Gildenarch ist gefallen: Crimson Moon schickt heute Engelblut gegen Dämonen und Vampire

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Gildenarch hat offensichtlich ein Schädlingsproblem

📰 Was ist los?
Crimson Moon erscheint heute für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. ProbablyMonsters schickt einen Mensch-Engel-Hybriden durch die von Dämonen, Untoten, Vampiren und Hellgrowth-Kreaturen überrannte Stadt Gildenarch; gespielt wird solo oder im 2-Spieler-Online-Koop. Deutsche Texte sind bestätigt.

🐛 Was denken wir?
Das Grundrezept kennt man, aber die Mischung stimmt: Gothic-Hochrenaissance, Nephilim, groteske Monster und große Dead-God-Bosse geben dem Spiel visuell genug Eigenständigkeit. Spannend finde ich vor allem den Versuch, Souls-artige Kämpfe mit wiederholbaren Runs zu verbinden, ohne daraus bewusst eine Bestrafungsmaschine zu machen.

Gildenarch war einmal ein heiliges Juwel. Inzwischen sieht die Stadt eher so aus, als hätte die Hölle einen ziemlich aggressiven Bebauungsplan durchgesetzt. Dämonen, Untote, Vampire und groteske Höllenwucherungen haben die Straßen übernommen, während sogenannte Dead Gods darauf warten, dass irgendjemand leichtsinnig genug ist, sie herauszufordern.

Zwei schwer gerüstete Nephilim laufen gemeinsam durch eine überwucherte, verfallene Anlage voller Ruinen, Barrikaden und düsterer Gothic-Architektur.
Allein oder zu zweit durch die gefallene Stadt: Crimson Moon schickt seine Nephilim im Online-Koop gegen Dämonen, Untote und die grotesken Schrecken von Gildenarch. © 2026 ProbablyMonsters Inc.

Dieser Jemand sind ab heute wir. ProbablyMonsters veröffentlicht Crimson Moon am 1. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC über Steam sowie Epic Games Store. Das Gothic-Action-RPG lässt sich komplett allein oder gemeinsam mit einem zweiten Spieler im Online-Koop spielen. Auf Steam ist die Freischaltung am frühen Morgen allerdings noch nicht erfolgt; dort wird der Titel weiterhin als für heute geplante Veröffentlichung geführt.

😇 Der letzte Hoffnungsträger ist nur zur Hälfte menschlich

In Crimson Moon übernehmen wir einen Nephilim, einen Hybrid aus Mensch und Engel, der eigens geschaffen wurde, um die Menschheit gegen die Hölle zu verteidigen. Besonders friedlich scheint diese Verbindung zwischen Himmel und Erde allerdings nicht geraten zu sein.

ProbablyMonsters bezeichnet die Spielfigur selbst als eine der gefürchtetsten Waffen des Order of the Crimson Moon. Mit übernatürlichen Kräften, Nahkampfwaffen und sogenannten angelic transformations geht es durch die gefallenen Bezirke von Gildenarch, in denen nicht nur gewöhnliche Dämonen warten. Vampire, Untote und die bizarren Hellgrowth abominations gehören ebenfalls zum Monsterangebot.

Das Spiel setzt damit auf ziemlich klassische Gothic-Fantasy-Zutaten, wirft sie aber in eine Welt, die optisch stärker von einer düsteren Hochrenaissance als vom üblichen matschigen Fantasy-Mittelalter geprägt wird. Prunkvolle Architektur, Kirchen, groteske Körperlichkeit und religiöse Symbolik treffen auf ein Gildenarch, das von Bezirk zu Bezirk stärker von der Hölle verschluckt wird.

🌙 Gildenarch ist gefallen – jetzt kommen die Nephilim

Der offizielle Release-Date-Trailer zu Crimson Moon zeigt die gefallene Stadt Gildenarch, ihre Dämonenhorden und die übernatürlichen Kräfte, mit denen wir ab heute allein oder zu zweit gegen die Hölle antreten.

⚔️ Souls-Einschlag, aber ohne den ewigen Strafmarsch

Beim Kampfsystem nennt ProbablyMonsters selbst einen Souls-inspirierten Nahkampf als Grundlage. Ausweichen, Positionierung, unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten sollen also Gewicht haben, ohne dass Crimson Moon einfach versucht, der nächste möglichst erbarmungslose Soulslike zu werden.

Das Studio betont vielmehr, dass die einzelnen Runs wiederholbar und die Gegnerkonstellationen wandelbar sein sollen, ohne Spieler durch endlose Bestrafungsschleifen zu zwingen. Gildenarch „erinnert sich, verändert sich und schlägt zurück“, wie es die offizielle Beschreibung formuliert. Dahinter steckt eine Struktur, die neben Action-RPG auch deutliche Roguelite-Elemente besitzt.

Während der Durchgänge sammeln wir neue Ausrüstung und bauen daraus unterschiedliche Setups. Steam führt das Spiel entsprechend nicht nur unter Action-RPG, Gothic und Dark Fantasy, sondern auch als Roguelike beziehungsweise Action-Roguelike.

Das dürfte einer der entscheidenden Punkte werden. Crimson Moon will offenbar die unmittelbare Wucht eines Souls-Kampfsystems, aber nicht unbedingt dessen berühmteste Form der Selbstkasteiung übernehmen. Man darf also sterben. Man muss dafür vielleicht nicht jedes Mal drei Bushaltestellen zurücklaufen.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

👹 Am Ende warten die Dead Gods

Besonders stark verkauft ProbablyMonsters die großen Bossbegegnungen. Die sogenannten Dead Gods bilden die Spitzen der einzelnen Runs und sollen deutlich über gewöhnliche Monster hinausgehen.

Was diese Wesen innerhalb der Mythologie von Gildenarch tatsächlich sind, hält das Studio bislang bewusst zurück. Der Name und das bisherige Bildmaterial deuten allerdings darauf hin, dass die Grenze zwischen religiöser Ikonografie, Dämonen und etwas erheblich Älterem im Verlauf der Geschichte zunehmend verschwimmt.

Das passt zum Grundmotiv des Nephilim. Der Protagonist trägt selbst himmlisches Erbe in sich und kämpft gleichzeitig gegen Wesen, die auf eine verdrehte oder längst abgestorbene Form des Göttlichen verweisen. Für einen Gothic-Stoff ist das fast schon Pflichtprogramm. Immerhin wäre eine gefallene Kathedrale ohne mindestens einen ehemaligen Gott im Keller schlicht schlecht genutzt.

🤝 Allein oder gemeinsam durch Gildenarch

Die komplette Dämonenjagd lässt sich sowohl solo als auch im Online-Koop für zwei Spieler angehen. ProbablyMonsters beschreibt beide Varianten als vollwertige Spielweisen und nicht als separaten Mehrspielermodus.

Gerade für die Build-Struktur könnte das interessant werden. Unterschiedliche Waffen, übernatürliche Fähigkeiten und Ausrüstung lassen sich möglicherweise so kombinieren, dass zwei Nephilim verschiedene Rollen im Kampf übernehmen. Wie weit diese Synergien tatsächlich reichen, wird sich erst im fertigen Spiel zeigen.

Crossplay bewirbt ProbablyMonsters derzeit nicht ausdrücklich als Kernfeature. Wer gezielt mit einem Freund spielen möchte, sollte deshalb zunächst nicht automatisch davon ausgehen, dass sämtliche Plattformen miteinander verbunden sind.

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💰 Wahrscheinlich bewusst unter dem Vollpreis

Auch beim Preis positioniert sich ProbablyMonsters auffällig. Die Standard Edition kostet in den USA 19,99 Dollar, während die Deluxe Edition mit 29,99 Dollar angesetzt ist. Letztere enthält ein Ceremonial Armor Set, die Axe of the Gods und Zugriff auf eine spätere Erweiterung, deren konkrete Inhalte und Termin noch nicht feststehen.

Das Studio vermarktet Crimson Moon damit nicht als 80-Euro-Blockbuster, obwohl Präsentation und Produktionswerte deutlich über dem typischen kleinen Indie-RPG liegen. ProbablyMonsters spricht selbst von einem Spiel, das viel Inhalt zu einem vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis liefern soll. Wie der endgültige Europreis aussieht, sollten wir erst nach der tatsächlichen deutschen Freischaltung festschreiben.

🇩🇪 Deutsche Texte sind direkt dabei

Steam bestätigt deutsche Menüs und deutsche Untertitel. Die vollständige Sprachausgabe gibt es dagegen nur auf Englisch. Insgesamt werden acht Sprachen unterstützt.

Damit ist die Einstiegshürde für deutsche Spieler erfreulich niedrig. Gerade bei einem Action-RPG mit eigener Mythologie, Loot, Skills und offensichtlich reichlich Lore ist eine vollständige Textlokalisierung deutlich wichtiger als bei einem reinen Monsterklopper.

Zum Veröffentlichungszeitpunkt gibt es auf Steam naturgemäß noch keine belastbaren Nutzerbewertungen. Wer heute Morgen bereits loslegen möchte, muss zudem noch etwas Geduld haben: Obwohl der 1. September offiziell der Releasetag ist, zeigt Steam derzeit noch keine erfolgte Freischaltung.

🌙 Heute fällt die Entscheidung in Gildenarch

Crimson Moon erfindet mit Dämonen, Vampiren, Nephilim und Souls-artigem Nahkampf sicherlich keine komplett neue Fantasy-Sprache. Die Kombination besitzt aber genug eigene Identität: düstere Hochrenaissance statt Standardmittelalter, Engelblut statt gewöhnlichem Auserwählten und ein Koop-System, das die komplette Dämonenjagd zu zweit ermöglichen soll.

Vor allem wirkt das Spiel angenehm konzentriert. Kein riesiges Serviceversprechen, kein zwölfjähriger Content-Fahrplan und keine offene Welt mit 800 Fragezeichen sind nötig, um Gildenarch interessant zu machen.

Eine gefallene Stadt. Zwei Nephilim. Sehr viele Dämonen.

Und irgendwo dazwischen warten tote Götter darauf, herauszufinden, wie viel Engel in einem Menschen stecken muss, bevor selbst die Hölle schlechte Laune bekommt.

Der Banner zum Schicksals-Wahl-O-Maten. Die Fantasy Wahl in den Zwischenreichen.