The Dreadful: Wenn Jon & Sansa das tun, wovor Westeros Angst hatte

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

The Dreadful: Das bessere Game of Thrones Finale?

📰 Was ist los?
Mit The Dreadful versucht Lionsgate, die Lücke zwischen Prestige-Folk-Horror und Star-Fandom zu schließen: ein mittelalterliches Kammerspiel über Schuld, Begehren und Fluch, gedreht von Natasha Kermani, produziert und angeführt von Sophie Turner, mit Kit Harington als geheimnisvollem Heimkehrer. Die Stoffbasis geht auf dieselbe buddhistische Parabel zurück wie Onibaba, der Film kommt am 20. Februar 2026 in ausgewählte Kinos und zeitgleich digital.

🐛 Was denken wir?
Das hier könnte das bessere „Game of Thrones“-Finale werden. Nicht, weil Drachen fehlen, sondern weil The Dreadful genau da ansetzt, wo Westeros am stärksten war: Figuren, die zwischen Politik, Mythos und persönlicher Schuld zerrieben werden. Wenn Kermani die Onibaba-Vorlage ernst nimmt und Lionsgate nicht versucht, alles auf „Spukhaus im Moor“ runterzukochen, haben wir 2026 einen Gothic-Horror-Kandidaten, der auch Fantasy-Fans glücklich machen und wach halten könnte.

🕯️ The Dreadful: Wenn Jon & Sansa das tun, wovor Westeros Angst hatte

Sieben Jahre nach dem Finale von Game of Thrones treffen sich Sophie Turner und Kit Harington wieder. Diesmal nicht als Halbgeschwister im Winterfell-Pelz, sondern als Liebende in einem verfluchten England des 15. Jahrhunderts. Und nein: Es ist kein Fan-Edit, sondern der Gothic-Horrorfilm The Dreadful.


🩸 Worum geht’s in The Dreadful?

Die Geschichte spielt zur Zeit der Rosenkriege: Anne (Sophie Turner) lebt mit ihrer Schwiegermutter Morwen (Marcia Gay Harden) als halb vergessene Randfigur am Ende der Welt. Ihr Mann ist im Krieg verschwunden, Hunger und Aberglaube sind ständige Mitbewohner. Als ein Mann aus ihrer Vergangenheit – Jago (Kit Harington) – zurückkehrt, kippt das Leben endgültig aus der Bahn: Mit ihm taucht ein verfluchter Ritter auf, und das Böse beginnt, sehr konkrete Rüstung zu tragen.

Statt Splatter-Themepark setzt der Trailer auf Folk-Horror-Vibes: neblige Moore, eingefallene Bauernhäuser, Fackellicht, in dem Gesichter zu Masken werden. Wer bei den Bildern an The Witch oder The Green Knight denkt, liegt nicht daneben, nur dass hier noch eine sehr unentspannte Dreiecksbeziehung dazukommt.


🧟‍♀️ Onibaba im englischen Sumpf

Spannend für Genrefans: Regisseurin und Autorin Natasha Kermani (Lucky) orientiert sich nicht an westlichen Haunted-House-Standards, sondern an einer Shin-buddhistischen Parabel, die bereits den japanischen Klassiker Onibaba inspirierte; eine Geschichte über Frauen, die in Kriegszeiten zu Monstern werden müssen, um zu überleben.

Übertragen auf The Dreadful heißt das:

  • Der Horror steckt weniger im „Buh“-Moment,
  • sondern in Armut, Gewalt, religiösem Druck und in den Dingen, zu denen Menschen fähig sind, wenn ihnen die Welt jede andere Option nimmt.

Die übernatürlichen Elemente – der verfluchte Ritter, die Andeutung, dass „Dämonen als Männer unter uns wandeln“ – wirken eher wie Verlängerungen dieser Angst als wie Fremdkörper, die man nachträglich ins Drehbuch geklebt hat.


🩷 Von Geschwisterchemie zur verfluchten Romanze

Natürlich ist das Marketing-Geschenk mit Schleife: Jon Snow und Sansa Stark als Liebespaar. Beide haben mittlerweile mehrfach erzählt, wie bizarr es war, nach Jahren als Seriengeschwister plötzlich Kuss- und Bettszenen spielen zu müssen. Laut Turner war das Ganze „so unangenehm, dass wir eher gelacht als geflirtet haben“, aber das Drehbuch war ihr stark genug, um trotzdem zuzusagen.

Produziert wird der Film übrigens mit Turner an Bord als Produzentin, zusammen mit mehreren Indie-Firmen wie Black Magic, Redwire/Tunnel und Storyboard Media. Kermani dreht damit nicht für ein Studio-Franchise, sondern für eine vergleichsweise kleine, eigenwillige Horror-Nische. was erklärt, warum der Trailer nach Indie-Spuk aussieht und nicht nach glattgebügeltem Streaming-Futter.


🎥 Release, Rating & Verleih

  • Regie & Buch: Natasha Kermani
  • Hauptrollen: Sophie Turner (Anne), Kit Harington (Jago), Marcia Gay Harden (Morwen), Laurence O’Fuarain, Jonathan Howard
  • Produktion: UK/USA-Koproduktion, gedreht u. a. in Cornwall, seit Anfang 2025 in der Postproduktion.
  • Verleih: True Brit Entertainment (UK & Irland), Lionsgate (USA).
  • Start: geplanter Kinostart (limitierter Release) 20. Februar 2026, parallel digital/On Demand.
  • Rating: In den USA läuft The Dreadful mit einem R-Rating, also wohl nichts für zart besaitete Mittelalter-Romantiker.
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