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Jetzt wird die Welt richtig groß
📰 Was ist los?
Square Enix hat einen großen neuen Informationsblock zu Final Fantasy Resonance veröffentlicht. Neu gezeigt wurden Zoldaad und Mysidia, weitere Figuren und Visions, die Esper Carbuncle, Leviathan, Odin und Bahamut sowie geheime Dungeons, Gilgamesh und Ultima Weapon als besonders harte Herausforderung.
🐛 Was denken wir?
Das ist genau die Art Update, die zwei Monate vor Release mehr bringt als den nächsten Zusammenschnitt bekannter Szenen. Vor allem die Mischung aus Weltbau, begrenztem Magicite für Visions und ernsthaftem optionalem Endgame lässt Resonance immer stärker wie ein vollwertiges klassisches JRPG wirken und immer weniger wie ein aufpolierter Schatten seiner Mobile-Vorlage.
⚔️ Zoldaad rüstet auf, Mysidia erwacht: Final Fantasy Resonance packt Visions, Esper und Endgame aus
Zwei Monate vor dem Start beginnt Square Enix, die Landkarte von Final Fantasy Resonance deutlich weiter aufzuziehen. Nach den bisherigen Einblicken in Rain, Lasswell, die Kristalle und das neue HD-2D-Kampfsystem bekommen wir diesmal gleich ein größeres Paket aus Weltbau, neuen Figuren, klassischen Serienhelden, Esper und jenen Gegnern, bei denen man besser nicht mit der Ausrüstung aus dem ersten Dorf auftaucht.

© SQUARE ENIX · Logo Illustration © Yoshitaka Amano
Neu vorgestellt wurden unter anderem das militärische Zoldaad-Imperium und die legendäre Magierstadt Mysidia. Dazu kommen sechs weitere bekannte Final Fantasy-Helden als Visions, vier prominente Esper und erstmals konkrete Angaben zu geheimen Dungeons, Gilgamesh und Ultima Weapon. Der Termin bleibt unverändert: Final Fantasy Resonance erscheint am 22. Oktober 2026.
🔥 Zoldaad besitzt den Feuerkristall – und ziemlich viele Waffen
Das Zoldaad-Imperium gehört offensichtlich zu jenen Ländern, bei denen eine große Menge Magitek selten zu einer friedlichen Außenpolitik führt. Das militärisch hochgerüstete Reich besitzt den Feuerkristall, hat in den vergangenen Jahren Luftschiffe und Magitek-Waffen in großer Zahl produziert und soll nun Pläne verfolgen, die Nachbarländer militärisch zu unterwerfen. Im Inneren sorgt die Herrschaft zugleich für wachsenden Widerstand.
An dessen Spitze steht Jake, der sich im Kampf eher wenig auf nüchterne Mathematik verlässt. Seine Fähigkeiten tragen Namen wie Coin Toss und Gamble Shot und machen Glück zu einem Teil seiner Kampftaktik. Auf der anderen Seite lernen wir drei weitere Mitglieder der Sworn Six kennen: Veritas of the Flame setzt auf gewaltige Feuerangriffe mit der Axt, Veritas of the Earth bringt Schild und Erdmagie mit, während Veritas of the Light ihre Gegner mit Lichtattacken und in ihre Panzerhandschuhe integrierten Kanonen bearbeitet.
Damit wird Zoldaad gleichzeitig politischer Schauplatz und technologischer Gegenpol zu vielen klassischeren Fantasygebieten des Spiels. Kristall, Luftschiff, Rebellion und Magitek in einem einzigen Land sind allerdings auch eine ausgesprochen effiziente Methode, möglichst viele Final Fantasy-Traditionen auf wenigen Quadratkilometern unterzubringen.
✨ Wenn Final Fantasy bei den Pixeln geblieben wäre
Der offizielle Final Fantasy Resonance Pixel Trailer zeigt das HD-2D-RPG, seine Visions, Esper und klassischen Rundenschlachten in Bewegung. Wer anschließend noch behauptet, Pixel müssten zwangsläufig klein aussehen, darf das bitte direkt Bahamut erklären.
❄️ Mysidia ist diesmal mehr als ein vertrauter Name
Mysidia klingt für Serienveteranen natürlich sofort bekannt, wird in Resonance aber als eigene Magiermetropole innerhalb dieser Welt aufgebaut. Selbst ihre Existenz gilt zunächst eher als Stoff alter Geschichten: Manche Menschen halten die Stadt für längst zerstört, andere sind überzeugt, dass sie noch immer existiert. Sicher weiß außerhalb Mysidias offenbar kaum jemand etwas.
Dort soll der Eiskristall verborgen sein. Eine der zentralen Figuren ist die Weise Sakura, die zwar wie ein junges Mädchen aussieht, sich jedoch so verhält, als hätte sie bereits erheblich mehr Jahrhunderte erlebt, als ihre äußere Erscheinung vermuten lässt. Sie verfügt über enorme magische Kräfte; ihre tatsächliche Herkunft bleibt vorerst ein Geheimnis.
Mit Zoldaad und Mysidia bekommt Resonance damit zwei sehr unterschiedliche große Pole: hier ein imperialer Magitek-Staat unter politischem Druck, dort eine beinahe mythische Stadt der Magier.
Der Feuerkristall bekommt Panzer.
Der Eiskristall bekommt vermutlich Bibliotheken.
Eigentlich erstaunlich fair verteilt.
✨ Lightning, Noctis und Clive werden zu Visions
Das auffälligste Serien-Fanservice steckt weiterhin in den Visions. Diese kristallisierten Abbilder legendärer Figuren können Rain und seine Gefährten im Kampf unterstützen und bringen ihre eigenen Fähigkeiten mit. Heute bestätigt Square Enix sechs weitere große Namen: Firion aus Final Fantasy II, Onion Knight aus III, Vaan aus XII, Lightning aus XIII, Noctis aus XV und Clive aus XVI.
Die Entwickler wollen sie allerdings nicht bloß als nostalgische Spezialattacken behandeln. Je stärker die Bindung zu einer Vision wächst, desto mehr Fähigkeiten werden freigeschaltet. Zusätzlich können Visions mit Magicite in drei Stufen erweckt werden. Da dieses Material begrenzt ist, müssen Spieler entscheiden, welche Helden besonders stark ausgebaut werden sollen. Wer innerhalb einer Runde sämtliche Gegner staggered, kann außerdem eine Resonance mit der ausgerüsteten Vision auslösen und einen besonders mächtigen Angriff starten.
Magicite steckt dabei unter anderem in Schatztruhen und wird von mächtigen optionalen Gegnern fallengelassen. Das ist ein kluger kleiner Kreislauf: Wer seine berühmten Helden stärker machen möchte, muss genau jene härteren Herausforderungen suchen, für die stärkere Visions anschließend besonders nützlich wären.
Parallel gibt es weitere Visions aus der eigentlichen Brave Exvius-Welt. Amelia, Camille, Wilhelm, Victoria und Ayaka decken Rollen von Feuerwaffen und Monsterjagd bis zum Tank, Schwarzmagier und Heiler ab. Resonance will also nicht nur ein Best-of alter Serienteile sein, sondern seine eigene Figurenauswahl daneben bestehen lassen.
🐉 Carbuncle kommt freundlich herein, Bahamut weniger
Bei den Esper macht Square Enix keine Experimente mit exotischen Neuzugängen, sondern serviert zunächst vier Namen, die praktisch zur Grundausstattung der Reihe gehören.
Carbuncle reflektiert mit Ruby Light gegnerische Magie. Leviathan überschwemmt sämtliche Gegner mit Tsunami. Odin bringt Zantetsuken mit und besitzt damit weiterhin die Chance auf sofortigen Tod. Und Bahamut tut das, was Bahamut seit Jahrzehnten besonders gut kann: mit Megaflare die Frage klären, wer auf dem Schlachtfeld gerade die größte Explosion besitzt.
Mechanisch bleiben Esper dabei nicht bloß für eine einzelne Animation. Sie kämpfen drei Runden an der Seite der Gruppe, bevor sie ihren großen Abschlussangriff einsetzen. Das dürfte ihre Beschwörung taktisch interessanter machen als das klassische „Knopf drücken, Film ansehen, Schaden ablesen“.
Wer Bahamut ruft, bekommt also tatsächlich ein paar Runden Drachenunterstützung. Das ist für Fantasyverhältnisse doch ein ziemlich ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis.
🗡️ Gilgamesh wartet natürlich auf einer großen Brücke
Noch interessanter ist der heutige Blick auf die optionalen Herausforderungen. In zahlreichen Höhlen sitzen Mighty Foes, deren Niederlage wertvolles Magicite einbringt. Daneben gibt es geheime Hochstufen-Dungeons, die nichts mit der eigentlichen Hauptgeschichte zu tun haben und ausdrücklich für gut entwickelte Gruppen gedacht sind.
Und dann wäre da Gilgamesh. Der wandernde Schwertkämpfer wird Rain während des Abenteuers mehrfach begegnen, bevor ein letzter Kampf an einem Ort wartet, den Square Enix mit ausgesprochen wenig Subtilität als „distinctly big bridge“ beschreibt. Wer Final Fantasy V kennt, darf an dieser Stelle vermutlich schon die Musik im Kopf starten.
Ganz am anderen Ende der Nahrungskette sitzt Ultima Weapon. Square Enix bezeichnet die Kreatur als den mächtigsten Gegner des Spiels und verlangt ausdrücklich maximale Vorbereitung und eine weit entwickelte Gruppe. Zusammen mit geheimen Dungeons, Kolosseum, mächtigen Höhlengegnern und den bereits früher vorgestellten legendären Waffen zeichnet sich damit ein JRPG ab, das nach dem eigentlichen Storyfortschritt noch ziemlich lange nicht Feierabend machen möchte.
Das passt zu dem Anspruch, Final Fantasy Brave Exvius nicht einfach auf moderne Plattformen zu übertragen. Final Fantasy Resonance rekonstruiert den ersten Storybogen des Mobile-RPGs als eigenständiges HD-2D-Abenteuer und möchte dabei klassische Kristall-Fantasy, Seriengeschichte und ein umfangreiches Offline-RPG miteinander verbinden.
Am 22. Oktober erfahren wir, ob dieses Gemisch trägt.
Wer vorher schon seine Gruppe für Ultima Weapon plant, hat den Begriff „optionaler Endgegner“ allerdings vermutlich nie besonders ernst genommen.






