Highlander: Henry Cavill im Schottenlook Richtung Unsterblichkeit

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Der Clan meldet sich zurück

📰 Was ist los?
Neue Setbilder zeigen Henry Cavill als Connor MacLeod im 16.-Jahrhundert-Look; auch Karen Gillan ist als Heather MacLeod am schottischen Set zu sehen.

🐛 Was denken wir?
Der erste Eindruck sitzt: Cavill kann den mythischen Schwertkämpfer optisch tragen. Entscheidend wird aber, ob der Film mehr versteht als nur „großer Mann, cooles Schwert, ziemlich viel Nebel“.

⚔️ Highlander: Henry Cavill im Schottenlook Richtung Unsterblichkeit

Der neue Highlander nimmt Gestalt an. Und zwar nicht nur auf Castinglisten, in Produzenteninterviews oder in jenem ewigen Hollywood-Nebel, in dem Reboots oft zehn Jahre lang herumhocken, bevor sie jemand endgültig erlöst. Am Set sind nun Bilder aufgetaucht, die Henry Cavill als Connor MacLeod in einer 16.-Jahrhundert-Optik zeigen: lange Haare, grobes Gewand, schottische Landschaft, Burgkulisse, sehr viel „Ich werde gleich erfahren, dass Sterben für mich eher optional ist“.

Das ist für die Fans der Reihe durchaus ein gutes Zeichen. Highlander lebt nicht nur von Schwertern, Unsterblichkeit und dem berühmten „Es kann nur einen geben“-Prinzip. Die Geschichte braucht immer auch diesen Kontrast: archaischer Ursprung, moderner Kampf, jahrhundertelange Einsamkeit. Wenn der Film diese Vergangenheit ernst nimmt, statt sie nur als dekorativen Flashback mit Windmaschine zu behandeln, könnte daraus tatsächlich etwas werden.

Ein unsterblicher schottischer Krieger steht mit Schwert vor einer nebligen Burglandschaft, während in der Ferne ein weiterer Kämpfer auf einem Hügel wartet.

🧛 Warum Highlander mehr ist als Achtziger-Kult mit Klinge

Das Original von 1986 war nie perfekt. Aber es hatte etwas, das viele moderne Fantasy-Actionfilme verzweifelt simulieren wollen: Stil, Melancholie, Pathos und eine komplett eigene Verrücktheit. Christopher Lambert als Connor MacLeod, Sean Connery als Ramírez, Clancy Brown als Kurgan, dazu Queen im Soundtrack. Das war kein sauber berechnetes Franchise-Produkt, sondern ein ziemlich wilder Mythos mit Lederjacke und Schottenblut.

Der Reboot muss deshalb aufpassen. Highlander ist nicht einfach „John Wick mit Schwertern“, auch wenn Regisseur Chad Stahelski mit seiner Action-Erfahrung natürlich ein gewaltiger Pluspunkt ist. Die Kämpfe müssen sitzen, klar. Aber die eigentliche Kraft der Reihe liegt in der Traurigkeit der Unsterblichkeit. Connor MacLeod gewinnt nicht einfach Zeit. Er verliert alle anderen.

Wenn Cavill das spielt wie einen müden Krieger, der Jahrhunderte überlebt und dabei immer weniger Menschen behalten darf, dann kann das stark werden. Wenn es nur um imposante Duelle geht, bleibt es am Ende Fantasy-Fitness mit Funkenflug.

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🏰 Heather, Ramírez, Kurgan: Der Cast klingt erstaunlich solide

Die Besetzung macht zumindest neugierig. Karen Gillan spielt Heather MacLeod, Connors sterbliche Frau aus dem 16. Jahrhundert. Das ist eine wichtige Rolle, weil sie den emotionalen Kern des MacLeod-Mythos berührt: Liebe als etwas Endliches in einem Leben, das nicht enden will. Gillan ist dafür keine schlechte Wahl, gerade weil sie neben Humor auch Wärme und Tragik tragen kann.

Russell Crowe als Ramírez ist ebenfalls interessant. Nach Sean Connery kann man diese Rolle ohnehin nicht einfach „ersetzen“. Man muss sie neu gewichten. Crowe bringt genug Gravitas mit, um den Mentor nicht wie einen Cosplay-Weisen wirken zu lassen. Dave Bautista als Kurgan wiederum ist fast zu naheliegend, aber manchmal ist naheliegend eben richtig. Der Mann kann körperliche Bedrohung spielen, ohne viel erklären zu müssen.

Dazu kommen unter anderem Djimon Hounsou, Jeremy Irons, Drew McIntyre und Siobhán Cullen. Auffällig ist auch, dass der Film offenbar Elemente aus späterer Highlander-Mythologie einbindet, etwa die Watchers, die im Serienkosmos eine größere Rolle spielten. Das deutet darauf hin, dass Amazon MGM hier nicht nur einen Einzelstoff denkt, sondern vorsichtig an einem größeren Mythos baut.

⚡ Die Chance: endlich wieder Fantasy-Action mit Gewicht

Gerade deshalb könnte Highlander 2026/2027 interessant werden. Fantasy im Kino steckt oft zwischen zwei Extremen fest: entweder bombastische Franchise-Verwaltung oder kleine Arthouse-Schattenwanderung. Highlander könnte dazwischen landen: groß genug für Spektakel, persönlich genug für Tragik, brutal genug für Action, mythisch genug für echten Genre-Reiz.

Ironisch-düstere Lifestyle-Werbung für ein fiktives Patchouli-Duschgel namens „BATTLE-AXE“: In einer dunklen, nebligen Wald-Spa-Atmosphäre steht eine fotorealistische schwarze Pumpflasche im Zentrum. Links daneben posiert ein grimmiger Krähen-Charakter im Hoodie mit verschränkten Flügeln, rechts ein erschrockener kleiner Goblin. Goldene Werbeschrift und rustikale Wellness-Details wie Handtücher, Flaschen und Blätter verstärken den satirischen Premium-Look.

Die Setbilder aus Schottland helfen dabei, weil sie zeigen: Der Film scheint zumindest seine Herkunft ernst zu nehmen. Burgen, Landschaft, Stofflichkeit, Körper, Kälte. Das ist wichtig. Ein unsterblicher Krieger muss in einer Welt beginnen, die sich wirklich nach Erde, Blut und Wetter anfühlt. Sonst ist seine spätere Reise durch die Jahrhunderte nur Kostümwechsel mit Soundtrack.

🪓 Zum Schluss: Cavill passt — jetzt muss der Film eine Seele finden

Henry Cavill als Connor MacLeod sieht auf dem Papier und auf den ersten Bildern ziemlich passend aus. Er hat die Körperlichkeit, die Fantasy-Erfahrung und dieses leicht entrückte Heldenformat, das für Highlander funktionieren kann. Aber der Film darf sich nicht darauf verlassen, dass Cavill mit Schwert und Schottenmantel automatisch Mythos erzeugt.

Highlander braucht Tempo, Härte und gute Duelle. Aber vor allem braucht er Verlust. Die Unsterblichen dürfen nicht nur coole Gegner sein, die sich gegenseitig die Köpfe abschlagen, bis die Stromrechnung der Blitze steigt. Sie müssen wie Wesen wirken, die zu lange gelebt haben und trotzdem nicht klüger geworden sind.

Wenn Stahelski genau das trifft, könnte dieser Reboot mehr werden als eine weitere Wiederbelebung aus dem Achtziger-Regal. Dann gäbe es vielleicht wirklich wieder nur einen. Aber diesmal bitte mit einem guten Grund.

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