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FF7-Klassiker auf Steam im Shitstorm
📰 Was ist los?
Square Enix hat eine neue PC-Version von Final Fantasy 7 auf Steam und GOG veröffentlicht, mit 3x-Speed, abschaltbaren Zufallskämpfen, Kampf-Boost und Autosave. Kurz nach Release rutschte das Spiel wegen technischer Probleme bei Kampfgeschwindigkeit, Bildrate und Präsentation auf „größtenteils negativ“.
🐛 Was denken wir?
Die Feature-Liste liest sich wie ein Wunschzettel, die Umsetzung wie ein hastiger Port, der sich auf dem Namen ausruht. Für einen der bekanntesten JRPG-Klassiker ist das zu wenig. Wer mit Nostalgie wirbt, sollte sie nicht mit Timing-Bugs und unscharfen Hintergründen sabotieren.
🎮 FF7 auf Steam: Update mit Shitstorm
Ein „moderne Komfortfunktionen“-Update für Final Fantasy 7 sollte die PC-Version auffrischen – und landet stattdessen bei „größtenteils negativ“ auf Steam.
⚙️ Neue Komfortfunktionen, altes Grundgerüst
Square Enix hat die PC-Fassung des Originals als neue Version auf Steam und GOG veröffentlicht. Die Story bleibt komplett unangetastet, dafür gibt es ein paar Schalter für bequemeres Durchspielen: einen 3x-Speed-Modus für Kämpfe, Reisen und ausgewählte Events, die Option, Zufallskämpfe abzuschalten, einen Kampf-Boost mit Autoheilung und permanent voller Limit-Leiste sowie Autosave.
Wer die 2013er-Version bereits besitzt, bekommt das neue Build ohne Aufpreis und findet beide Fassungen in der eigenen Bibliothek – theoretisch also freie Wahl zwischen „puristisch“ und „bequem“. Auf dem Papier klingt das nach genau dem Schritt, den viele JRPG-Veteranen seit Jahren fordern: weniger Grind, mehr Tempo, ohne am Kern des Spiels zu drehen.
💣 Technik-Pannen und „größtenteils negativ“
In der Praxis stolpert die Neuauflage erst einmal über ihre eigene Technik. Die wichtigste Änderung – höhere Bildrate und 3x-Speed – sorgt bei vielen Spielern für Timing-Probleme: Kämpfe laufen gefühlt doppelt so schnell, Animationen und Soundeffekte des alten Codes kommen nicht hinterher, Eingaben wirken hakelig. Gamesradar und andere Portale berichten von „dizzying battle speed“ und desynchronisierten Abläufen.
Obendrein wird über unscharfe Hintergründe, ein zusätzliches Launcher-Gerüst, Sound-Stottern und Screen Tearing geklagt. Kotaku fasst das wenig charmant als „Avoid it at all costs“ zusammen, während Insider-Gaming und TheGamer den schnellen Absturz auf „Mostly Negative“ dokumentieren. Square Enix hat inzwischen einen Notfall-Patch nachgereicht, der die schlimmsten Kampfgeschwindigkeits-Bugs adressieren soll – der Ruf dieses Re-Releases ist damit aber noch lange nicht rehabilitiert.
🧠 Unser Fazit: Mehr Menü als Magie
Man merkt diesem Update an, was es sein sollte: ein kleiner Service am Klassiker, der die Hürden zwischen Neulingen und fast 30 Jahre altem Design etwas absenkt. Herausgekommen ist vorerst ein merkwürdiger Zwischenzustand: zu viel Komfort, um als puristischer Port durchzugehen, zu wenig Sorgfalt, um wirklich als „bestmögliche PC-Version“ zu taugen.
Gerade bei einem Titel wie Final Fantasy 7 ist der Anspruch gnadenlos hoch – wer hier eine neue Fassung auf den Markt wirft, muss technisch sitzen wie der erste Auftritt von Sephiroth. Im Moment fühlt sich das eher an, als hätte jemand an den richtigen Reglern gedreht, aber vergessen, das Mischpult zu kalibrieren. Wenn die Patches nachziehen und beide Builds stabil nebeneinander existieren, kann der Shitstorm sich legen. Bis dahin bleibt der neue Steam-Release vor allem eins: eine Mahnung, dass „Quality of Life“ ohne Qualitätskontrolle schnell zur Verschlimmbesserung wird.



