Droneland startet im Oktober: Oliver Masucci jagt einen Mörder im Europa der Überwachungsdrohnen

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Wenn die Dystopie beim Drehbuch anruft und sagt, sie sei schon da

📰 Was ist los?
Droneland startet am 8. Oktober bei MagentaTV. Die sechsteilige Science-Fiction-Serie adaptiert Tom Hillenbrands Roman Drohnenland und schickt Oliver Masucci und Sophie Mousel als ungewöhnliches Ermittlerduo in ein von KI und Überwachungsdrohnen geprägtes Europa. Die erste Folge ist zum Start kostenlos ohne Anmeldung verfügbar.

🐛 Was denken wir?
Hier funktioniert die verspätete Adaption ausgerechnet als Vorteil. Dass die Macher ihre Near-Future-Geschichte immer wieder umschreiben mussten, weil die technische und politische Wirklichkeit nachzog, gibt Droneland eine unangenehme Aktualität. Und 39 Fassungen für die erste Folge, weil der Zukunftsthriller nicht schnell genug vor der Gegenwart weglaufen konnte, ist schon eine ziemlich bemerkenswerte Produktionsgeschichte.

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🤖 Droneland startet im Oktober: Oliver Masucci jagt einen Mörder im Europa der Überwachungsdrohnen

Manchmal altert Science-Fiction schlecht, weil die beschriebene Zukunft irgendwann altmodisch aussieht. Bei Droneland entstand offenbar das gegenteilige Problem: Die Wirklichkeit kam der Dystopie während der Produktion immer wieder zuvor. Am 8. Oktober 2026 startet die sechsteilige Serienadaption von Tom Hillenbrands Roman Drohnenland exklusiv bei MagentaTV, mit Oliver Masucci, Sophie Mousel und einem überwachten Europa, in dem KI und Drohnen längst zum Alltag gehören.

Zwei Ermittler stehen in einem dunklen modernen Gebäude mit Metalltreppen und geometrischen Deckenelementen; der Mann im Vordergrund trägt eine dunkelgrüne Jacke, die Frau dahinter schwarze Kleidung.
In Droneland ermitteln Aart Westerfeld und Nina Bittman in einem Europa, in dem KI und Drohnen praktisch jeden Schritt überwachen.
© Iris Productions / Syrreal Cats / Topkapi Series / Enter Film / Krzysztof Wiktor

Hillenbrands Roman erschien bereits 2014. Zwölf Jahre später ist aus der damaligen Zukunftsvision eine internationale Near-Future-Produktion geworden, deren Drehbücher während der Entwicklung immer wieder angepasst werden mussten. Produzent Siegfried Kamml erzählte beim Seriencamp, die Realität habe die Romanvorlage praktisch eingeholt. Allein die erste Episode kam deshalb auf 39 Drehbuchfassungen.

🤖 Mordermittlung unter permanenter Beobachtung

Im Mittelpunkt steht Aart Westerfeld, gespielt von Oliver Masucci. Der ehemalige Soldat ist von seinen Kriegserfahrungen gezeichnet und untersucht gemeinsam mit der idealistischen Europol-Agentin Nina Bittman, gespielt von Sophie Mousel, den Mord an einem Politiker. In einer Gesellschaft, die ihre Bürger mithilfe von Drohnen und künstlicher Intelligenz beinahe lückenlos überwacht, sollte ein Mord eigentlich schwer zu verbergen sein. Natürlich führt die Spur trotzdem ziemlich schnell in eine größere Technologie-Verschwörung.

Die Serie positioniert sich dabei ausdrücklich zwischen Science-Fiction, Crime-Thriller und europäischem Neo-Noir. Überwachung, KI, politische Radikalisierung und die Verlockung vermeintlich perfekter digitaler Welten gehören zum Kern der Geschichte. Das internationale Ensemble ergänzt unter anderem Sibel Kekilli, Elise Schaap, Marc Limpach, Alexander Scheer und Gijs Naber.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

📖 Zwölf Jahre später sieht Drohnenland plötzlich ziemlich gegenwärtig aus

Gerade der Abstand zur Buchvorlage macht die Adaption spannend. Als Hillenbrand Drohnenland schrieb, waren eine weitreichende algorithmische Überwachung und autonome Drohnensysteme noch deutlich stärker Zukunftsszenario. Für die Serienmacher entwickelte sich daraus ein bewegliches Ziel: Showrunner Nicolas Steil beschrieb, wie die vermeintlich nahe Zukunft während der Arbeit immer näher rückte, während Kamml erklärte, man habe Drehbücher teilweise monatlich überarbeiten müssen.

Das gibt Droneland einen reizvollen Ausgangspunkt. Die Serie muss heute nicht mehr erklären, weshalb KI und Drohnen gesellschaftlich relevant sein könnten. Sie kann direkt dort ansetzen, wo die unangenehmere Frage beginnt: Was passiert, wenn aus diesen Werkzeugen ein nahezu lückenloses System politischer und gesellschaftlicher Kontrolle wird?

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🎬 Sechs Folgen – und der Einstieg ist kostenlos

Droneland umfasst sechs Episoden mit jeweils rund 45 Minuten Laufzeit. Gedreht wurde 2025 in Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden und Polen. Produziert wird die Serie von der Iris Group in Koproduktion mit Syrreal Cats, Topkapi Series, Enter Film und dem ZDF sowie in Zusammenarbeit mit MagentaTV. Regie führen Max Zähle und Félix Koch.

Am 8. Oktober beginnt zunächst das exklusive MagentaTV-Fenster. Folge 1 lässt sich kostenlos und ohne Registrierung auf MagentaTV und in der App ansehen. Im Laufe des Jahres 2027 soll die Serie anschließend auch beim ZDF und dessen Streamingangebot erscheinen.

Tom Hillenbrand schrieb 2014 über eine Zukunft voller Drohnen und algorithmischer Kontrolle. Zwölf Jahre später bestand die größte Herausforderung der Verfilmung offenbar darin, die Gegenwart wieder auf Abstand zu bekommen.

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