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🌀 Eternal Ruins: Kuscheliger Abstieg ins Labyrinth
Ein TTRPG, das aussieht wie ein Ghibli-Tagtraum, sich anfühlt wie Hollow Knight auf Kräutertee und trotzdem mit einem 190-Seiten-Quickstart ankommt: Eternal Ruins verspricht gemütlichen Dungeon-Crawl mit leiser Melancholie statt Dauer-Loot-Stress.
🌫️ Kuscheldungeon mit Ghibli-Traurigkeit
Eternal Ruins: The Roleplaying Game stammt von Mythworks und schickt kleine, putzige Wanderer in ein endloses Labyrinth aus Ruinen, Relikten und Realitätssprüngen. Laut Publisher geht es explizit um die Erkundung eines „endlosen Labyrinths voller uralter Geheimnisse“, nicht um Monsterkloppen im Akkord.
Atmosphärisch bewegt sich das Spiel irgendwo zwischen The Legend of Zelda, Hollow Knight, ICO und Nausicaä: weiche Farben, zarte Figuren, viel Leere und noch mehr Atmosphäre. Die Ruinen wirken eher wie vergessene Erinnerungen als wie typische Dungeon-Korridore, was Eternal Ruins sofort aus der Masse der „kuscheligen“ TTRPGs heraushebt.
🎲 Drei Spielmodi, zwei Würfel, viele Geschichten
Gespielt wird in drei Modi:
- Freeform als offene Sandbox für Gespräche mit NSC, seltsame Begegnungen und kleine Alltagsmomente.
- Exploration, das längere Reisen und Streifzüge abstrahiert und per Zufallstabelle zwischen „wunderschön“ und „katastrophal“ pendeln lässt.
- Camping für Lagerfeuer, Reparaturen, Kochen, Erzählen – also den Teil, an den sich die Gruppe später erinnert.
Regelseitig nutzt Eternal Ruins den Wild-Words-Motor: Gewürfelt wird mit zwei W6, eine Sechs ist Erfolg, vier bis fünf gemischter Ausgang, darunter wird es unschön. Doppelte Ergebnisse kippen die Szene in großen Triumph oder großes Scheitern, je nachdem, was der Tisch draus macht. Herkunft und Pfad der Figur beeinflussen, wie riskant sich jemand ins Labyrinth wagt.
Die Autoren versprechen „accessible complexity“: genug Systeme, damit Charaktere sich entwickeln, aber ohne Tabellenhölle. Wer nachlesen will, bekommt den Quickstart mit knapp 190 Seiten kostenlos über die offizielle Seite.
🎥 Eternal Ruins: A World Without End
Das offizielle Video „A World Without End“ zeigt, wie die Wanderer von Eternal Ruins durch ihr endloses Labyrinth ziehen – sanfte Animationen, melancholische Musik und der volle Cozy-Dungeon-Vibe direkt vom offiziellen Eternal Ruins-Channel auf YouTube:
🕯️ Unser Fazit: Leise Ruinen, laute Kickstarter-Kasse
Während viele Cozy-TTRPGs am Ende wie „D&D, aber alle tragen Pastell“ wirken, traut sich Eternal Ruins sichtbar mehr Eigenton zu. Kein 5e-Hack, sondern ein eigenes System, das Stimmung vor Optimierung stellt. Genau das braucht ein Markt, der sonst jeden Dungeon mit Attack-of-Opportunity-Mathematik erschlägt.
Der Kickstarter liegt schon deutlich über dem Finanzierungsziel und läuft noch einige Wochen. Wenn Mythworks die Balance aus Trost, Traurigkeit und echter spielerischer Spannung hält, könnte Eternal Ruins zu dem Spiel werden, das man lächelnd auspackt, wenn klassische Kampagnen zu laut, zu lang und zu anstrengend geworden sind.



