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Zwei Stimmen bleiben offenbar am Boden
📰 Was ist los?
Jim Cummings erklärt, dass er im seit Jahren entwickelten Darkwing Duck-Comeback nicht mehr Darkwing Duck sprechen wird. Auch Terry McGovern soll als Launchpad McQuack ersetzt werden. Beide hatten zuvor bereits mit dem Projekt in Verbindung gestanden; Cummings nahm nach eigener Aussage sogar einen Pilot auf.
🐛 Was denken wir?
Eine neue Stimme kann funktionieren, aber gerade bei Darkwing ist das ein ziemlich massiver Wechsel. Interessanter finde ich fast die Frage, was hinter den Kulissen noch verändert wurde: Wenn Cummings vor wenigen Monaten bereits über eine erwachsene Gosalyn sprach und jetzt plötzlich beide zentralen Originalstimmen raus sind, dürfte das Projekt inzwischen zumindest teilweise neu sortiert worden sein.
🦆 Der Schrecken der Nacht klingt bald anders: Darkwing Duck wird offenbar neu besetzt
Darkwing Duck soll tatsächlich wieder durch St. Canard flattern. Nur dürfte der maskierte Rächer dabei ziemlich ungewohnt klingen. Jim Cummings, der Darkwing seit der Originalserie von 1991 seine Stimme gibt, erklärt in einem neuen Interview, dass er für das seit Jahren entwickelte Comeback nicht mehr als Titelheld vorgesehen ist. Auch bei Launchpad McQuack soll Disney beziehungsweise die aktuelle Produktion auf eine neue Stimme setzen.

Das ist deshalb eine überraschende Entwicklung, weil Cummings offenbar längst mehr als unverbindliche Gespräche geführt hatte. Nach eigenen Angaben nahm er bereits vor mehreren Jahren einen Pilot beziehungsweise ein Testprojekt auf. Die Resonanz sei damals ausgesprochen positiv gewesen. Trotzdem heißt es nun, wie Cummings gegenüber Collider formuliert: „they’re hiring somebody else to be Darkwing Duck.“
🎙️ Auch Launchpad verliert seine klassische Stimme
Darkwing ist nicht die einzige prominente Umbesetzung. Terry McGovern, der Launchpad McQuack bereits in der ursprünglichen DuckTales-Serie und anschließend bei Darkwing Duck sprach, soll ebenfalls nicht für die neue Produktion zurückkehren.
Nach Cummings’ Darstellung wird auch Launchpad von einem anderen Sprecher übernommen. Wer die beiden Rollen erhält, ist bislang unbekannt. Disney hat weder eine Besetzung vorgestellt noch die Entscheidung öffentlich erläutert.
Gerade bei Darkwing Duck ist das ein beträchtlicher Einschnitt. Cummings war nicht einfach irgendeine frühere Stimme der Figur, sondern prägte Drake Mallard über mehr als drei Jahrzehnte hinweg. Die Mischung aus übertriebenem Heldenpathos, ständig verletztem Ego und ausgesprochen fragwürdiger Selbsteinschätzung gehörte mindestens genauso stark zur Figur wie Cape, Hut und Gaswerfer.
🧨 Vor wenigen Monaten klang das Projekt noch ganz anders
Noch interessanter wird die Sache durch Cummings’ Aussagen vom Frühjahr. Im März bestätigte er, dass weiterhin an der neuen Serie gearbeitet werde, und erwähnte sogar einen entscheidenden erzählerischen Punkt: Gosalyn ist in dieser Version erwachsen.
Damals klang alles stark nach einer Fortsetzung beziehungsweise einem Revival der ursprünglichen Serie statt nach einem vollständigen Neustart. Cummings sprach davon, dass bereits Material aufgenommen worden sei, und vermittelte eindeutig den Eindruck, weiterhin selbst beteiligt zu sein.
Bereits zuvor hatte er das Konzept mit Geschichten verglichen, in denen ein älter gewordener Held nach langer Pause noch einmal zurückkehren muss. Drake Mallard wäre demnach ebenfalls gealtert, während seine Adoptivtochter Gosalyn längst erwachsen ist. Das hätte dem Projekt eine erheblich interessantere Ausgangslage gegeben als einen simplen Neustart derselben Geschichte.
Ob diese Grundidee nach der Umbesetzung weiterhin gilt, ist derzeit allerdings offen.
🏙️ Seit 2020 steckt Darkwing im Entwicklungsnebel
Ein neues Darkwing Duck wurde erstmals 2020 öffentlich als Entwicklungsprojekt bekannt. Seth Rogen, Evan Goldberg, James Weaver und Alex McAtee waren über Point Grey Pictures als Produzenten beziehungsweise Executive Producer mit dem Projekt verbunden. Danach wurde es über Jahre erstaunlich still.
Zwischendurch gab es sogar widersprüchliche Aussagen darüber, ob die Serie überhaupt noch existiert. Spätere Kommentare von Beteiligten deuteten jedoch immer wieder darauf hin, dass im Hintergrund weitergearbeitet wird.
Cummings’ neues Interview liefert nun immerhin einen bemerkenswerten Hinweis: Seiner Aussage nach wird Darkwing Duck tatsächlich weiterentwickelt. Das wäre fast schon die gute Nachricht hinter der schlechten. Nur entspricht die aktuelle Version offenbar nicht mehr jener Produktion, für die er vor Jahren selbst einen Pilot eingesprochen hatte.
❓ Warum die beiden Stimmen ausgetauscht werden, weiß bislang niemand
Über den Grund für die Umbesetzung lässt sich momentan seriös überhaupt nichts sagen. Disney hat keine Erklärung veröffentlicht, und auch Cummings scheint die Entscheidung nicht wirklich nachvollziehen zu können.
Genau deshalb sollten wir Spekulationen über interne Konflikte, Budgets oder mögliche kreative Neustarts vermeiden. Bekannt ist lediglich, was Cummings selbst bestätigt: Er und Terry McGovern sollen ihre bisherigen Rollen nicht mehr sprechen.
Das muss nicht automatisch bedeuten, dass sämtliche bisherigen Pläne verworfen wurden. Eine Produktion kann Stimmen austauschen, ohne ihre Handlung vollständig neu zu entwickeln. Ebenso denkbar wäre allerdings, dass das Projekt hinter den Kulissen stärker umgebaut wurde, als bisher bekannt ist.
Bis Disney selbst spricht, bleibt St. Canard deshalb ein erstaunlich nebliger Ort.
🦆 Darkwing ohne Cummings wird erst einmal gewöhnungsbedürftig
Neue Sprecher sind bei langlebigen Animationsfiguren grundsätzlich nichts Außergewöhnliches. Gerade bei einem Franchise, das mehrere Generationen erreichen soll, kann eine Neubesetzung irgendwann unvermeidlich werden.
Hier liegt der Fall trotzdem anders. Cummings steht seit 1991 derart eng für Darkwing Duck, dass Stimme und Figur für viele Zuschauer kaum voneinander zu trennen sind. Dass zusätzlich McGovern als Launchpad ausgetauscht wird, macht die Veränderung noch deutlicher.
Vielleicht findet Disney hervorragende Nachfolger. Vielleicht funktioniert eine ältere Gosalyn tatsächlich als Ausgangspunkt für ein überraschend gutes Revival.
Nur eines scheint inzwischen ziemlich sicher:
Wenn irgendwann wieder jemand aus dem Schatten tritt und verkündet, er sei der Schrecken, der die Nacht durchflattert, müssen sich langjährige Fans zunächst daran gewöhnen, wer da eigentlich spricht.






