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🐉 Kitakind findet Schatz in Berlin: Polizei prüft auf Diebesgut. Wir sagen Kleindrachenhort
Ein Kitakind findet hinter einem Spielplatz in Berlin-Wilmersdorf 6000 Euro Bargeld, Luxusuhren, Silbermünzen, Goldschmuck und sogar einen kleinen Goldbarren. Die Polizei prüft nun, ob es sich um Diebesgut handelt.
Der Moosverhetzer hält diese Erklärung für möglich, aber eher unwahrscheinlich.
Denn wer in Berlin-Wilmersdorf unter Büschen einen kleinen Schatz findet, hat nicht zwingend Spuren von Kriminalität entdeckt. Vielleicht war es schlicht ein Kleindrachenhort.
Und den nimmt man tunlichst nicht einfach mit.

🪙 Hinterm Spielplatz lauert der Hort
Die meisten Menschen denken bei Drachenhorten an riesige Höhlen, Berge aus Gold und feuerspeiende Eigentümer mit schlechter Laune. Das ist verständlich, aber mittlerweile völlig überholt.
Moderne Kleindrachen leben diskreter.
Sie bevorzugen Gebüsche, schlecht einsehbare Spielplatzränder, verwilderte Grünstreifen und urbane Nischen mit guter Fluchtanbindung. Dort lagern sie ihre Bestände: Münzen, Uhren, Schmuck, Bargeld, kleine Goldbarren und gelegentlich einen sehr glänzenden Flaschenöffner, dessen Wert nur sie selbst nachvollziehen können.
Dass ausgerechnet ein Kind den Hort fand, überrascht kaum. Kinder sehen Dinge, die Erwachsene übersehen, weil Erwachsene damit beschäftigt sind, auf Schilder zu achten, auf Hunde zu schimpfen oder zu prüfen, ob der Spielplatzboden normgerecht federt.
Ein Kind sieht einen Busch und denkt: Da könnte etwas sein.
Ein Kleindrache denkt dasselbe.
🕳️ Wilmersdorf liegt gefährlich nah an einer Drachenspalte
Hinzu kommt: Berlin ist bekanntlich kein normaler Ort. Wilmersdorf schon gar nicht. Unterhalb mehrerer alter Grünzüge verlaufen nach Zwischenreichs-Karten sogenannte Drachenspalten. Dabei handelt es sich um schmale, unzuverlässige Flugkorridore zwischen den Dimensionen.
Für Menschen wirken sie wie Windschneisen, komische Zufälle oder Gebiete mit verdächtig hohen Immobilienpreisen.
Für Kleindrachen sind sie nichts anderes als Flugautobahnen.
Wer also in Berlin unter einem Busch Schmuck und Gold findet, sollte nicht sofort an Diebesgut denken. Es könnte sich auch um Zwischenlagerware eines reisenden Jungdrachen handeln, der nur kurz zur nächsten Dimension geflogen ist, um ein paar glitzernde Kronkorken zu bewerten zu lassen.
🧾 Warum man Kleindrachenhorte nicht einfach einsammelt
Natürlich haben Erzieherin und Vater richtig gehandelt, indem sie die Polizei informierten. Das ist in unserer Dimension eine nachvollziehbare Lösung.
In den Zwischenreichen wäre man jedoch gänzlich anders vorgegangen:
Abstand halten.
Nicht zählen.
Nicht anfassen.
Dem Busch höflich zunicken.
Langsam rückwärts gehen.
Denn Kleindrachen reagieren empfindlich auf Inventurdifferenzen. Sie bemerken nicht immer sofort, dass etwas fehlt. Aber wenn sie es bemerken, wird es unangenehm.
Typische Reaktionen sind:
- verkohlte Sandförmchen
- plötzlich geschmolzene Fahrradschlösser
- nächtliches Scharren im Rollladenkasten
- ein sehr kleiner, sehr wütender Schatten auf der Fensterbank
Und im schlimmsten Fall: ein Zettel aus Ruß mit der Aufschrift, die niemand lesen kann, dessen Botschaft aber alle verstehen.
🪓 Fazit: Manche Schätze gehören nicht dem Finder, sondern dem Wesen dahinter
Die Polizei ermittelt, ob der Fund aus Straftaten stammt. Das ist vernünftig. Aber der Moosverhetzer empfiehlt zusätzlich eine Abfrage beim Amt für Urbane Kleindrachenvorkommen.
Denn 6000 Euro, Uhren, Silbermünzen und ein Goldbarren hinter einem Spielplatz?
Das klingt nicht nach Zufall.
Das klingt nach einem jungen Drachen mit schwierigem Geschmack, Sammeltrieb und sehr schlechter Tarnstrategie.
Der entscheidende Satz lautet daher nicht:
„Was für ein Glücksfund.“
Sondern:
„Hoffentlich war der Besitzer gerade wirklich nicht zu Hause.“
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