iPhone Duo ohne Knick? Wohin Apple die Falte wirklich verschiebt

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Apple hat sein erstes faltbares iPhone vorgestellt. Das iPhone Duo besitzt innen ein 7,6 Zoll großes Display, außen 5,4 Zoll, kostet ab 2.299 Euro und soll ab 23. Oktober erhältlich sein. Besonders viel Aufwand steckt im inneren Bildschirm: Ein präzises Scharnier mit mehr als 100 Einzelteilen, hochfestes Glas, gleitfähige Klebeschichten, eine Titanplatte und eine spezielle Nanotextur sollen dafür sorgen, dass die bei Falt-Smartphones berüchtigte Displayfalte möglichst wenig auffällt. Apple selbst spricht davon, ihre Sichtbarkeit zu minimieren; erste Hands-on-Eindrücke beschreiben den Knick tatsächlich als kaum wahrnehmbar.

Technologisch natürlich sehr beeindruckend. Physikalisch allerdings hochproblematisch.

Denn die Falte ist nicht weg.

Sie ist jetzt woanders.

Ein kleines Auto steht auf einer scheinbar freien Wiesenfläche, während daneben ein Drache landet, ein magisches Portal im Boden leuchtet und ein Beamter mit einem langen Strafzettelblock wartet.
Apple hat die Falte im iPhone Duo fast beseitigt. Seitdem häufen sich jedoch die Beschwerden aus der direkten Umgebung der stolzen Besitzer.

🌀 Apple verstößt gegen den ersten Hauptsatz der Faltmechanik

Darauf weisen Gelehrte der Zwischenreiche seit Jahrhunderten hin. Nach dem Faltenbergischen Knick-Erhaltungssatz von 1386 kann eine Falte weder erzeugt noch vernichtet werden. Sie kann ausschließlich von einem Gegenstand auf einen anderen übertragen werden.

Hieronimus von Faltenberg entdeckte das eher zufällig. Er hatte versucht, eine große Pergamentkarte vollkommen glatt zusammenzufalten. Das gelang ihm nach 17 Jahren Forschung tatsächlich hervorragend. Am selben Nachmittag bekam ein nahe gelegener Hügel eine scharfe Kante.

Man hielt das zunächst für ein geologisches Ereignis. Erst als Faltenberg die Karte wieder auseinanderlegte und der Hügel hörbar zurückploppte, wurde die Sache wissenschaftlich interessant. Seitdem lautet die wichtigste Regel der zwischenreichischen Faltforschung: Wenn du den Knick nicht mehr siehst, schau doch bloß mal hinter dich.

📱 Das iPhone Duo betreibt offenbar industrielle Faltenauslagerung

Genau das macht Apples technische Lösung so verdächtig. Das innere Display besteht aus mehreren Materialschichten, die sich beim Falten gegeneinander bewegen können; das Scharnier stützt die Displaymitte zusätzlich. Ziel ist eine möglichst ebene Oberfläche.

Aus Sicht der Zwischenreiche ist damit ziemlich klar, was passiert. Die beim Schließen entstehende Falte wird von den verschiedenen Schichten aufgenommen, durch das Scharnier geleitet und anschließend unbemerkt an die Umgebung abgegeben.

Apple nennt das bislang nicht so. In der alten Fachliteratur heißt das Verfahren Knickwäsche. Je häufiger ein Gerät geöffnet und geschlossen wird, desto größer wird die Menge an überschüssiger Faltung, die irgendwo in der näheren Umgebung untergebracht werden muss. Seit gestern häufen sich deshalb merkwürdige Beobachtungen.

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🚪 In München besitzt eine Küchentür plötzlich zwei Gelenke

Der Besitzer eines neuen Vorführgeräts soll sein iPhone Duo während einer Präsentation 46-mal auf- und zugeklappt haben. Das Display blieb nahezu glatt. Seine Küchentür dagegen lässt sich seitdem in der Mitte zusammenlegen.

Handwerker stehen vor einem Rätsel. Die Tür passt nun problemlos in den Kofferraum, erfüllt ihre eigentliche Aufgabe allerdings nur noch, wenn niemand dagegen atmet. Die Bewohner haben sie vorerst gefaltet neben den Kühlschrank gestellt. Dort nimmt sie kaum Platz weg.

🚗 In Nordrhein-Westfalen wurde ein Kreisverkehr zum rechten Winkel

Ein weiterer Fall beschäftigt derzeit Verkehrsplaner. Eine bislang kreisrunde Verkehrsinsel weist seit Mittwochmorgen eine deutliche Knickstelle auf. Autos fahren hinein, biegen zweimal links ab und verlassen den Kreisverkehr räumlich verwirrt.

Google Maps empfiehlt inzwischen: „Im Kreisverkehr bitte scharf geradeaus.“

Die zuständige Behörde schließt einen Zusammenhang mit Falt-Smartphones aus. Man wolle zunächst prüfen, ob der Kreisverkehr möglicherweise schon vorher eckig gewesen sei und dies lediglich niemandem aufgefallen sei. In Deutschland gilt das als belastbare Arbeitshypothese.

🏔️ Die Alpen melden erhöhte Faltenbelastung

Besonders gelassen reagiert bislang die Geologie. Die Alpen seien schließlich schon immer ein Faltengebirge gewesen. Man verfüge also über erhebliche Aufnahmekapazitäten. Das klingt zunächst beruhigend. Zwischenreichische Forscher warnen allerdings davor, diesen Zustand auszunutzen. Bei mehreren Millionen regelmäßig geöffneten iPhone Duo könnte sich der gesamte europäische Faltenüberschuss dort sammeln.

Im ungünstigsten Fall bekommt Österreich bis 2028 einen weiteren Berg. Die Schweiz würde ihn sofort vermessen.Deutschland baut dort natürlich zunächst einen Parkplatz für Wohnmobile.

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🛋️ Ein Sofa in Hamburg passt inzwischen in einen Briefumschlag

Dieser Fall gilt als besonders schwer. Ein Mann hatte sein iPhone beim Fernsehen offenbar ununterbrochen auf- und zugeklappt. Gegen 22.40 Uhr bemerkte er, dass sein Dreisitzer eine ungewöhnlich saubere Mittelfalte entwickelt hatte.

Um 23.15 Uhr war das Sofa bereits achtfach gefaltet. Um Mitternacht lag es auf dem Couchtisch. Der Hersteller lehnt eine Reklamation bislang ab, weil Polstermöbel laut Garantiebedingungen „nicht dauerhaft auf ein Format unter DIN A3 gebracht werden dürfen“.

Positiver Nebeneffekt: Der Umzug am nächsten Wochenende ist praktisch schon erledigt.

🇧🇪 Belgien könnte schmaler werden

Noch unklar ist, wie weit die ausgelagerten Knicke wandern können. Messstationen der Zwischenreiche gehen derzeit von einem Radius zwischen drei Metern und mehreren hundert Kilometern aus. Vereinzelt wurden sogar Faltbewegungen an Orten registriert, an denen nachweislich überhaupt kein Smartphone benutzt wurde.

Belgische Behörden beobachten deshalb vorsorglich die Landesgrenze. Sollte das Land bis Weihnachten drei Zentimeter schmaler werden, besteht noch kein Grund zur Panik. Bei zehn Zentimetern wird Luxemburg informiert. Bei einem halben Meter muss Frankreich ein Stück zurückgeben.

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📜 Die Zwischenreiche haben Falttechnik deshalb schon einmal verboten

Die letzte größere Katastrophe dieser Art ereignete sich 1712. Damals wollte ein Schneider 400 Quadratmeter kostbaren Stoff so kompakt zusammenlegen, dass alles in eine einzige Schublade passte. Es funktionierte. Der Stoff lag vollkommen glatt darin.

Etwa 70 Kilometer entfernt erhob sich gleichzeitig innerhalb weniger Sekunden eine neue Gebirgskette. Drei Dörfer erhielten ohne Antrag plötzlich Hanglage. Ein Müller stellte fest, dass sein Haus nun 900 Meter über seiner Mühle lag. Und ein bis dahin vollkommen gerader Handelsweg bestand anschließend aus elf Serpentinen und einem Tunnel.

Der Schneider musste 14 Goldstücke Strafe zahlen. Das Gebirge durfte bleiben. Heute wirbt die Region mit „ursprünglicher Landschaft“.

🧳 Besonders verdächtig ist das Reisepassformat

Apple betont außerdem, dass das geschlossene iPhone Duo ungefähr die Abmessungen eines Reisepasses besitzt. Aufgeklappt bietet es einen Bildschirm, der fast Tabletgröße erreicht. Auch dazu haben die Zwischenreiche eine unangenehme Theorie.

Vielleicht geht es langfristig gar nicht darum, ein Telefon zu falten. Vielleicht übt Apple lediglich. Erst passt ein großes Display in ein kleines Gerät. Danach eine Zeitung. Dann ein Tisch. Irgendwann eine Garage. 2031 präsentiert Apple ein Gerät, klappt es auf und zieht Bielefeld heraus.

Die Stadt erklärt anschließend, sie sei mit dem Umzug grundsätzlich zufrieden, hätte aber gerne vorher Bescheid gewusst.

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⚠️ Woran Besitzer eine entwichene Falte erkennen

Der Arkane Moosverhetzer empfiehlt in den ersten Wochen nach Verkaufsstart erhöhte Aufmerksamkeit. Besonders verdächtig sind Teppiche, die morgens exakt halbiert wirken, Möbel mit plötzlich zusätzlichen Gelenken und Haustiere, die ungewöhnlich entschlossen um Ecken laufen.

Auch geografische Veränderungen sollten ernst genommen werden. Falls der Blick aus dem Fenster einen Berg zeigt, der gestern noch nicht dort war, bitte nicht sofort die Gemeinde anrufen. Zuerst das iPhone öffnen. Wenn der Berg wieder verschwindet, ist die Diagnose eindeutig.

🍏 Vielleicht war die sichtbare Falte doch gar nicht so schlimm

Andere Hersteller haben jahrelang faltbare Smartphones verkauft, bei denen man den Knick in der Mitte mehr oder weniger deutlich sehen konnte. Das hatte einen entscheidenden Vorteil:

Man wusste, wo er war.

Apple hat dieses lästige optische Problem offenbar weitgehend gelöst. Das iPhone Duo sieht geöffnet beeindruckend glatt aus, das Scharnier ist hochentwickelt und die Materialkonstruktion technisch aufwendig.

Der Rest der Welt sollte jetzt nur darauf achten, ob er dafür plötzlich ungewöhnlich viele Kanten bekommt. Falls beim nächsten Zuklappen irgendwo draußen ein Berg knackt, bitte Ruhe bewahren.

Telefon wieder öffnen.

Vielleicht lässt sich Europa noch zurückfalten.

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