Avarice In Audio – Welcome To Weimar America (Review)

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Avarice In Audio – Welcome To Weimar America

🧿 Kurzfazit
Welcome To Weimar America ist ein hässlicheres, gitarrenlastigeres und körperlicheres Avarice-In-Audio-Album als man es von der Band gewohnt ist. Industrial Rock, Elektro-Metal und elektronische Clubmechanik reiben sich aneinander, während die Texte und Titel gesellschaftliche Dekadenz, Gewalt, Krieg und Endzeitstimmung durch einen bitter-satirischen Filter jagen. Das Ergebnis ist bewusst sperrig, besitzt aber genügend Hooks und Rhythmus, damit die Wut nicht in bloßem Lärm versinkt.

🧭 Für wen & vergleichbar mit
Wer die härtere Seite von Aesthetic Perfection, Combichrist, KMFDM, Ministry oder elektronisch aufgerauten Nine Inch Nails schätzt, dürfte hier schnell eine Heimat finden – allerdings eine mit fragwürdiger Bausubstanz. Alte Fans von Avarice In Audio bekommen weiterhin elektronische Strukturen und dunkle Melodik, müssen diesmal aber erheblich mehr Gitarrenschmutz und Industrial-Rock-Kante einplanen.

🎼 Highlights
Welcome Home, Bareback In Babylon, Our Trade Is War

⛔ Für wen eher weniger geeignet?
Wer von Avarice In Audio vor allem glatten Futurepop, klassischen Dark Electro oder saubere Clubflächen erwartet, könnte mit der absichtlich schroffen Ausrichtung fremdeln. Auch das politische und apokalyptische Dauerfeuer braucht eine gewisse Bereitschaft zum schlechten Weltzustand abzurocken. Diese Platte möchte weder Hintergrundbeschallung noch gemütliche Abendbegleitung sein. Und das macht sie gut.

Albumcover von Avarice In Audio – Welcome To Weimar America: Eine groteske Uncle-Sam-Figur mit Clownsschminke zieht ihren Mund mit beiden Fingern zu einem breiten Grinsen. Im Hintergrund steht ein beleuchtetes Zirkuszelt vor einer grauen, verschwommenen Stadt- und Menschenkulisse. Das Bild wirkt wie eine gealterte politische Propagandagrafik in Beige-, Grau-, Rot- und Brauntönen.

⚠️ Avarice In Audio – Welcome To Weimar America: Der Untergang hat jetzt seinen eigenen Beat

Uncle Sam ist zum Clown geworden. Er trägt noch immer Zylinder, Sterne und patriotische Insignien, doch das Gesicht ist zur Grimasse geworden und der Blick starrt blind und leer. Hinter ihm glüht ein Zirkuszelt, Menschen verschwimmen zu einer anonymen Menge, die Stadt im Hintergrund löst sich im Dreck der Farben auf. Das Cover von Welcome To Weimar America sieht aus wie eine politische Postkarte, die während eines Jahrmarktbrandes aus der Zukunft geschickt wurde. Damit ist die Tür geöffnet.

Avarice In Audio veröffentlichen ihr siebtes Album und ziehen ihre bisherige elektronische Sprache dabei absichtlich durch eine ziemlich schmutzige Gegend. Dark Electro und elektronische Produktion bleiben Teil der DNA, doch diesmal stehen 90er-Industrial-Rock, Elektro-Metal und lärmende Gitarren erheblich weiter vorn. Das australische Duo aus Gerry Hawkins und Lawrie Bayldon beschreibt Welcome To Weimar America selbst als sein extremstes, aggressivstes und bewusst unangenehmstes Werk.

Eine gute Dreiviertelstunde lang schaut die Platte einer Welt beim Kontrollverlust zu und entscheidet sich irgendwann, dafür wenigstens eine Tanzfläche aufzustellen.

Die Titel reichen als Warnschild beinahe aus: Let Them Eat Violence, Bareback In Babylon, The End Is Nigh, Our Trade Is War, The Devil Gets His Due. Dazwischen lauern Wortspiele wie Prophet & Loss, und ganz am Ende stehen Baroque Ruins – barocke Ruinen, als würde nach dem Zusammenbruch wenigstens noch jemand darauf achten, dass der Schutt dekorativ herumliegt.

Das klingt auf dem Papier schnell nach politischer Industrial-Überladung mit Megafon, Sirenen und fünfzig Ausrufezeichen. Doch genau da wird Welcome To Weimar America interessant. Unter all dem Zorn stecken weiterhin Hooks, Melodien und ein erstaunlich breites rhythmisches Spektrum. Der Weltuntergang findet hier zwischen 72 und 136 BPM statt.

Offenbar gibt es selbst für gesellschaftlichen Zerfall verschiedene Tanzgeschwindigkeiten. Donald Trump kennt augenscheinlich jedoch nur einen einzigen.

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🎧 Was erwartet dich?

Genre(s): Industrial Rock, Dark Electro, Elektro-Metal, EBM, Alternative Industrial

Musikalische Einordnung: Welcome To Weimar America fühlt sich wie eine bewusste Kurskorrektur an. Avarice In Audio werfen ihre elektronische Herkunft keineswegs über Bord; sie lassen sie durch Verstärker, verzerrte Gitarren und eine aggressivere Rhythmik laufen. Gerade der Rückgriff auf Industrial Rock der Neunziger gibt dem Album eine andere Körperlichkeit als viele frühere Veröffentlichungen.

Die Tracks bewegen sich dabei erstaunlich unterschiedlich. Welcome Home läuft mit 117 BPM deutlich treibender, I Know You sinkt auf 72 BPM ab, Bareback In Babylon jagt mit 136 BPM durch die Platte. Dazwischen liegen schleppendere Nummern wie Let Them Eat Violence oder The End Is Nigh, die ihre Wirkung stärker aus Gewicht als aus Geschwindigkeit ziehen. Dadurch entsteht kein durchgehender Clubmodus. Die Platte stampft, schleppt, rennt und schwankt je nach Stück.

Das ist wichtig, weil der politische Zorn sonst schnell monoton werden könnte. Stattdessen bekommt jede Phase eine andere Temperatur. Manchmal klingt das Album wie ein Industrial-Club kurz vor der Räumung, dann wieder wie ein Rockkonzert in einer Fabrikhalle, deren Sicherheitsprüfung bereits mehrere Regierungen verschleppt haben.

Klangbild: Die Produktion darf diesmal bewusst schaben. Elektronische Beats bleiben präzise, Synthesizer und Samples sorgen weiterhin für das Fundament, doch die Gitarren dürfen deutlich stärker stören. Genau dieses Wort passt: Sie begleiten nicht nur, sie stören. Sie reißen Flächen auf, drücken sich in die Beats hinein und geben dem Album jene ruppige Oberfläche, die der politische Grundton verlangt.

Gerry Hawkins bleibt dabei der emotionale Mittelpunkt. Aggressive Vocals, elektronische Verarbeitung und die vertraute Avarice-In-Audio-Theatralik bekommen durch das härtere Umfeld einen anderen Biss. Lawrie Bayldon hält im Hintergrund die Produktionsarchitektur zusammen und sorgt dafür, dass der ganze Lärm seine Form behält.

Das Album klingt daher schmutzig, aber keineswegs zufällig. Unter den Gitarren liegt weiterhin eine sehr elektronische Präzision. Genau dieser Gegensatz gibt Welcome To Weimar America sein Profil: kontrollierter Kontrollverlust.

🎧 Direkt bei Bandcamp anhören

Avarice In Audio – Welcome To Weimar America

Das komplette Album kannst du direkt über die offizielle Bandcamp-Seite von Alfa Matrix anhören:

Avarice In Audio – Welcome To Weimar America bei Bandcamp

Hier lohnt sich tatsächlich der Albumdurchlauf. Die Wirkung entsteht stark daraus, wie die Stücke zwischen aggressiver Elektronik, Gitarrenlärm, langsameren Abstürzen und beinahe tanzbarer Endzeit wechseln.

⚡Drei Nummern aus dem brennenden Ballsaal

Welcome Home

Schon der Titel besitzt auf diesem Album etwas Verdächtiges. Willkommen zuhause, in einer Welt, die auf dem Cover bereits aussieht, als hätte der Zirkusdirektor gleichzeitig die Regierung, den Jahrmarkt und die Feuerwehr übernommen. Mit 4:23 Minuten und einem relativ treibenden Puls funktioniert Welcome Home als sinnvoller Einstieg in die neue Ausrichtung. Der Song muss die Brücke schlagen zwischen dem bekannten elektronischen Avarice-In-Audio-Sound und der härteren Welt dieses Albums. Genau darin liegt seine Stärke. Die Maschine läuft noch, aber sie klingt, als hätte jemand Schrauben hineingeworfen.

Als Auftakt setzt das Stück damit eine wichtige Regel: Auf Welcome To Weimar America bleibt Eingängigkeit erlaubt. Sie bekommt nur deutlich schmutzigere Schuhe.

Bareback In Babylon

Schon der Titel ist großartig geschmacklos. Bareback In Babylon ist mit 136 BPM einer der schnellsten Tracks der Platte und trägt genau jene dekadente Energie, die sein Name verspricht. Babylon steht seit Jahrhunderten als Chiffre für Exzess, Untergang, Reichtum und moralische Verwüstung bereit, und Avarice In Audio schieben die Metapher direkt auf die Tanzfläche.

Gerade hier greift der politische Zirkus des Albums besonders gut. Das Stück wirkt wie ein Ritt durch eine Gesellschaft, die längst weiß, dass etwas schiefläuft, aber vorher noch schnell die letzte Runde bestellt. Interessant ist außerdem, dass die Band den Song am Ende des Albums selbst noch einmal remixt. Dadurch bekommt Bareback In Babylon fast eine zweite Existenz: erst als Teil des Narrativs, später als elektronische Wiederverwertung der eigenen Dekadenz. Selbst Babylon bekommt Recycling.

Our Trade Is War

Our Trade Is War trägt seine Aussage bereits im Titel vor sich her. Krieg erscheint hier als Geschäft, Routine und handelbares Produkt – ein Gedanke, der hervorragend in die gesamte Bildwelt von Welcome To Weimar America passt. Musikalisch liegt der Track mit 96 BPM im mittleren Bereich des Albums und muss seine Aggression daher weniger aus Geschwindigkeit ziehen. Genau das tut ihm gut. Ein Titel wie dieser braucht kein hektisches Dauerfeuer. Die Kälte der Aussage wirkt stärker, wenn der Rhythmus marschiert und genügend Platz für die industrielle Atmosphäre lässt.

Hier zeigt sich auch, weshalb das Album mehr kann als politische Parolen auf harte Beats zu setzen. Seine stärkeren Momente entstehen dort, wo Form und Inhalt dieselbe Sprache sprechen. Our Trade Is War klingt nach Mechanik, Geschäft und Gewalt – drei Dinge, die in diesem Kosmos hervorragend miteinander auskommen.

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🎨 Artwork

Das Cover von Welcome To Weimar America liefert die gesamte Platte bereits als Bild. Im Mittelpunkt steht eine verzerrte Uncle-Sam-Figur mit weiß geschminktem Clownsgesicht, schwarzer Augenbemalung und einem roten Punkt auf der Nase. Mit beiden Fingern zieht sie ihren Mund zu einem grotesken Grinsen auseinander. Hinter ihr leuchtet ein Zirkuszelt, während die Umgebung in Grau, Schmutz, Menschenmengen und undeutlichen Stadtsilhouetten verschwindet.

Der Symbolismus ist ziemlich eindeutig und trotzdem wirkungsvoll. Uncle Sam, jahrzehntelang Personifikation der Vereinigten Staaten, erscheint hier als Zirkusfigur. Aus staatlicher Autorität wird Show, aus patriotischer Ikonografie eine Grimasse. Der Zirkus im Hintergrund verstärkt die Idee einer Gesellschaft, in der politisches Schauspiel, Unterhaltung, Gewalt und Spektakel kaum noch sauber auseinanderzuhalten sind.

Auch die Farbgebung trägt dazu bei. Das Bild wirkt ausgewaschen, fast wie eine gealterte Propagandagrafik. Rot und warme Orangetöne glimmen nur noch durch eine Schicht aus Grau und Staub. Der Titel Welcome To Weimar America sitzt direkt unter dem Bandnamen und verbindet diese Americana-Satire mit der historischen Chiffre „Weimar“, also einer Epoche, die kulturelle Exzesse, politische Radikalisierung, ökonomische Krisen und gesellschaftliche Instabilität in einem äußerst aufgeladenen Begriff bündelt. Das Cover liefert daher keinen subtilen Kommentar. Es stellt den Zirkus hin, öffnet das Zelt und lässt Uncle Sam grinsen.

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🪦 Besondere Momente

🎪 Der Präsident des Zirkusstaats hat Dienst

Die politische Bildwelt des Albums funktioniert deshalb so gut, weil sie kaum zwischen Satire und Horror unterscheiden möchte. Der Clown auf dem Cover ist gleichzeitig lächerlich und bedrohlich, die Songtitel schwanken zwischen schwarzem Humor und Endzeit. Genau diese Unsicherheit trägt das Album: Man lacht kurz und merkt zwei Sekunden später, dass der Witz ziemlich schlecht gealtert ist.

🧨 Das siebte Album tritt die Komfortzone aus der Tür

Nach sechs Veröffentlichungen wäre es für Avarice In Audio leicht gewesen, die bekannte elektronische Formel weiter auszubauen. Welcome To Weimar America entscheidet sich für mehr Gitarren, mehr Industrial Rock und eine bewusst aggressivere Oberfläche. Gerade dieser Bruch hält die Band interessant. Sie klingt weiterhin erkennbar nach sich selbst, nur erheblich weniger bereit, höflich zu sein.

🕺 136 BPM bis zur Apokalypse

Die große Tempobreite gehört zu den unterschätzten Stärken der Platte. Von I Know You bei 72 BPM bis zu Bareback In Babylon mit 136 BPM verändert sich das Körpergefühl ständig. Der Untergang bekommt verschiedene Gangarten: manchmal schleppend, manchmal marschierend, manchmal erstaunlich tanzbar.

🚓 Wenn der Polizeiwagen plötzlich Industrial fährt

I Know You sticht schon deshalb aus dem Album heraus, weil sein Fundament stark an Police Truck von den Dead Kennedys erinnert. Diese punkige Grundfigur wird von Avarice In Audio jedoch durch ihre eigene Elektronik, den schwereren Industrial-Sound und die langsamere, schmutzigere Produktion gezogen. Das Ergebnis wirkt weniger wie ein Zitat um des Zitats willen sondern eher wie eine bewusst deformierte Punk-Erinnerung: derselbe zynische Impuls, aber durch eine andere Maschine gejagt.

Das passt auch thematisch hervorragend zu Welcome To Weimar America. Die Platte schaut ständig auf politische Gewalt, gesellschaftlichen Verfall und Machtmissbrauch. Gerade deshalb wirkt diese musikalische Verwandtschaft mit Police Truck fast schon logisch.

♻️ Babylon wird am Ende noch einmal recycelt

Dass ausgerechnet Bareback In Babylon zum Schluss als eigener Avarice-In-Audio-Remix zurückkehrt, ist ein schönes Detail. Ein Album über Dekadenz, Überproduktion und gesellschaftlichen Kontrollverlust verwertet einen seiner eigenen Songs direkt noch einmal. Das kann Zufall sein. Es passt trotzdem verdächtig gut.

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📜 Hintergrund: Vom Dark-Electro-Club direkt in die Abrisszone

Avarice In Audio gehören seit Jahren zur australischen Dark-Electro- und Industrial-Szene. Gerry Hawkins und Lawrie Bayldon haben ihre musikalische Zusammenarbeit über verschiedene Projekte hinweg immer wieder erweitert; Lawrie ist außerdem eng mit STUDIO-X verbunden. Frühere Avarice-In-Audio-Veröffentlichungen bewegten sich stärker zwischen Dark Electro, EBM, Synthpop und cluborientierter Elektronik.

Mit Welcome To Weimar America erscheint nun das siebte Album der Band. Die elektronische Herkunft bleibt klar hörbar, doch das Duo verschiebt den Schwerpunkt deutlich in Richtung 90er-Industrial-Rock, Elektro-Metal und gitarrengetriebene Aggression.

Das Album erscheint am 11. September 2026 über Alfa Matrix, umfasst zwölf Tracks und erreicht eine Gesamtlaufzeit von 45:53 Minuten. Gerry Hawkins wird als Komponist geführt; der Song Let The Boreal Burn (v.2026) holt zusätzlich Static Logic ins Album. Die digitale Ausgabe ist in 16 Bit/44,1 kHz verfügbar.

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🎭 Wenn endlich alle Masken gefallen sind

Oh nee. Welcome To Weimar America ist ganz gewiss kein angenehmes Album. Und das ist wahrhaft seine beste Eigenschaft.

Avarice In Audio hätten ihren gesellschaftlichen Zorn problemlos in zwölf clubtaugliche Dark-Electro-Tracks übersetzen können. Stattdessen wird die Oberfläche bewusst rauer. Gitarren stören die elektronische Ordnung, Industrial-Rock tritt stärker hervor, und selbst die eingängigen Stellen wirken häufig so, als würde hinter ihnen bereits etwas brennen.

Dabei verliert das Duo seinen Sinn für Hooks keineswegs. Genau deshalb funktioniert die Platte. Pure Aggression nutzt sich schnell ab. Welcome To Weimar America gibt dem Hörer Melodien, Beats und Refrains, an denen er sich festhalten kann, während die Umgebung langsam zusammenfällt.

Natürlich trägt die Platte dick auf. Mit Titeln wie Let Them Eat Violence, The End Is Nigh, Our Trade Is War und The Devil Gets His Due ist Zurückhaltung kaum Teil des Programms. Einige Momente schrammen nah an jener Industrial-Endzeit-Theatralik entlang, die schnell zur Pose werden kann.

Doch das Album besitzt genügend Selbstironie, Dreck und musikalische Bewegung, um dieser Falle meistens zu entgehen. Schon Prophet & Loss zeigt, dass hier jemand sehr genau weiß, wie weit die eigene Weltuntergangsrhetorik reicht.

Am stärksten ist Welcome To Weimar America deshalb dort, wo man gleichzeitig tanzen und sich über die Tanzfläche wundern kann.

Der Zirkus spielt weiter. Uncle Sam grinst. Babylon hat noch geöffnet.

Und irgendwo hat jemand gerade den Bass tödlich hochgedreht.

Albumcover von Avarice In Audio – Welcome To Weimar America: Eine groteske Uncle-Sam-Figur mit Clownsschminke zieht ihren Mund mit beiden Fingern zu einem breiten Grinsen. Im Hintergrund steht ein beleuchtetes Zirkuszelt vor einer grauen, verschwommenen Stadt- und Menschenkulisse. Das Bild wirkt wie eine gealterte politische Propagandagrafik in Beige-, Grau-, Rot- und Brauntönen.

Künstler:

Avarice In Audio

Albumtitel:

Welcome To Weimar America

Erscheinungsdatum:

11. September 2026

Genre:

Industrial Rock / Dark Electro / Elektro-Metal / EBM

Label:

Alfa Matrix

Spielzeit:

ca. 46 Minuten

🎼 Trackliste:

Welcome Home – 4:23
Let Them Eat Violence – 4:07
I Know You – 4:21
Time To Swing – 3:22
Bareback In Babylon – 4:16
The End Is Nigh – 3:47
Let The Boreal Burn (v.2026) feat. Static Logic – 4:05
Prophet & Loss – 4:30
Our Trade Is War – 3:30
The Devil Gets His Due – 3:19
Baroque Ruins – 2:06
Bareback In Babylon (Avarice In Audio Remix)

👥 Besetzung:

Gerry Hawkins – Gesang / Komposition
Lawrie Bayldon – Musik / Produktion / Elektronik
Static Logic – Gast auf Let The Boreal Burn (v.2026)

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