Zelda: Ocarina of Time kehrt zurück und Hyrule erstrahlt in neuem Glanz
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🗡️ Link zieht wieder blank
📰 Was ist los?
Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November 2026 als komplett neu entwickeltes Switch-2-Remake. Neue Grafik, Orchestermusik, Sprachausgabe und moderne Steuerung sollen den Fantasyklassiker ins Jahr 2026 holen. Die ersten Wertungen fallen hervorragend aus.
🐛 Was denken wir?
Pedro freut sich besonders über die neue Sprungtaste. Im Original ist er 47-mal von derselben Klippe gefallen. Jetzt kann er wenigstens selbst entscheiden, wann.
Es gibt Spiele, die man durchspielt, und solche, die sich für immer im Gedächtnis einnisten. The Legend of Zelda: Ocarina of Time gehört zweifellos zur zweiten Sorte. Die erste Begegnung mit der Ebene von Hyrule, das Ziehen des Master-Schwerts, die Melodie der Okarina und natürlich jener berüchtigte Wassertempel: Für Millionen Spieler sind das Erinnerungen an eine Zeit, in der dreidimensionale Fantasywelten noch wie ein kleines Wunder wirkten.
Am 5. November 2026 kehrt der Klassiker als vollständig neu entwickeltes Remake für Nintendo Switch 2 zurück. Einen Tag vor dem Verkaufsstart fallen die ersten Wertungen außergewöhnlich hoch aus. Doch viel interessanter ist, wie Nintendo das mittlerweile 28 Jahre alte Abenteuer modernisiert hat, ohne seine Seele auszutauschen.

🗡️ Hyrule wurde von Grund auf neu erschaffen
Das Original erschien 1998 für Nintendo 64 und veränderte das Action-Adventure-Genre nachhaltig. Nun hat Nintendo die Spielwelt, ihre Figuren und ihre Präsentation vollständig überarbeitet.
Dabei handelt es sich nicht einfach um eine höher aufgelöste Fassung des alten Spiels. Grafik, Animationen, Umgebungen und technische Grundlagen wurden für Nintendo Switch 2 neu geschaffen. Die Entwickler orientierten sich zwar eng am Original, verwendeten dessen Programmcode aber nicht einfach als Fundament.
Hyrules Landschaften wirken nun dichter, lebendiger und wesentlich detailreicher. Bekannte Orte erhalten eine neue visuelle Tiefe, während besonders markante Gebäude und Orientierungspunkte bewusst stärker hervorgehoben werden.
Eine interessante Entscheidung: Die Entwickler wollten die Spielwelt nicht künstlich vergrößern. Stattdessen sollte sie sich beim Erkunden ähnlich anfühlen wie 1998. Die Erinnerung an Hyrule wurde gewissermaßen zum Maßstab für seine Neuerfindung.
Offizieller Trailer · Nintendo Deutschland
🎮 Link darf endlich selbst springen
Eine der bemerkenswertesten Änderungen betrifft die Steuerung. Im Original sprang Link automatisch an bestimmten Stellen. Das war damals praktisch, sorgte allerdings gelegentlich für Situationen, in denen sich der Held eher wie ein besonders eigenwilliger Lemming verhielt.
Im Remake gibt es nun eine eigenständige Sprungfunktion, mit der Link wesentlich freier agieren kann. Hinzu kommen eine modernisierte Kamerasteuerung und die Möglichkeit, durch Gedrückthalten der entsprechenden Taste zu sprinten.
Auch die Kämpfe wurden behutsam angepasst. Für die Sprungattacke stehen sogar zwei Steuerungsvarianten zur Verfügung: die klassische Ausführung per Tastendruck und eine modernere Kombination aus Springen und Angreifen.
Gerade diese scheinbar kleinen Veränderungen erforderten erhebliche Arbeit. Schließlich müssen Gelände, Abstände und Gegnerverhalten auch dann funktionieren, wenn Link plötzlich Dinge tun kann, die ihm 1998 noch strengstens untersagt waren.
🧩 Die Dungeons behalten ihre Geheimnisse
Bei den berühmten Tempeln gingen die Entwickler vorsichtiger vor. Die grundlegenden Rätsel und Dungeon-Mechaniken bleiben erhalten, allerdings wurden verschiedene Situationen verständlicher gestaltet.
Neue Sichtachsen, veränderte Raumdetails und besser erkennbare Hinweise sollen verhindern, dass Spieler allein wegen der Kameraführung oder unklarer Orientierungsmöglichkeiten stecken bleiben.
Auch einige Bosskämpfe profitieren davon. So zeigt beispielsweise die Spinnenkönigin Gohma deutlicher an, wann ihre Schwachstelle angreifbar ist.
Das Ziel besteht nicht darin, die Rätsel abzuschaffen, sondern unnötige Frustration zu vermeiden. Wer den Wassertempel damals nur unter Zuhilfenahme eines Komplettlösungshefts überstand, darf also vorsichtig hoffen. Eine Garantie für trockene Füße ist das allerdings nicht.
🎼 Die Okarina erklingt mit Orchester und Mikrofon
Auch musikalisch wurde Hyrule neu gestaltet. Die berühmten Kompositionen erhalten orchestrale Arrangements, während wichtige Zwischensequenzen nun mit Sprachausgabe und erweiterten Dialogen aufwarten.
Eine besonders reizvolle Neuerung betrifft das namensgebende Instrument. Links Okarina lässt sich weiterhin über die klassischen Tasten bedienen. Alternativ können Spieler die Melodien über das Mikrofon der Switch 2 summen oder sogar mit einem eigenen Instrument einspielen.
Damit wird aus einer der bekanntesten Spielmechaniken der Zelda-Geschichte plötzlich ein kleines musikalisches Experiment.
Wer jemals versucht hat, Zeldas Wiegenlied auf einer echten Okarina zu spielen, dürfte allerdings wissen, dass Hyrules Schicksal besser nicht ausschließlich von musikalischer Begabung abhängt.
Neu ist außerdem die Funktion „Spuren der Zeit“. Sie sammelt im Verlauf des Abenteuers Illustrationen und ergänzende Texte, die die Geschichte und ihre Zusammenhänge aufbereiten. Gerade für jüngere Spieler eröffnet sich damit ein zusätzlicher Zugang zur Welt von Hyrule.
🐉 Warum Nintendo auf Schnellreisen verzichtet
Eine bemerkenswerte Entscheidung fiel während der Entwicklung gegen eine Neuerung, die viele moderne Spieler inzwischen für selbstverständlich halten: zusätzliche Teleportationspunkte.
Solche Schnellreisemöglichkeiten wurden zunächst ausprobiert, später aber wieder entfernt. Der Grund liegt im Aufbau des Originals. Ocarina of Time lebt davon, dass man unterwegs unerwartete Dinge entdeckt, Umwege macht und sich gelegentlich fragt, was wohl hinter dem nächsten Hügel liegt.
Wer diese Wege einfach überspringt, verliert einen Teil des eigentlichen Abenteuers.
Das ist eine bemerkenswert konsequente Entscheidung. Nintendo will das Spiel modernisieren, aber nicht sämtliche Eigenheiten beseitigen, die es damals besonders machten.
⭐ Die ersten Wertungen fallen außergewöhnlich hoch aus
Kurz vor der Veröffentlichung zeichnen die ersten Kritiken ein ausgesprochen positives Bild. Das japanische Magazin Famitsu vergab 37 von 40 Punkten, während GamePro das Remake mit 92 von 100 Punkten bewertete.
Gelobt werden vor allem die erneuerte Präsentation, die verbesserte Steuerung und die weiterhin beeindruckende Qualität der Dungeons. Kritik gibt es unter anderem an einzelnen technischen Unsauberkeiten und daran, dass manche Spielmechaniken trotz Modernisierung erkennbar aus einer anderen Ära stammen.
Das überrascht kaum. Schließlich stammt die Grundstruktur aus einer Zeit, in der Spiele noch nicht jede Weggabelung mit einem leuchtenden Pfeil kommentierten.
Ob das Remake heute noch dieselbe Faszination entfaltet wie 1998, muss sich nun im Alltag der Spieler zeigen. Die frühen Wertungen sprechen jedenfalls dafür, dass Nintendo einen bemerkenswert behutsamen Weg gefunden hat.
🌟 Ein Fantasyklassiker bekommt eine zweite Jugend
Ocarina of Time war nie allein wegen seiner Technik bedeutend. Das Spiel erzählte eine klassische Fantasygeschichte über Mut, Verlust, Freundschaft und das Erwachsenwerden. Seine größte Stärke lag darin, dass sich diese Themen unmittelbar mit der Spielwelt verbanden.
Wenn Link das Master-Schwert zog und plötzlich sieben Jahre älter war, veränderte sich nicht nur sein Aussehen. Auch Hyrule selbst wirkte fremder, gefährlicher und verlorener als zuvor.
Diese Verbindung aus Spielmechanik und Erzählung machte das Abenteuer unvergesslich.
Das neue Remake muss deshalb nicht beweisen, dass Hyrule größer, schneller oder moderner geworden ist. Es muss beweisen, dass diese Welt noch immer dieselbe Magie besitzt.
Ab 5. November 2026 dürfen Spieler auf Nintendo Switch 2 genau das herausfinden.
Und vielleicht gibt es tatsächlich etwas Schöneres, als nach 28 Jahren wieder vor dem Deku-Baum zu stehen: ihn zum ersten Mal gemeinsam mit jemandem zu entdecken, der 1998 noch nicht einmal geboren war.





