Mama taut wieder auf: Lights Out-Regisseur dreht den Kryo-Horror Mommy’s Home
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Mama braucht kein Gästezimmer, sondern eine Auftauphase
📰 Was ist los?
Lionsgate hat David F. Sandberg als Regisseur von Mommy’s Home verpflichtet. Der Horrorfilm handelt von einem jungen Vater, dessen kryogenisch konservierte Mutter aufgetaut wird und anschließend bei seiner Familie einzieht.
🐛 Was denken wir?
Die Idee braucht genau einen Satz, um hängen zu bleiben. Sandbergs Mischung aus Horror und schiefem Humor passt außerdem hervorragend zu einem Familienbesuch, bei dem vor der Begrüßung erst einmal Frost von der Scheibe gekratzt werden muss.
🥶 Mama taut wieder auf: Lights Out-Regisseur dreht den Kryo-Horror Mommy’s Home
Manche Eltern kündigen ihren Besuch telefonisch an. Andere stehen unangemeldet vor der Tür. Und dann gibt es offenbar noch die Variante, bei der Mama erst aus der Kryokonservierung geholt wird und anschließend beim erwachsenen Sohn einzieht.
Genau daraus macht Lionsgate den neuen psychologischen Horrorfilm Mommy’s Home. David F. Sandberg übernimmt die Regie, das Drehbuch stammt von James Morosini. Im Mittelpunkt steht ein junger Vater, dessen Familienleben vollständig aus den Fugen gerät, nachdem seine kryogenisch konservierte Mutter wieder aufgetaut und bei ihm einquartiert wird.
Damit besitzt der Film schon jetzt etwas, wofür andere Horrorproduktionen erst drei Trailer brauchen: eine Prämisse, bei der man gleichzeitig wissen möchte, was zur Hölle passiert, und warum niemand einfach das Gästezimmer abgeschlossen hat.

🧊 Familienzusammenführung mit problematischer Kühlkette
Mehr über die Handlung verrät Lionsgate bislang nicht. Das Studio beschreibt Mommy’s Home ausdrücklich als psychologischen Horror und setzt dabei offenbar auf die Reibung zwischen einer ziemlich wilden Science-Fiction-Idee und einem erstaunlich alltäglichen Familienalbtraum.
Lionsgate-Präsidentin Erin Westerman hebt dabei Sandbergs Horrorerfahrung und seinen schrägen Humor hervor. Morosinis Drehbuch soll charaktergetrieben sein und einen ausgesprochen dunklen Humor besitzen. Das passt zur Ausgangslage: Unter Kryokammer und Wiederbelebung steckt letztlich die denkbar einfache Frage, was passiert, wenn ein längst vergangener Teil der Familie plötzlich wieder mitten im eigenen Leben steht.
Nur benötigen die meisten Familien dafür keinen Auftauvorgang.
🎬 David F. Sandberg kennt sich mit unangenehmen Häusern aus
Sandberg kehrt damit erneut zum Horror zurück. Seine Karriere nahm mit Lights Out Fahrt auf, anschließend inszenierte er Annabelle: Creation. Nach Shazam! und Shazam! Fury of the Gods führte er zuletzt bei der Videospielverfilmung Until Dawn Regie.
Mommy’s Home wirkt dagegen wieder deutlich kleiner und konzentrierter. Kein Superheldenspektakel, keine große Monsterparade, sondern eine Familie, eine zurückgekehrte Mutter und die Aussicht, dass hinter der Wiedervereinigung etwas ziemlich Falsches steckt.
Sandberg produziert den Film gemeinsam mit Lotta Losten über ihre Firma Mångata. Craig Flores, Dawn Olmstead und Anonymous Content gehören ebenfalls zum Produzententeam, während Morosini als Executive Producer beteiligt bleibt. Besetzung, Drehbeginn und Veröffentlichungstermin wurden bislang nicht genannt.
❄️ Mommy’s Home lag selbst schon eine Weile auf Eis
Ganz neu ist das Projekt allerdings nicht. Mommy’s Home wurde bereits 2024 bei Lionsgate entwickelt. Damals sollte James Morosini sein eigenes Drehbuch noch selbst inszenieren. Mit Sandbergs Verpflichtung bekommt der Film nun zwei Jahre später einen neuen Regisseur.
Morosini bleibt trotzdem eng mit dem Projekt verbunden. Das könnte interessant werden, weil die Idee schon auf dem Papier eine ziemlich genaue Tonbalance verlangt: Wird die aufgetaute Mutter zu grotesk, landet man schnell bei schwarzer Komödie. Wird alles zu ernst behandelt, muss die Familiengeschichte stark genug sein, um die absurde Kryo-Prämisse zu tragen.
Sandberg dürfte genau für diesen Drahtseilakt verpflichtet worden sein. Seine Horrorfilme konnten schon früher ziemlich gut damit umgehen, dass eine Situation gleichzeitig bedrohlich und ein kleines bisschen absurd wirkt.
Wann Mama tatsächlich nach Hause kommt, ist damit noch offen.
Vielleicht sucht Lionsgate vorher lieber jemanden, der kontrolliert, ob der Gefrierschrank vorher wirklich ausgeräumt wurde.





