Zombies: Zwanzig alte Albträume steigen aus dem Archiv

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Zwanzig Zombies zeigen Handstand

📰 Was ist los?
Lars Dangel hat für Zombies und andere absonderliche Geschichten zwanzig ältere Texte der Phantastik zusammengestellt. Der 244-seitige Band enthält bekannte Autoren wie W. W. Jacobs, H. G. Wells und E. F. Benson, aber auch zahlreiche heute kaum noch gelesene Namen.

🐛 Was denken wir?
Der Titel lockt mit Untoten, doch die Krötenhexe, die Geisterhand und der Jugendtrank sind mindestens ebenso verlockend. Solche Sammlungen zeigen, wie viele seltsame Ideen noch in den dunkleren Regalen der Literaturgeschichte warten.

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🧟 Zombies: Zwanzig alte Albträume steigen aus dem Archiv

Der Titel verspricht Untote, doch im Inneren wartet ein sehr viel größeres Kuriositätenkabinett. Zombies und andere absonderliche Geschichten versammelt zwanzig ältere Erzählungen über Geisterhände, verfluchte Masken, Seelenwanderung, unheimliche Räume und eine Krötenhexe, die vermutlich auch ohne Weltuntergang genügend Ärger verursacht.

Vergessene phantastische Geschichten erwachen in einem dunklen Literaturarchiv zwischen Geisterhand, verfluchter Maske und Krötenhexe.

🕯️ Diese Zombies brauchen weder Virus noch Motorsäge

Herausgeber Lars Dangel holt für den neuen Band phantastische Geschichten aus einer Zeit zurück, in der das Unheimliche noch nicht grundsätzlich in Horden durch Einkaufszentren schlurfte. Die titelgebenden Zombies stammen aus einer älteren Tradition des Grauens. Daneben reicht das Spektrum weit über wandelnde Tote hinaus.

So begegnet man einer rätselhaften Geisterhand, einem gefährlichen Jugendtrank und einer Kammerzofe des Tut-Ench-Amun. Eine Maske bringt vermutlich ebenfalls nichts Gutes ins Haus, während Maurice Montégut seine Figuren mit Seelenwanderung beschäftigt und Otto Moser die Krötenhexe von Oldisleben aus ihrem Versteck holt.

Das klingt weniger nach einer thematisch eng geschnürten Zombie-Anthologie als nach einem Dachboden der klassischen Phantastik, auf dem seit Jahrzehnten niemand mehr die falsche Truhe geöffnet hat.

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🐒 Die Affenpfote liegt neben der Krötenhexe

Zwischen vielen heute kaum noch gelesenen Namen stehen einige Autoren, die der Phantastik erhalten geblieben sind. W. W. Jacobs ist mit Die Affenpfote vertreten, einer jener Geschichten, nach denen man Wünsche besser nur noch sehr vorsichtig formuliert. H. G. Wells öffnet Das rote Zimmer, E. F. Benson steuert Das Gesicht bei.

Dazu kommen Texte von Maurice Renard, Ernst Wiechert, Karl Hans Strobl, Hans Bethge und zahlreichen Autoren, deren Werke längst aus dem normalen Buchhandel verschwunden sind. Gerade darin liegt der Reiz der Sammlung. Die vertrauten Namen bilden den Einstieg, doch die eigentliche Entdeckungsreise beginnt dort, wo selbst erfahrene Leser der klassischen Phantastik erst einmal nachschlagen müssen.

Auf 244 Seiten entsteht so keine vollständige Geschichte des Genres. Der Band wirkt eher wie eine nächtliche Führung durch einen schlecht beleuchteten Seitentrakt, in dem bekannte Schauergeschichten neben längst zugemauerten Türen stehen.

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📚 Die vergessene Phantastik war erstaunlich einfallsreich

Sammlungen dieser Art erinnern daran, dass ältere phantastische Literatur keineswegs nur aus Vampiren, Spukhäusern und wissenschaftlich schlecht beaufsichtigten Wiederbelebungsversuchen bestand. Ihre Motive waren oft seltsam, verspielt und erheblich wilder, als der ehrwürdige Einband vermuten lässt.

Eine verfluchte Maske, körperlose Hände oder eine verliebte Figur außerhalb ihrer eigenen Zeit könnten ebenso gut aus einem modernen Weird-Fiction-Band stammen. Der Unterschied liegt häufig weniger in der Idee als in Sprache, Erzähltempo und jener geduldigen Art, mit der ältere Geschichten ihre Türen erst sehr langsam öffnen.

Zombies und andere absonderliche Geschichten gräbt diese Texte nicht aus, um sie künstlich zu modernisieren. Der Band lässt sie mit ihrem Modergeruch, ihren alten Zimmern und ihren eigentümlichen Abgründen wieder ins Licht. Manche Tote müssen offenbar nicht auferstehen. Es reicht, das richtige Bücherregal zu öffnen.

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