheren Jahren gelernt. Auf dem gesamten Gelände wurden zusätzliche Erste-Hilfe-Stationen eingerichtet, die Feuerwehr besitzt einen eigenen Ausschank und die zuständige technische Prüfstelle ist diesmal bereits ab Sonntagmorgen vor Ort.

Das ist ein deutlicher Fortschritt. Noch 2025 trafen die Prüfer erst am Dienstag ein und mussten zunächst herausfinden, wohin das Kettenkarussell geflogen war. Es wurde später auf einem Acker gefunden.

Mit drei Fahrgästen.

Alle wollten ihr Geld zurück.

Die Anträge werden allerdings noch geprüft.

🎺 München zapft an – Knattermoor dreht das Ventil auf

Wer es etwas traditioneller mag, kann ab Samstag natürlich nach München fahren. Das reale Oktoberfest läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober; die Bierzelte öffnen am ersten Samstag bereits morgens, ausgeschenkt wird nach dem offiziellen Anstich um 12 Uhr.

In Knattermoor beginnt der Ausschank bereits dann, wenn das Fass angeschlossen ist. Wann er endet, lässt sich derzeit nicht seriös sagen. Der bodenlose Maßkrug läuft noch. Die Feuerwehr hat einen Schlauch gelegt. Und am Ungewissheitsrad hängt seit heute Morgen ein neues Schild.

Darauf steht sinngemäß: Die technische Abnahme findet nach dem Betrieb statt. Bitte vorher nichts anfassen.

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🩶 Vielleicht ist Beige am Ende doch die Lösung

Obi selbst will seiner Hausfarbe übrigens treu bleiben. Das BGH-Urteil ändere nichts daran, dass Orange ein zentrales Erkennungsmerkmal der Baumarktkette bleibe, erklärte das Unternehmen. Nur exklusiv für sich beanspruchen kann es den Farbton eben nicht mehr.

Damit dürfen wir also aufatmen. Deutschlands Baumärkte sind jetzt einfach offiziell geschlossen Orange.

Die Zwischenreiche beobachten den Versuch aufmerksam. Sollte sich herausstellen, dass Menschen Farben tatsächlich benutzen können, ohne sie vorher jemandem zuzuordnen, wäre das dort eine kleine Revolution.

Das Farbamt warnt allerdings vor voreiligen Schlüssen.

Und Beige bleibt ohnehin bis auf Weiteres genehmigungsfrei.

Nur so kann Bürokratie in allen Dimensionen immer gleich langweilig aussehen.

🛢️ Das reale Problem verschwindet davon natürlich nicht

Die aktuellen Rekordpreise hängen vor allem mit den seit Beginn des Nahostkonflikts stark gestiegenen Energiepreisen zusammen. Gleichzeitig wird politisch darüber gestritten, ob Mineralölunternehmen die Lage für zusätzliche Margen nutzen und welche Eingriffe tatsächlich bei Autofahrern ankommen. Merz berät nach eigenen Angaben mit den Ländern und den Koalitionspartnern; einen konkreten Vorschlag kündigte er „sehr bald“ an.

Bis dahin bleibt nur das Instrumentarium. Vielleicht wird es ein Preisdeckel. Vielleicht eine Steuerentlastung. Vielleicht Direktzahlungen oder eine Kombination verschiedener Maßnahmen.

Der Arkane Moosverhetzer empfiehlt lediglich, misstrauisch zu werden, falls Friedrich Merz demnächst mit einer schweren Holzkiste vor das Kanzleramt tritt.

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Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.