Vermisst, verflucht, verwoben: Yaga macht Baba Yaga zum modernen Mysterythriller

🧐 Im Fantasykosmos suchen

Grabhaold checkt das. Die Kurzzusammenfassung der Review. Mit Grabhod dem Kobold, der einen Zeigefinger in die Luft streckt.

In Whittock sollte man offenbar nicht zu viele Fragen stellen

📰 Was ist los?
AMC+ hat den Startplan für Yaga festgelegt. Die achtteilige moderne Baba-Yaga-Neuinterpretation startet am 23. Oktober mit zwei Folgen, läuft danach freitags weiter und endet am 27. November mit einem Doppelfinale. Bereits am 17. September feiert die Serie beim Toronto International Film Festival Weltpremiere.

🐛 Was denken wir?
Wir mögen vor allem den Genre-Mix. Ein moderner Vermisstenfall, Küstenstadt-Mystery und slawische Folklore können sehr gut zusammenpassen, wenn die Magie nicht nur dekorativ bleibt. Gerade Baba Yaga bietet genug Ambivalenz, um daraus etwas deutlich Eigenständigeres als eine gewöhnliche Hexenserie zu machen.

Die Hexenhütte steht diesmal offenbar nicht auf Hühnerbeinen im Wald. Yaga holt den Mythos um Baba Yaga in eine moderne Küstenstadt und baut daraus einen Mysterythriller über einen Vermisstenfall, private Ermittlungen, alte Magie und eine ganze Reihe Menschen, die sehr wahrscheinlich mehr wissen, als sie erzählen wollen.

Eine düstere Holzhütte steht auf langen vogelartigen Beinen unter einer mächtigen Baumkrone; darunter das pinke Yaga-Logo.
Yaga bringt den Baba-Yaga-Mythos als moderne Mysteryserie zu AMC+ – mit Vermisstenfall, alter Magie und dunkler Folklore. © Crave / AMC+ / Blink49 Studios

AMC+ hat jetzt den konkreten Startplan veröffentlicht: Die achtteilige Serie beginnt am 23. Oktober 2026 mit zwei Folgen. Danach geht es freitags weiter, bevor am 27. November ein zweiteiliges Finale folgt.

🌲 Whittock hat offenbar ein Problem

Im Zentrum steht Rapp, gespielt von Noah Reid. Der Privatdetektiv reist in die kleine Küstenstadt Whittock, um das Verschwinden von Henry Park zu untersuchen, dem jungen Erben eines mächtigen Fischereiunternehmens. Sehr schnell gerät er zwischen lokale Interessen, verschlossene Figuren und eine Spur, die weit über einen gewöhnlichen Vermisstenfall hinausführt.

AMC+ beschreibt die Serie ausdrücklich als moderne Neuinterpretation des Baba-Yaga-Mythos. Das Übernatürliche wird also nicht bloß im Titel versteckt, sondern gehört sichtbar zum Kern der Geschichte.

🎬 Baba Yaga zieht in die Gegenwart

Der offizielle Teaser zu Yaga zeigt die moderne Mystery-Neuinterpretation des Baba-Yaga-Mythos zwischen Vermisstenfall, Küstenstadt und dunkler Magie.

🕯️ Alte Magie unter moderner Oberfläche

Besonders reizvoll ist die Mischung. Yaga arbeitet mit klassischen Mysteryelementen – Verschwinden, Verdächtige, Geheimnisse, Ermittler – und legt darunter eine Ebene aus Hexerei, alter Magie und slawischer Folklore.

Gerade dadurch kann die Serie interessant werden. Baba Yaga ist keine Figur, die sich besonders gut in ein simples Gut-und-Böse-Schema pressen lässt. Der Mythos lebt traditionell von Ambivalenz, Gefahr, Prüfung und sehr eigenen Regeln.

🎭 Carrie-Anne Moss wird zur rätselhaften Professorin

Eine zentrale Rolle übernimmt Carrie-Anne Moss als Katherine, eine charismatische Universitätsprofessorin, die ziemlich schnell in den Fokus der Ermittlungen gerät. Dazu kommen Clark Backo als lokale Ermittlerin Carson und Hudson Williams als der verschwundene Henry Park.

Weitere Rollen übernehmen unter anderem Sheila McCarthy, Megan Follows, Patrick Gilmore, Katharine Isabelle und Hiro Kanagawa. Das Ensemble ist damit ungewöhnlich breit für eine halbstündige achtteilige Mysteryserie.

Schmaler Crowbah Banner mit Crowbah und Grabhold vor dunkler Comic Stadt.

📜 Grundlage ist ein Bühnenstück von Kat Sandler

Yaga basiert auf dem gleichnamigen Stück von Kat Sandler, die auch die Serienfassung schreibt, als Showrunnerin fungiert und als Executive Producer beteiligt ist. AMC+ hatte die US-Rechte bereits im Frühjahr übernommen und die Serie damals ausdrücklich als zeitgenössische Neuinterpretation von Baba Yaga positioniert.

Das ist interessant, weil die Serie damit keinen beliebigen Folklorebegriff auf ein fertiges Mysterykonzept klebt. Der Stoff stammt direkt aus einer bestehenden dramatischen Vorlage und wird nun für Fernsehen weiterentwickelt.

🎬 Erst TIFF, dann AMC+

Noch vor dem regulären Streamingstart bekommt Yaga einen ziemlich prominenten Auftritt. Die Weltpremiere findet am 17. September beim Toronto International Film Festival statt. Am 9. Oktober folgt außerdem ein Panel auf der New York Comic Con mit weiterem exklusiven Material.

Damit wird die Serie im Vorfeld ungewöhnlich stark über Festivals und Fanveranstaltungen aufgebaut. Für eine neue Mysteryproduktion ohne bestehendes Franchise ist das schon ein ordentliches Signal.

🌘 Baba Yaga ohne Märchenmuseum

Gerade dieser moderne Ansatz gefällt uns. Die Serie scheint nicht darauf aus zu sein, folkloristische Motive wie Museumsstücke auszustellen. Baba Yaga wird offenbar als Idee genommen, die in eine heutige Welt aus Macht, Sexualität, Geheimnissen und Ermittlungen hineinwirkt.

Wenn das gelingt, könnte Yaga genau diese Sorte Folk Horror beziehungsweise Folklore-Fantasy werden, die alte Mythen ernst nimmt, ohne sie bloß nachzuerzählen.

Banner für den Newsletter im Fantasykosmos mit Gandalf, der den Leser nicht vorbeilässt,
Das Sterneorakel von Elyra sieht in deine Zukunft. DIe Sternengöttin vor blauem Hintergrund.