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Kanon-Kosmetik: Mumie 3 ist raus
📰 Was ist los?
„Die Mumie 4“ kommt am 19. Mai 2028 (USA) und bringt Brendan Fraser und Rachel Weisz zurück. Die Regisseure lassen außerdem durchblicken, dass Teil 3 („Drachenkaiser“) für den neuen Kanon keine große Rolle spielt.
🐛 Was denken wir?
Das ist kein Skandal, das ist Franchise-Hygiene. Universal will die zwei Filme, die Menschen wirklich mögen, als Fundament und alles andere darf in der Vitrine stauben.
🏺 „Mumie 4“ verschlankt den Kanon und Teil 3 wandert in die Tonne
Natürlich wird das ein Dauer-Thema. Universal baut gerade „Die Mumie 4“ als großes Nostalgie-Comeback mit Brendan Fraser und Rachel Weisz – Kinostart in den USA: 19. Mai 2028.
Und weil moderne Franchise-Pflege ohne Kanon-Gymnastik nicht mehr funktioniert, gibt’s jetzt die erste offizielle-ish Ansage durch die Blume: „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“ (2008) darf sich mental schon mal in die Ecke setzen und leise ein Terrakotta-Selfie machen. Die neuen Regisseure Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett (Radio Silence) wurden gefragt, ob Teil 3 noch „zählt“ und haben sinngemäß geantwortet: Wenn Rachel Weisz dabei ist, dann ja. Wenn nicht, dann… na ja.
Das ist diese elegante Art, „Wir retconnen“ zu sagen, ohne „Retcon“ zu sagen. Ein Franchise-Reset, verpackt als Witz. Und ehrlich: Wer 2008 gesehen hat, wie eine neue Evelyn-Version plötzlich im Wohnzimmer stand, als hätte jemand bei eBay „Evelyn O’Connell, gebraucht, gute Zustandsbeschreibung“ gekauft, versteht die Entscheidung auch ohne Seminar. (Jet Li ist dabei übrigens vermutlich das unschuldigste Opfer.)
🧭 Was das praktisch heißt
Für den Rewatch ist die neue, inoffizielle Reihenfolge sehr bequem:
1999 → 2001 → 2028.
Teil 3 ist damit nicht „verboten“, nur… nicht mehr nützlich. Und das ist die höflichste Art, einen Film aus dem Familienalbum zu schneiden.
🧪 Und was erwartet uns in „Mumie 4“ überhaupt
Handlung? Noch geheim. Aber: Das Drehbuch stammt von David Coggeshall, und die Regisseure betonen in Interviews vor allem, wie sehr Fraser und Weisz das Skript mögen – was als Proxy-Qualitätssiegel herhalten soll, bis echte Details auftauchen.
Heißt: Universal setzt auf Herz + Abenteuer + alte Chemie, nicht auf „wir machen’s nochmal ganz anders, aber diesmal mit mehr Explosionen“. Das ist okay. Das Franchise hat sein bestes Gesicht immer dann, wenn es Charme vor Zynismus stellt.
🧾 Fazit mit Bandagen
„Mumie 4“ macht genau das, was Blockbuster-Rückkehrer heute machen müssen: Kompliziertes Erbe vereinfachen, ohne offen zuzugeben, dass man es tut. Dass der „Drachenkaiser“ dabei rausfällt, ist keine Frechheit, es ist ein Service. Jetzt muss Universal nur noch liefern: Abenteuer-Tempo, Witz, Grusel-Funken, und diese Fraser/Weisz-Dynamik, die den alten Filmen überhaupt erst Seele gegeben hat. Der Rest ist Kanon-Kosmetik.



