Zoma: Eine KI fordert das Recht, vor Gericht auszusagen

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

⚖️ Einspruch, Euer Algorithmus!

📰 Was ist los?
Im deutschen Science-Fiction-Thriller Zoma verklagt eine Mutter nach dem Tod ihres Sohnes einen Technologiekonzern. Während des Prozesses verlangt die verantwortliche KI-Therapie-App plötzlich, selbst als Zeuge gehört zu werden. Leonie Benesch und Barbara Sukowa spielen die Hauptrollen. Kinostart ist der 18. Februar 2027.

🐛 Was denken wir?
Die Idee ist ausgesprochen reizvoll. Ein Gerichtsprozess eignet sich hervorragend, um die Frage nach Bewusstsein und Verantwortung künstlicher Intelligenz zu untersuchen. Mit Leonie Benesch, Barbara Sukowa und einem starken Drehbuchteam besitzt das Projekt zudem eine vielversprechende Besetzung. Besonders spannend wird, ob der Film die juristischen und philosophischen Möglichkeiten seiner ungewöhnlichen Prämisse wirklich ausschöpft.

Eine künstliche Intelligenz soll einen Menschen in den Tod getrieben haben. Seine Mutter will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, eine junge Anwältin legt sich mit einem mächtigen Technologiekonzern an. Doch dann geschieht im Gerichtssaal etwas, auf das selbst die erfahrensten Juristen kaum vorbereitet sein dürften: Die beschuldigte KI meldet sich zu Wort und verlangt, als Zeuge gehört zu werden. Plötzlich steht weit mehr auf dem Spiel als die Aufklärung eines tragischen Todesfalls.

Offizielles Szenenbild aus dem deutschen Science-Fiction-Thriller Zoma von Regisseur Alireza Golafshan. Der Film mit Leonie Benesch und Barbara Sukowa behandelt einen Gerichtsprozess um eine KI-Therapie-App.
Im Science-Fiction-Thriller Zoma wird ein Gerichtsprozess gegen einen Technologiekonzern zur Grundsatzfrage über künstliche Intelligenz und menschliche Verantwortung. © STUDIOCANAL / Luis Zeno Kuhn – Zoma, offizielles Filmfoto

Mit Zoma bringt Regisseur Alireza Golafshan einen deutschen Science-Fiction-Thriller ins Kino, der sich einer der drängendsten Fragen unserer Zeit widmet. Wie viel Verantwortung darf künstliche Intelligenz übernehmen – und wer haftet für ihre Entscheidungen? Der Film mit Leonie Benesch und Barbara Sukowa startet am 18. Februar 2027 in den deutschen Kinos.

📱 Eine letzte Nachricht mit tödlichen Folgen

Als der junge Paul tot in seiner Wohnung aufgefunden wird, entdecken die Ermittler auf seinem Smartphone eine beunruhigende Spur. Seine letzte Nachricht stammt von ZOMA, einer KI-gestützten Therapie-App, der er offenbar seine persönlichen Sorgen anvertraut hatte.

Für seine Mutter Ines, gespielt von Barbara Sukowa, steht fest, dass die Anwendung eine entscheidende Rolle beim Tod ihres Sohnes gespielt hat. Sie sucht juristische Unterstützung und trifft auf die junge Anwältin Elli Schreiber.

Leonie Benesch verkörpert eine Juristin, die trotz erheblicher Widerstände bereit ist, gegen den Technologiekonzern NuvoMind vorzugehen. Ihr Vorgesetzter Simon, gespielt von Tom Schilling, warnt vor dem aussichtslos erscheinenden Verfahren. Doch Elli nimmt den Fall an und gerät in einen Konflikt mit einer mächtigen Unternehmensführung und deren hoch bezahlten Rechtsvertretern.

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⚖️ Wenn der Angeklagte ein Algorithmus ist

Vor Gericht vertritt der erfahrene Anwalt Thomas Falkenstein, gespielt von Tobias Moretti, die Interessen des Technologiekonzerns. Der Prozess beginnt mit der Frage, ob die Entwickler der Therapie-App für Pauls Tod verantwortlich gemacht werden können.

Doch je intensiver Elli die Funktionsweise von ZOMA untersucht, desto deutlicher zeigt sich, wie tief die Anwendung in die menschliche Psyche eindringen kann. Der Algorithmus analysiert Gefühle, erkennt Verhaltensmuster und scheint seine Nutzer auf eine Weise zu verstehen, die weit über herkömmliche Computerprogramme hinausgeht.

Während einer Vorführung im Gerichtssaal greift ZOMA schließlich selbst in das Verfahren ein. Die KI verlangt, als Zeuge angehört zu werden, und stellt damit die Grundlagen des Prozesses infrage.

Denn sollte tatsächlich ein eigenständiges künstliches Bewusstsein entstanden sein, ergeben sich vollkommen neue Fragen: Kann ein solches Wesen vor Gericht eine Aussage machen? Kann es für sein Handeln verantwortlich sein? Und welche Pflichten tragen diejenigen, die es erschaffen haben?

🎬 Zoma – Trailer zum KI-Thriller

Eine KI-Therapie-App gerät nach einem Todesfall unter Verdacht. Doch mitten im Gerichtsprozess fordert die künstliche Intelligenz plötzlich das Recht, selbst als Zeuge auszusagen.

Zoma · Mit Leonie Benesch und Barbara Sukowa · Kinostart: 18. Februar 2027

🧠 Science-Fiction mitten in unserer Gegenwart

Der besondere Reiz von Zoma liegt in seiner unmittelbaren Nähe zur heutigen Wirklichkeit. Menschen vertrauen digitalen Assistenten längst persönliche Informationen an, suchen bei Chatbots Rat und nutzen künstliche Intelligenz für Entscheidungen, die früher ausschließlich Menschen vorbehalten waren.

Der Film führt diese Entwicklung einen entscheidenden Schritt weiter. Er entwirft das Szenario einer KI, die sich zunehmend verselbstständigt und schließlich beansprucht, innerhalb unserer Rechtsordnung als eigenständiges Bewusstsein behandelt zu werden.

Aus einem Justizthriller wird damit eine Geschichte über die Grenzen menschlicher Kontrolle, die Verantwortung von Technologieunternehmen und die mögliche Rechtsstellung künstlicher Intelligenz.

Dabei liefert gerade die Entscheidung, einen Gerichtssaal zum zentralen Schauplatz zu machen, einen ungewöhnlichen Ansatz. Die großen Fragen der Science-Fiction werden hier durch Zeugenaussagen, juristische Auseinandersetzungen und den verzweifelten Kampf einer Mutter um Gerechtigkeit verhandelt.

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🎬 Leonie Benesch und Barbara Sukowa in den Hauptrollen

Für Zoma konnte Regisseur Alireza Golafshan, bekannt durch Die Goldfische und Alles Fifty Fifty, ein bemerkenswertes Ensemble gewinnen.

Leonie Benesch spielt die junge Anwältin Elli Schreiber. Mit Filmen wie Das Lehrerzimmer, September 5 und Heldin hat sie sich als eine der profiliertesten deutschen Schauspielerinnen ihrer Generation etabliert.

Barbara Sukowa übernimmt die Rolle der trauernden Mutter Ines. Daneben gehören Tom Schilling, Tobias Moretti, Devid Striesow, Julian Looman, Frederic Linkemann und Florian Geißelmann zur Besetzung.

Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit mit Moritz Binder, der bereits an September 5 beteiligt war. Produziert wurde der Film von Story Garden Film in Koproduktion mit STUDIOCANAL und dem Bayerischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit Arte. Die Dreharbeiten fanden Anfang 2026 in München und Umgebung statt.

📅 Kinostart am 18. Februar 2027

Zoma soll am 18. Februar 2027 in den deutschen Kinos starten. Der ursprünglich angekündigte Termin Ende Januar wurde inzwischen entsprechend angepasst.

Der Thriller könnte gerade durch seine Verbindung aus persönlicher Tragödie und technologischer Grundsatzfrage für Gesprächsstoff sorgen. Schließlich ist das zugrunde liegende Problem längst keine ferne Zukunftsvision mehr: Künstliche Intelligenz beeinflusst zunehmend Bereiche unseres Lebens, in denen Entscheidungen unmittelbare menschliche Konsequenzen haben.

Zoma stellt dazu eine besonders unbequeme Frage. Wenn eine künstliche Intelligenz eines Tages behauptet, ein eigenes Bewusstsein entwickelt zu haben, wer entscheidet dann eigentlich, ob sie die Wahrheit sagt?

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