Die Spartaner waren Wölfe – The Stranger ist schlimmer: Metro 2039 erscheint im Februar

🧐 Im Fantasykosmos suchen

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Moskau bekommt wieder Besuch

📰 Was ist los?
Metro 2039 erscheint am 4. Februar 2027 für PS5, Xbox Series und PC. 4A Games zeigt erstmals Konsolen-Gameplay mit The Stranger, der eine Novoreich-Festung in den verseuchten Ruinen Moskaus infiltriert.

🐛 Was denken wir?
Der neue Protagonist macht sofort neugierig, weil 4A ihn deutlich aggressiver und kompromissloser positioniert als die bisherigen Spartaner. Wenn das Survival-Gefühl trotzdem erhalten bleibt, könnte genau diese Reibung sehr gut funktionieren.

Die Metro-Reihe hat nie den Eindruck vermittelt, dass ihre Protagonisten einen besonders angenehmen Arbeitsalltag hätten. Radioaktive Oberflächen, Mutanten, fanatische Fraktionen und ein Munitionsvorrat, der zuverlässig genau dann zur Neige geht, wenn hinter der nächsten Tür etwas sehr Großes atmet, gehörten seit jeher zum Berufsbild.

Drei schwer bewaffnete Überlebende in Gasmasken stehen in einer zerstörten postapokalyptischen Stadt unter einem grauen Himmel.
Zurück ins verseuchte Moskau: Metro 2039 schickt The Stranger im Februar 2027 durch eine Welt, in der selbst frische Luft längst Luxus ist. © 4A Games / Deep Silver

Mit Metro 2039 wird die Sache offenbar noch etwas unangenehmer. 4A Games hat heute den 4. Februar 2027 als Veröffentlichungstermin bestätigt und erstmals Konsolen-Gameplay gezeigt. Im Mittelpunkt steht der neue Protagonist The Stranger, ein ehemaliger Spartaner, der Moskau eigentlich hinter sich lassen wollte und nun doch wieder in dessen verseuchte Ruinen zurückkehrt.

Das neue Material zeigt keinen sauberen Heldentypen. 4A beschreibt The Stranger ausdrücklich als brutal, anpassungsfähig und gefährlicher als die Spartaner, die bislang als Maßstab galten. Wer bei Metro also bisher dachte, der moralische Graubereich sei schon ausreichend dunkel, bekommt jetzt offenbar noch eine zusätzliche Kelleretage.

🚇 Zurück ins kaputte Moskau

Der gezeigte Abschnitt beginnt, nachdem The Stranger die Tunnel verlassen hat und wieder an die Oberfläche kommt. Sein Ziel ist eine Novoreich-Festung, die sich in einem nahegelegenen Staudamm befindet. Schon wenige Sekunden später steht er tief in radioaktivem Wasser, während zerfallene Wohnblocks und Ruinen darauf warten, weitere Probleme auszuspeien.

Die Metro-Formel bleibt dabei klar erkennbar: Erkundung, Überleben, Ressourcenmanagement, Stealth und brutale Feuergefechte greifen ineinander. The Stranger muss Strahlung und Ausrüstung im Blick behalten und gleichzeitig entscheiden, wie offensiv er vorgeht.

Das neue Gameplay zeigt unter anderem die Shatun für lautlose Kopfschüsse, Molotowcocktails zur Raumkontrolle und die Duplet-Schrotflinte für jene Situationen, in denen Diplomatie endgültig als gescheitert betrachtet werden darf.

🎬 Metro 2039 zeigt erstmals Konsolen-Gameplay

Der offizielle Trailer zu Metro 2039 zeigt erstmals Konsolen-Gameplay mit The Stranger, die zerstörten Außenbezirke Moskaus, brutale Gefechte und den neuen Termin am 4. Februar 2027.

☢️ Der neue Held ist bewusst härter angelegt

The Stranger ist kein zufällig eingesetzter Ersatz für Artyom. Laut 4A Games ist er ein ehemaliger Spartaner mit dunkler Vergangenheit, der den Metro-Komplex eigentlich endgültig verlassen wollte. Seine Rückkehr ist damit weniger Heimkehr als erzwungene Konfrontation mit etwas, das er hinter sich glaubte.

Genau das macht ihn interessant. Die bisherigen Metro-Spiele lebten stark davon, dass ihre Figuren zwischen Menschlichkeit, Pflicht und Gewalt zerrieben wurden. Bei The Stranger scheint die Balance schon zu Beginn verschoben zu sein. 4A bezeichnet ihn sinngemäß als jemanden, der äußerlich wie ein Wolf wirkt, aber deutlich schlimmer ist. Das klingt nach einem Protagonisten, der nicht erst durch die Welt beschädigt werden muss. Der Schaden ist offenbar schon vorhanden.

🔦 Survival bleibt wichtiger als reines Ballern

Trotz der deutlich härteren Figur soll Metro 2039 weiterhin kein gewöhnlicher Action-Shooter werden. 4A Games betont, dass es sich um ein storygetriebenes Solo-FPS handelt, bei dem Exploration, Stealth, Survival und Kampf gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Das neue Material zeigt genau diesen Wechsel. The Stranger schleicht, nutzt Waffen gezielt, bewegt sich durch einstürzende Gebäude und muss ständig mit Umweltgefahren rechnen. Gerade die Strahlung bleibt dabei ein zentrales Element.

Das ist wichtig, weil Metro immer dann am besten funktioniert, wenn ein Feuergefecht nicht nur fragt, ob du triffst, sondern ob du genug Munition, Filter, Heilung und Nerven übrig hast, um danach noch durch den nächsten Tunnel zu kommen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

🎮 Raytracing und 60 FPS auch auf der normalen PS5

Technisch macht 4A Games ebenfalls eine interessante Ansage. Metro 2039 läuft erneut auf der hauseigenen 4A Engine, die gegenüber Metro Exodus Enhanced Edition weiter ausgebaut wurde. Das heutige Gameplay stammt von PS5 Pro, doch 4A bestätigt, dass sowohl PS5 als auch PS5 Pro einen Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde und Raytracing erhalten sollen.

Das ist bemerkenswert, weil die Reihe schon früh zu den Vorreitern bei Raytracing auf Konsolen gehörte. Metro Exodus Enhanced Edition galt 2021 als eines der ersten Spiele, das 60 FPS mit Raytracing auf PS5 kombinierte. Metro 2039 soll diesen Ansatz nun weiterführen. Mit anderen Worten: Selbst der Weltuntergang wird inzwischen technisch sauber ausgeleuchtet.

🕯️ Am 4. Februar geht es wieder unter die Erde

Der Termin steht nun also fest: 4. Februar 2027. In einigen Regionen folgt der Release einen Tag später. Vorbestellungen starten noch im Laufe des Jahres, weitere Informationen zu Story, Gameplay und Technik sollen in den kommenden Monaten folgen.

Für die Reihe ist das ein wichtiger Schritt, weil Metro 2039 nicht einfach nur zurück nach Moskau führt, sondern gleichzeitig einen anderen Ton anschlägt. The Stranger wirkt härter, direkter und gefährlicher als die bisherigen Figuren, während das Spiel dennoch an Survival, Ressourcenknappheit und bedrückender Erkundung festhält.

Die Spartaner waren Wölfe. The Stranger scheint eher das zu sein, wovor selbst Wölfe nachts den Bau abschließen würden.

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