Nachts besser nicht allein raus: Yomawari bringt drei Geisterhorror-Spiele auf PS5

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Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

Nachts besser nicht allein unterwegs

📰 Was ist los?
Yomawari: The Long Night Collection und Yomawari: Lost in the Dark erscheinen am 5. November im Westen für PS5. Die Collection enthält Night Alone und Midnight Shadows, womit insgesamt drei Teile der japanisch geprägten Geisterhorror-Reihe auf Sonys aktuelle Konsole kommen.

🐛 Was denken wir?
Kein großer neuer Release, aber ein sehr sauberer Horror-Treffer. Gerade die Mischung aus kindlicher Perspektive, japanischen Geistern und konsequenter Hilflosigkeit macht Yomawari bis heute ungewöhnlicher als viele lautere Horrorserien.

Nachts durch eine verlassene japanische Kleinstadt zu laufen, wäre schon ohne übernatürliche Probleme keine besonders überzeugende Freizeitgestaltung. In Yomawari kommen zusätzlich Geister, urbane Legenden und Kreaturen hinzu, bei denen Flucht meistens die deutlich bessere Idee ist.

Eine kleine Figur steht nachts allein auf einer schmalen Treppe zwischen dunklen Häusern und dichter Vegetation in Yomawari.
Allein durch die Nacht: Yomawari bringt seine stillen Geisterhorror-Geschichten am 5. November auf PS5. © Nippon Ichi Software / NIS America

NIS America bringt am 5. November 2026 sowohl Yomawari: The Long Night Collection als auch Yomawari: Lost in the Dark im Westen für PlayStation 5 heraus. Die Sammlung enthält Yomawari: Night Alone und Yomawari: Midnight Shadows, womit gleich drei Teile der atmosphärischen Horrorreihe auf Sonys aktuelle Konsole wechseln.

🌙 Zwei lange Nächte in einer Sammlung

Die Long Night Collection bündelt die ersten beiden Spiele. In Night Alone sucht ein junges Mädchen nachts nach seiner verschwundenen Schwester, während Midnight Shadows die Freundinnen Yui und Haru durch eine ebenso gefährliche Kleinstadt schickt. Beide Spiele setzen auf Erkundung, versteckte Gegenstände, Geisterbegegnungen und vor allem darauf, möglichst nicht erwischt zu werden.

Die Gegner stammen häufig aus japanischen urbanen Legenden und wirken gerade deshalb so effektiv, weil sie selten wie klassische Videospielmonster behandelt werden. Manche Kreaturen sind aggressiv, andere rätselhaft, und bei einigen ist zunächst überhaupt nicht klar, ob sie feindlich sind. Das sorgt für eine Form von Horror, die viel stärker aus Unsicherheit entsteht als aus Dauerbeschuss.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

👻 Verstecken ist meistens klüger als Kämpfen

Klassische Kämpfe spielen in Yomawari kaum eine Rolle. Stattdessen schleicht man an Geistern vorbei, sprintet im richtigen Moment los, versteckt sich in Büschen oder lenkt Kreaturen mit Gegenständen ab. Manche Gegner reagieren allerdings deutlich schneller, als man es bei ihrer Erscheinung zunächst vermuten würde.

Gerade diese Hilflosigkeit prägt die Reihe. Man spielt keine Figur mit Schrotflinte, Kettensäge und zwölf Heiltränken im Rucksack. Meistens hat man eine Taschenlampe, ein paar Hilfsmittel und die berechtigte Hoffnung, dass das Geräusch hinter einem vielleicht doch nur Wind war. Spoiler: sehr oft war er es wohl nicht.

🕳️ Lost in the Dark bringt einen Fluch ins Spiel

Yomawari: Lost in the Dark erzählt eine eigenständige Geschichte. Eine junge Protagonistin versucht, einen Fluch zu brechen und muss dafür ihre verlorenen Erinnerungen in den nächtlichen Straßen wiederfinden. Gleichzeitig lauern erneut Geister im Dunkeln, denen man durch Flucht, Verstecken oder sogar das Schließen der Augen entkommen muss.

Gerade diese Mechanik gehört zu den stärkeren Ideen des dritten Teils. Bestimmte Kreaturen lassen sich nur überleben, indem man sie bewusst nicht ansieht. Das Spiel verbindet damit Wahrnehmung und Gefahr auf eine Weise, die sehr gut zur gesamten Reihe passt. Hinzu kommt erstmals eine stärkere optische Anpassung der Spielfigur. Frisur, Haarfarbe, Kleidung und Accessoires lassen sich verändern.

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🎮 Der Westen bekommt die PS5-Versionen im November

Technisch handelt es sich nicht um komplett neue Spiele. Lost in the Dark erschien ursprünglich 2022 für PS4, Switch und PC, während die Long Night Collection bereits 2018 auf Switch veröffentlicht wurde. Die jeweiligen PS5-Versionen kamen in Japan im März beziehungsweise Mai 2026 heraus. Der 5. November markiert nun den westlichen Start dieser Fassungen.

Damit ist die Meldung kleiner als eine Neuankündigung, für Fans der Reihe aber trotzdem relevant. Wer Yomawari bislang auf älteren Plattformen gespielt hat oder die Reihe überhaupt erst entdecken will, bekommt im November praktisch das komplette bisherige Kernpaket auf PS5.

Drei Spiele. Sehr viele Geister. Und es ist wohl weiterhin keine gute Idee, nachts allein spazieren zu gehen.

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