Die Odyssee: Nolans Mythos-Epos bleibt knapp unter drei Stunden

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Zyklop passt gerade noch durchs IMAX-Tor

📰 Was ist los?
Christopher Nolans Die Odyssee soll 172 Minuten laufen. Der Film startet in Deutschland am 16. Juli 2026 und wird in zahlreichen Sonderformaten gezeigt, darunter IMAX, 35mm und 70mm, sofern die Kinos technisch entsprechend ausgestattet sind.

🐛 Was denken wir?
172 Minuten sind für normale Menschen eine beachtliche Sitzprobe. Für Nolan ist das fast schon ein höfliches Nicken in Richtung Publikum. Spannend ist weniger die Länge selbst als die Frage, ob dieser Stoff endlich wieder das bekommt, was ihm zusteht: Kino als Mythosmaschine, nicht als digitale Sandalenparade.

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🏛️ Die Odyssee: Nolans Mythos-Epos bleibt knapp unter drei Stunden

172 Minuten Heimweg: Christopher Nolan schickt Odysseus im Juli ins IMAX-Kino

Christopher Nolan macht es kurz. Also, kurz nach Nolan-Maßstab natürlich. Sein neues Mythologie-Epos Die Odyssee soll laut Filmstarts eine Laufzeit von 172 Minuten haben – also 2 Stunden und 52 Minuten. Damit bleibt der Film tatsächlich unter der Drei-Stunden-Marke, wenn auch nur mit der Eleganz eines Zyklopen, der seitlich durch eine Kinotür will. Der deutsche Kinostart ist für den 16. Juli 2026 angesetzt.

Der Film basiert auf Homers antikem Epos und erzählt die Irrfahrt des Odysseus nach dem Trojanischen Krieg. Matt Damon spielt Odysseus, außerdem gehören unter anderem Tom Holland, Anne Hathaway, Zendaya, Charlize Theron, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o, Benny Safdie, Elliot Page, Samantha Morton, Himesh Patel und Jon Bernthal zum Ensemble.

Ein erschöpfter griechischer König steht auf einem sturmumtosten Schiff, während im Nebel Inseln, göttliche Wolken und mythologische Gefahren auftauchen.

🌊 Homer mit Großformat

Die Laufzeit passt zum Stoff. Die Odyssee ist schließlich keine kleine Heimreise mit schlechtem Fähranschluss. Odysseus kämpft mit Göttern, Monstern, Verführung, Verlust, Irrfahrt, Schuld und der sehr menschlichen Frage, wie viel von einem Mann übrig bleibt, wenn er nach Jahren der Gewalt endlich wieder nach Hause will.

Dass Nolan diesen Stoff im Großformat anfasst, ist logisch. Kaum ein anderer aktueller Regisseur hängt so sichtbar an Kino als Ereignis: großes Bild, physische Präsenz, schwere Projektoren, laute Räume, wenig Interesse daran, dass ein Film auf dem Handy neben einer Müslischale seine volle Wirkung entfaltet.

Die Odyssee wurde als einer der ersten großen Blockbuster vollständig mit IMAX-Filmkameras gedreht. Das ist bei Nolan natürlich nicht nur Technik, sondern Glaubenssatz: Wenn schon Mythos, dann bitte mit maximalem Bilddruck.

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🧭 Die Gefahr: Ehrfurcht allein reicht nicht

Trotzdem bleibt die Sache heikel. Homer ist kein Franchise-Baukasten, den man einfach mit Stars, Wellen und donnernden Trommeln auflädt. Die Odyssee lebt von Episoden, Wiederholungen, Prüfungen, List, Schmerz und einer sehr alten Erzählform, die nicht automatisch in moderne Blockbusterlogik passt.

Nolan muss also mehr schaffen als „Odysseus in sehr groß“. Der Film braucht Wucht, aber auch Rhythmus. Er braucht Monster, aber auch Heimkehr. Er braucht Spektakel, aber auch Müdigkeit. Denn Odysseus ist nicht einfach ein Held, der Abenteuer erlebt. Er ist ein Überlebender, der immer weiter vom eigenen Zuhause weggespült wird.

Genau darin liegt die Chance. Ein Mythosfilm, der nicht nur brüllt, sondern auch die Erschöpfung seiner Legende spürbar macht, könnte wirklich stark werden.

📺 Trailer

Die Odyssee zeigt im neuen Trailer Christopher Nolans mythische Heimreise mit Matt Damon, Anne Hathaway und sehr viel IMAX-Wucht.

🪓 Unter Drei Stunden sind nur auf dem Papier ein Makel

Mit 172 Minuten bleibt Die Odyssee knapp unter jener psychologischen Grenze, bei der Kinosessel, Blase und mythologischer Anspruch eine stille Dreiecksbeziehung eingehen. Aber ehrlich: Wer Nolan und Homer kombiniert, erwartet keinen 98-Minuten-Ausflug mit höflichem Abspann.

Der Film wird lang; er soll auch lang sein. Die eigentliche Frage ist nur, ob diese Länge der antiken Wucht dient, oder einem Regisseur, der keinen Schnitt akzeptieren wollte. Am 16. Juli 2026 wissen wir mehr. Bis dahin kann man schon einmal festhalten: Nolan unterbietet die Drei-Stunden-Marke. Aber wirklich nur, weil selbst Odysseus irgendwann nach Hause muss.

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