Enshrouded baut Version 1.0 gewaltig aus – mit Fluginseln, eigenen Dungeons und Nekromantie

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Version 1.0 zeigt endlich ihr wahres Ausmaß

📰 Was ist los?
Keen Games hat zahlreiche bislang kaum gezeigte Inhalte für Enshrouded 1.0 präsentiert. Dazu gehören Fluginseln mit einer alten Erbauer-Zivilisation, mechanische Gegner, ein umfangreiches Logiksystem für Basen, selbst konstruierbare Dungeons, Nekromantie und neue Möglichkeiten zum Bauen im Shroud.

🐛 Was denken wir?
Das ist erheblich interessanter als die längst bekannte Terminmeldung. Vor allem Logiksystem, Dungeonbau und Nekromantie erweitern bestehende Spielweisen, statt nur mehr Karte und zusätzliche Gegner anzuhängen. 1.0 bekommt dadurch tatsächlich den Charakter eines großen Entwicklungsschritts.

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🏰 Enshrouded baut Version 1.0 gewaltig aus – mit Fluginseln, eigenen Dungeons und Nekromantie

Der 15. Oktober stand längst im Kalender. Was bislang fehlte, war eine vernünftige Antwort auf die wichtigere Frage: Was macht Version 1.0 eigentlich zu mehr als dem Moment, in dem das Early-Access-Schild von der Tür genommen wird?

Zwei Figuren blicken in Enshrouded auf eine gewaltige Landschaft aus schwebenden Felsinseln, Ruinen und alten Bauwerken.
Mit Version 1.0 wächst Embervale in die Höhe: Die neuen Fluginseln führen zu den Hinterlassenschaften der geheimnisvollen Erbauer. © Keen Games

Darauf hat Keen Games jetzt eine ziemlich umfangreiche Antwort gegeben. In einer ausführlichen Entwicklerpräsentation wurden zahlreiche Inhalte gezeigt, die mit Version 1.0 in Enshrouded einziehen. Und die reichen von einer neuen Weltregion mit schwebenden Inseln über mechanische Wächter bis zu Logiksystemen, selbst konstruierten Dungeons und einer Karriere als Nekromant.

Am 15. Oktober 2026 verlässt das deutsche Survival-Action-RPG den Early Access auf PC und erscheint gleichzeitig für PlayStation 5 und PS5 Pro. Xbox Series X|S folgt im Frühjahr 2027. Der Termin ist alt. Das Bild davon, wie viel sich bis dahin noch verändert, ist seit heute erheblich schärfer.

☁️ Embervale wächst nach oben

Die auffälligste Erweiterung schwebt buchstäblich über der bisherigen Welt. Mit Version 1.0 kommen neue fliegende Inseln hinzu, durch die Embervale insgesamt auf ungefähr 100 Quadratkilometer anwachsen soll.

Die Region setzt stärker auf vertikale Erkundung. Klettern, Greifhaken und Gleiter werden benötigt, um zwischen Höhenebenen und schwebenden Landmassen voranzukommen. Der Weg dorthin führt zunächst durch neue Dungeons, die zu einer alten Zivilisation gehören, die Keen Games als die Erbauer bezeichnet.

🎬 Enshrouded bereitet sich auf Version 1.0 vor

Der offizielle Trailer kündigte ursprünglich den Termin an, zeigt aber bereits mehrere Eindrücke der großen Erweiterung, die Keen Games jetzt wesentlich genauer vorgestellt hat.

Diese Kultur dürfte für den letzten großen Teil der Geschichte wichtig werden. Ihre Ruinen und technischen Hinterlassenschaften stehen im Zentrum der neuen Region – einschließlich roboterartiger Wächter, die deutlich aus dem bislang stärker klassischen Fantasy-Bestiarium herausfallen. Unter den neuen Bossen befindet sich beispielsweise eine gewaltige mechanische Spinne.

Gerade dieser Bruch ist interessant. Enshrouded war zwar nie eine völlig traditionelle Mittelalterwelt, doch Version 1.0 scheint die verlorene Hochkultur hinter Embervale nun wesentlich offensiver mit alter Technologie und Fantasy zu verbinden.

⚙️ Aus der eigenen Basis kann ein Dungeon werden

Fast noch spannender ist, was Keen Games mit dem ohnehin ungewöhnlich starken Bausystem vorhat. Version 1.0 ergänzt Logikbausteine, mit denen einzelne Elemente miteinander verknüpft werden können.

Hebel, Schalter und Druckplatten können Türen öffnen, Beleuchtung aktivieren oder andere Mechanismen auslösen. Das Ganze geht jedoch erheblich weiter als eine automatisch angehende Lampe im Wohnzimmer. Fallen lassen sich schalten, Gegner können erzeugt und ganze Abläufe konstruiert werden.

Damit können Spieler im Prinzip eigene Dungeons bauen. Wer schon jetzt Burgen, Dörfer und absurde Megabauten in Embervale errichtet, bekommt dadurch eine völlig neue Ebene. Räume müssen nicht länger nur gut aussehen. Sie können reagieren, Fallen besitzen und tatsächlich spielerische Herausforderungen darstellen.

Das ist vermutlich eine jener Ergänzungen, deren eigentliche Möglichkeiten Keen Games selbst erst nach der Veröffentlichung vollständig sehen wird. Wenn man einer Community, die bereits mit Voxeln halbe Kathedralen baut, plötzlich Schalter, Fallen und Monster-Trigger gibt, wird irgendjemand innerhalb weniger Wochen etwas bauen, das kein Entwickler vorgesehen hatte.

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💀 Magier dürfen künftig die Toten zur Arbeit schicken

Auch beim Charakterbau bleibt es nicht bei einigen zusätzlichen Prozentwerten. Magier bekommen neue Zauber, der kleine Zauberstab erhält einen schweren Angriff – und im erweiterten Fähigkeitsbereich taucht Nekromantie auf.

Das bislang gezeigte Skill-System enthält unter anderem eine Fähigkeit namens Advanced Necromancy, mit der sich die maximale Zahl beschworener Hollow-Verbündeter erhöhen lässt. Damit wird aus dem bislang eher klassischen Magier tatsächlich ein Beschwörer, der mit untoten beziehungsweise geisterhaften Helfern in den Kampf ziehen kann.

Für ein Fantasy-Survival-RPG ist das eine ziemlich reizvolle Erweiterung. Bisher war Enshrouded beim Bauen oft freier als beim eigentlichen Rollenspiel. 1.0 scheint deshalb gezielt zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen, auch den eigenen Spielstil stärker auszudifferenzieren.

Und selbst der Shroud verliert einen Teil seiner bisherigen Unantastbarkeit. Basen sollen künftig innerhalb des Nebels möglich sein. Ganz frei darf dort allerdings nicht losgebaut werden: Spieler müssen sich offenbar von außerhalb Stück für Stück in den Shroud hineinarbeiten.

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🎙️ Selbst das Grunzen bekommt ein Upgrade

Viele kleinere Änderungen wirken daneben fast unspektakulär, dürften im Alltag aber ähnlich wichtig werden. NPCs erhalten richtige vertonte Dialoge, während gefundene Notizen künftig vorgelesen werden können. Die Audioaufnahmen lassen sich pausieren und später fortsetzen.

Auch beim Looten und Lagern wird entschlackt. Herumliegende Ressourcen können automatisch eingesammelt werden, Truhen lassen sich direkt verbessern, ohne zuvor ihren gesamten Inhalt auszuräumen, und Kisten sowie Markierungen können eigene Namen bekommen.

Der Einstieg soll weniger grindlastig werden, während Spieler auf Wunsch realistischere Körperproportionen für ihre Figuren aktivieren können. Gleichzeitig überarbeitet Keen Games zahlreiche bereits bestehende Orte.

Dazu kommen technische Arbeiten. Entfernte Gebäude und Landschaften sollen künftig detaillierter dargestellt werden, ohne dass daraus zwangsläufig höhere Hardwareanforderungen entstehen. Im Gegenteil: Für Version 1.0 verspricht das Studio weitere Performance-Optimierungen.

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🌍 Version 1.0 soll die Welt vollenden – aber nicht das Spiel

Der Schritt aus dem Early Access bekommt dadurch eine interessante Bedeutung. Keen Games betrachtet Version 1.0 offenbar als den Punkt, an dem Embervale als Welt und die zentrale Geschichte vollständig werden. Das bedeutet allerdings ausdrücklich nicht, dass anschließend Schluss ist.

Enshrouded hat inzwischen rund 5,5 Millionen Spieler erreicht. Das Studio arbeitet nach eigenen Angaben derzeit an keinem neuen Projekt und möchte sein Survival-RPG noch jahrelang weiterentwickeln.

Was nach 1.0 konkret kommt, bleibt offen. Keen Games hält sogar Reisen in völlig andere Welten für denkbar. Das wäre eine erhebliche Erweiterung gegenüber dem bisherigen Modell, bei dem Embervale mit jedem Update Stück für Stück nach außen gewachsen ist.

Zunächst wartet aber der 15. Oktober. Und die heutige Präsentation verändert die Perspektive auf diesen Termin deutlich: Enshrouded 1.0 wirkt inzwischen weniger wie eine Abschlussprüfung nach zweieinhalb Jahren Early Access als wie noch einmal ein ziemlich großes Inhaltsupdate.

Embervale wächst ein letztes Mal. Zumindest solange, bis Keen Games sich überlegt, dass eine Welt wohl doch nicht genug ist.

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