Zehn Jahre nach dem Happy End: Ever After Again holt Reynardo zurück – Demo ist live
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Reynardos Ruhestand war offenbar nur eine Demo
📰 Was ist los?
Spearhead Games hat Ever After Again: A Stories Adventure angekündigt. Der eigenständige Nachfolger zu Stories: The Path of Destinies spielt zehn Jahre später und befindet sich für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S in Entwicklung. Eine kostenlose Steam-Demo ist bereits verfügbar.
🐛 Was denken wir?
Die Rückkehr der verzweigten Geschichten ist schon interessant, der bessere Teil der Ankündigung steckt aber im letzten Satz: Man kann das Ding heute ausprobieren. Genau so darf eine überraschende Indie-Ankündigung aussehen – und Reynardos sarkastischer Erzähler bekommt nach zehn Jahren vermutlich reichlich neues Material.
📖 Zehn Jahre nach dem Happy End: Ever After Again holt Reynardo zurück – Demo ist live
Happy Ends besitzen in Fantasygeschichten einen gewaltigen Vorteil: Normalerweise endet das Buch unmittelbar danach. Niemand muss beobachten, wie der Held zehn Jahre später feststellt, dass Ruhestand, große Liebe und besiegtes Böse offenbar nur eine zeitlich begrenzte Sonderaktion waren.

Reynardo bekommt dieses Privileg nicht. Spearhead Games hat heute überraschend Ever After Again: A Stories Adventure angekündigt, einen eigenständigen Nachfolger zu Stories: The Path of Destinies. Und diesmal bleibt es nicht bei Trailer und Wunschlistenknopf: Eine kostenlose PC-Demo ist bereits jetzt auf Steam spielbar.
Zehn Jahre nach dem ersten Abenteuer muss der ehemalige Himmelspirat also wieder ran. Das Knie zwickt inzwischen etwas mehr, das Böse zeigt keinerlei Rücksicht auf Rentenpläne und irgendwo wartet das Book of Destinies darauf, erneut eine beeindruckende Zahl schlechter Entscheidungen zu dokumentieren.
🦊 Reynardos Happy End hatte ein Ablaufdatum
Im ursprünglichen Stories: The Path of Destinies durchlebte Reynardo immer neue mögliche Zukunftsverläufe, bis er schließlich den Weg fand, Imperator Isengrim zu besiegen. Nebenbei entlarvte er einen Verräter, überlebte ausgesprochen fragwürdige alte Magie und fand mit Zenobia wieder zusammen.
Danach heirateten beide und zogen sich aus dem Abenteuergeschäft zurück.
Zehn Jahre später bedroht nun ein noch größeres Übel Boreas. Reynardo greift deshalb erneut zum Book of Destinies und sucht durch verschiedene mögliche Geschichtsverläufe nach jenem Heldenpfad, der die Welt retten kann. Neueinsteiger müssen den Vorgänger dafür nicht gespielt haben; Spearhead beschreibt Ever After Again ausdrücklich als eigenständige Fortsetzung.
Das Prinzip bleibt herrlich gemein: Entscheidungen öffnen neue Wege, Konsequenzen und Geheimnisse. Reynardo kann gewinnen, scheitern oder sterben. Letzteres offenbar häufig genug, dass Steam es vorsichtshalber gleich in der Spielbeschreibung erwähnt.
🎬 Reynardo öffnet das Buch wieder
Der Reveal-Trailer zu Ever After Again: A Stories Adventure zeigt Reynardos Rückkehr nach Boreas, neue Kämpfe und einige Zukünfte, die vermutlich wieder ausgesprochen schlecht enden:
📚 Das Book of Destinies merkt sich auch die schlechten Ideen
Die verzweigte Erzählstruktur ist wieder das Herzstück. Spieler öffnen das Book of Destinies und bewegen Reynardo durch Geschichten, die sich je nach Entscheidung unterschiedlich entwickeln und teilweise wieder ineinander zurücklaufen. Bereits besuchte Schlüsselpunkte lassen sich später gezielt anwählen, damit für einen anderen Weg nicht jedes Mal das komplette Abenteuer erneut durchgespielt werden muss.
Zurück ist auch der reaktive Erzähler. Er kommentiert Erfolge, Niederlagen und jene Entscheidungen, bei denen Reynardo vermutlich selbst gern behaupten würde, dass jemand anderes den Controller gehalten hat. Spearhead verspricht erneut den sarkastischen Ton, der schon den Vorgänger deutlich von gewöhnlicher Fantasykost abhob.
Boreas selbst bleibt eine farbenfrohe Fantasywelt aus schwebenden Inseln, Luftschiffen und Magie. Der neue Trailer zeigt gleichzeitig, dass die zehn Jahre offenbar auch dort nicht für übermäßig viel städtebauliche Ruhe gesorgt haben.
⚔️ Diesmal darf Reynardo seinen Kampfstil ständig umbauen
Beim Kampfsystem baut Spearhead stärker um. Nahkampfwaffen, Fernangriffe und Magie lassen sich zu schnellen Aktionsketten kombinieren. Dazu kommt ein kartenbasiertes Fortschrittssystem: Abgeschlossene Storypfade schalten Karten für Waffen, Zauber und passive Kräfte frei, die anschließend verbessert und miteinander kombiniert werden können.
Dadurch soll Reynardo seinen Spielstil kurzfristig verändern können. Aus einer offensiven Glaskanone kann ein deutlich widerstandsfähigerer Kämpfer werden, ohne dafür das Abenteuer neu anfangen oder sich dauerhaft auf einen Build festlegen zu müssen.
Das passt erstaunlich gut zum Grundgedanken der Reihe. Wenn die Geschichte ohnehin ständig alternative Zukünfte ausprobiert, darf der Held schließlich ebenfalls gelegentlich seine komplette Persönlichkeit in Form einer neuen Kartenkombination austauschen.
🎮 Die Demo ist bereits live
Der eigentlich schöne Teil der heutigen Ankündigung wartet direkt auf Steam: Die Demo kann ab sofort heruntergeladen werden. Das vollständige Spiel bleibt dort noch bei „Coming soon“; einen Veröffentlichungstermin hat Spearhead bisher nicht genannt. Neben PC sind PlayStation 5 und Xbox Series X|S bestätigt.
Damit kehrt Spearhead Games mit einem Stoff zurück, zu dem das Studio selbst eine besondere Beziehung hat. Mitgründer Atul Mehra bezeichnet den Vorgänger als eines jener Projekte, auf die das Team besonders stolz sei, und hebt die Rückkehr zu Reynardo und seiner Welt ausdrücklich hervor.
Noch besser ist allerdings die Reihenfolge dieser Rückkehr.
Spiel ankündigen. Trailer zeigen. Demo freischalten.
Das Book of Destinies hat offenbar tatsächlich mal eine vernünftige Entscheidung ausgespuckt.




